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Isländische Rentiere ziehen in den Norden

By Iceland Review

Bisher traf man isländische Rentiere fast ausschliesslich im Osten des Landes an. Jüngste Studien zeigen, dass sie nun dabei sind, in nördliche Richtung zu ziehen, und es könnte gar nicht lange dauern, bis sie ihren ständigen Wohnsitz in den Nordosten des Landes verlegt haben.

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Isländische Rentiere. Foto: Páll Stefánsson.

Im Jahr 2009 wurden GPS-Sender an zwölf Rentieren angebracht um zu erforschen, wohin sie zum Weiden gehen. Im vergangenen Jahr sendete ein weibliches Tier Signale aus der Nähe der Lagune Hafralón auf der Hochweide Thistilsfjardarheidi, nahe Thistilsfjördur im Nordosten, berichtet ruv.is.

In diesem Jahr kehrte sie dorthin zurück. Das Rentier gehört zu einer Herde mit 300 bis 400 Tieren. „Sie testen ganz offensichtlich neue Weidegebiete, und natürlich hoffen wir, dass sie noch zahlreicher in der Gegend werden und dass sie sich hier niederlassen”, sagte Skarphédinn Thórisson, Rentierexperte am Ost-Isländischen Institut für Naturgeschichte.

Thórisson erklärte, über die Jahre seien Rentiere manchmal in den Thistilfjördur gekommen, aber in letzter Zeit sei dies eher ungewöhnlich. Er fügte hinzu, es sei möglich, den Lebensraum der Rentiere durch eine spezielle Kontrolle der Jagd zu beeinflussen.

Dies wird schon angewandt mit „eingeschränkter Jagd in Zone 1 – bei den Tieren, die hauptsächlich in den Norden [des Flusses] Jökulsá á Dal ziehen”, erklärte Thórisson.

„Wenn sich diese Tiere vermehren, werden sie versuchen, in den Norden zu kommen, wo es üppige Heiden gibt, auf denen viele Rentiere leben könnten, ohne mit den Schafen um Weideland zu konkurrieren”, schloss er.

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