Island vertagt EU-Gespräche Skip to content

Island vertagt EU-Gespräche

Die isländische Regierung hat gestern entschieden, die Beitrittsgespräche mit der Europäischen Union zu vertagen. Bis auf weiteres sollen keine weiteren Gesprächskapitel eröffnet werden, und in den Gesprächen zur Vorbereitung der Landwirtschafts- und Fischereikapitel soll es erst nach den Wahlen im April weitergehen.

euro-centralbank_ipaThemenfoto: IPA.

Zu den 16 Themen, in denen Fortschritte erzielt wurden, sollen die Gespräche jedoch weiterlaufen, berichtet ruv.is.

Die Entscheidung, die Gespräche zu vertagen, fiel bei einem Kabinettstreffen, welches gestern ausschließlich zum Thema abgehalten wurde.

Außenminister Össur Skarphéðinsson sagte, es sei nach Beginn von sechs Gesprächskapiteln im Dezember immer klar gewesen, dass sich der Prozess verzögern würde. Politiker bräuchten die Freiheit, sich auf ihren Wahlkampf zu konzentrieren, ohne durch EU-Gespräche gestört zu werden.

Jetzt sei das Parlament nicht mehr gezwungen, sich während des Wahlkampfs mit derart schwierigen Themen zu befassen. Überdies sei es normal, dass die Regierung, die nach den Wahlen die Geschäfte des Landes übernehme, gerne ihren eigenen Stempel auf sensible Themen wie Fischerei oder Landwirtschaft setzen wolle.

In den vergangenen Wochen hatte es innerhalb der Linksgrünen Bewegung, einer der beiden Koalitionsparteien, verstärkten Druck gegeben, die Position Islands im EU-Beitritt erneut zu prüfen.

Hier lesen Sie mehr über Island und die EU-Beitrittsgespräche.

DT

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