Kindergartenleiterin soll Kind festgebunden haben Skip to content

Kindergartenleiterin soll Kind festgebunden haben

Die Leiterin des Kindergartens Heilsuleikskólinn Kærabær in Kirkjubæjarklaustur, Süd-Island, wird beschuldigt, ein Kind mit einem Schal auf einem Stuhl festgebunden zu haben. Dies sollte eine Strafe dafür sein, dass das Kind nicht stillsitzen und aufessen wollte, berichtet visir.is.

Die Angelegenheit kam ans Licht, als ein anders Kind seinen Eltern erzählte, was vorgefallen war. Die Leiterin bestritt die Anschuldigungen, doch ein erwachsener Zeuge bestätigte die Ausführungen des Kindes gegenüber visir.is.

Die Eltern des Kindes, das angeblich Opfer des Missbrauchs geworden ist, sagten, dass der Fall den örtlichen Behörden bekannt sei. Sie berichteten, mit einem Sozialarbeiter darüber gesprochen zu haben, ein weiteres Treffen fände diese Woche statt.

Die Leiterin arbeitet weiterhin im Kindergarten, und in einem Interview mit Fréttablaðið erklärte sie, die gegen sie vorgebrachten Anschuldigungen seien unwahr.

Bragi Guðbrandsson, Direktor der Kinderschutzbehörde, sagte, er habe bisher nicht von dem Vorfall gewusst, doch er betonte, ein Kind festzubinden sei gegen das Gesetz.

„Es ist vollkommen klar, dass das eine schlechte Erziehungsmethode ist. Es ist eine Bestrafung, und das Gesetz sagt, dass alle Bestrafungen, sowie physische als auch psychische, strafbar sind… Alle derartigen Methoden können die Kindliche Seele beschädigen“, verdeutlichte Bragi.

„Auch, wenn es manchmal sehr schwierig für Erzieher ist, mit Kindern umzugehen, die außer Kontrolle scheinen, ist dies absolut keine Art, ein Kind zu behandeln“, fügte er hinzu.

Bereits im August 2013 wurde der Kindergarten Leikskólinn 101 in Reykjavík wegen des Verdachts auf Gewalt einschließlich Prügelstrafe endgültig geschlossen.

Vor Kurzem allerdings entschied die Staatsanwaltschaft, das Verfahren gegen eine der involvierten Erzieherinnen einzustellen.

Laut mbl.is verurteilt der Verband von Eltern mit Kindern in Kindergärten in Reykjavík diese Entscheidung mit der Begründung, sie mindere das eindeutige Recht der Kinder auf Sicherheit in Kindergärten.

Ebenfalls kritisiert wurde die Entscheidung von der Ombudsfrau für Kinder Margrét María Sigurðardóttir, die auch im Nachrichtenmagazin Kastljós auf RÚV darüber sprach.

Der Wohlfahrtsausschuss des isländischen Parlaments Alþingi überprüft derzeit das Kinderschutzgesetz aus dem Jahr 2009, um sicherzustellen, dass Schläge unter die Definition von Gewalt fallen und damit strafbar sind, berichtet visir.is.

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