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Kopf-an-Kopf-Rennen um Präsidentenamt

Der isländische Staatspräsident Ólafur Ragnar Grímsson und seine stärkste Gegenkandidatin bei den Präsidentschaftswahlen am 30. Juni, Þóra Arnórsdóttir, werden von etwa gleich vielen Wählern unterstützt, nämlich 41,3 und 43,4 Prozent, wie die neueste Umfrage von MMR (Media and Market Research) besagt.

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Þóra Arnórsdóttir. Quelle: Facebook.

Die anderen Kandidaten sind weit abgeschlagen: Ari Trausti Guðmundsson wurde von 8,9 Prozent der Teilnehmer als Favorit genannt, Andrea J. Ólafsdóttir erhielt 2,6, Herdís Þorgeirsdóttir 1,3, Jón Lárusson (er hat seine Kandidatur mittlerweile zurückgezogen) 1,0, Ástþór Magnússon 0,9 und Hannes Bjarnason 0,6 Prozent.

Politologin Stefanía Óskarsdóttir sagte gegenüber Morgunblaðið, Ólafur Ragnar habe, als er am Sonntag in einem Radio-Interview sagte, er halte den Entwurf des Fischereiquoten-Gesetzes einer Volksabstimmung wert, versucht, eine ganz bestimmte Wählergruppe zu erreichen.

Im Interview deutete Ólafur Ragnar auch an, gegen einen Beitritt zur EU zu sein, und er kritisierte die Regierung, sowie Þóra’s Mangel an Standpunkten und Erfahrung.

Seine Kommentare scheinen gewirkt zu haben, bemerkte Stefanía, wenn man sich anschaue, wie die Lücke zwischen ihm und Þóra immer kleiner werde. Der Abstand zwischen den beiden Kandidaten liegt inzwischen innerhalb der Fehlertoleranz.

Stefanía zog den Schluss, Ólafur Ragnars Kommentare hätten Þóras Anhänger weiter in Rage gebracht, gleichzeitig aber Ólafur Ragnars Position bei anderen Wählergruppen gestärkt.

„Ich zweifle, dass das Präsidentenamt wieder so wird, wie es früher war“, sagte Stefanía voraus, und spielte damit auf den Wandel des Amtes weg von einem unpolitischen, repräsentativen hin zu einem mit politischem Einfluss an.

„Ólafur Ragnar punktet gut bei denen, die direkte Demokratie wollen. Icesave hat ihnen einen Vorgeschmack in Sachen Macht gegeben, und die wollen sie nun nicht mehr hergeben. Ólafur nutzt das aus; er präsentiert sich als die Person, die dem Volk Macht gibt“, schloss Stefanía.

Die Umfrage wurde zwischen dem 10. und 15. Mai bei 972 zufällig ausgewählten Personen zwischen 18 und 67 Jahren von MMR durchgeführt. Die Beteiligung lag bei 78 Prozent.

Hier lesen Sie mehr über die anstehende Präsidentschaftswahl.

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