Integrität ist Islands grösster Wert Skip to content

Integrität ist Islands grösster Wert

Integrität ist der gesellschaftliche Wert, den die geschätzten 1400 Besucher der Volksversammlung auf ihrem Treffen in der Laugardalshöll Sporthalle in Reykjavík am Samstag als am wichtigsten erachteten.

Islands wichtigste Werte, nach Ansicht der Volksversammlung.

Gleichheit, Respekt und Gerechtigkeit wurden ebenfalls genannt, gefolgt von Liebe, Verantwortungsbewusstsein, Freiheit, Nachhaltigkeit und Demokratie. Die Begrifffe Familie und Vertrauen geniessen hohe Wertigkeit, wie auf der Website der Volksversammlung zu lesen ist.

Lárus Ýmir Óskarsson, einer der Organisatoren der Volksversammlung, sagte dem Morgunbladid, Ziel der Veranstaltung sei gewesen, die Menschen zu einem Gespräch über gesellschaftliche Werte zu animieren und etwas über ihre Zukunftsvisionen zu erfahren.

Die Besucher an der Laugardalshalle am frühen Samstagmorgen.

„Es war eine grossartige Erfahrung und ich bin stolz, dass ich dabei sein konnte,“ sagte Erna Arnarsdóttir, eine der Teilnehmerinnen. „Es hat Spass gemacht, Menschen mit ganz unterschiedlichem gesellschaftlichem Hintergrund zu treffen und festzustellen, dass wir doch soviel gemeinsam haben.“

„Wir alle möchten unser Land wieder aufbauen und eine helle Zukunft für unsere Kinder schaffen. Ich hoffe, daß unsere Ergebnisse dazu beitragen. Ich bin davon überzeugt, dass sie einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben werden,“ fügte sie hinzu.

„Es war ein gutes und notwendiges Treffen,“ bestätigt Teilnehmer Matthías Björnsson. „Soviele Dinge passieren in der Gesellschaft – das wichtigste ist nun, an einer gerechten Gesellschaft zu arbeiten.“

Björnsson fand es wichtig, dass sich hier die Nation getroffen hat um über Ethik zu sprechen, weil unmoralisches Verhalten in den letzten Jahren immer mehr akzeptiert worden ist. „Ich hätte allerdings gerne noch mehr über die Unabhängigkeit des Landes gesprochen.“

Teilnehmer diskutieren ihre Zukunftsvisionen.

Die Teilnehmer, von denen die meisten nach einer Zufallsauswahl eingeladen worden waren, wurden in 162 Gruppen aufgeteilt. In diesen Gruppen gab es auch Teilnehmer, die aufgrund ihrer führenden Rolle in Unternehmen, Organisationen, dem Parlament und der Regierung eingeladen worden waren.

Darunter befanden sich unter anderem Finanzminister Steingrímur J. Sigfússon, Umweltministerin Svandís Svavardóttir und der Vorsitzender der Unabhängigkeitspartei, Bjarni Benediktsson. Sie beteiligten sich an den Diskussionen wie alle anderen Teilnehmer auch und sassen nicht am gleichen Tisch.

Jede Gruppe hatte einen Moderator, der bestimmte Themen zur Sprache brachte und die Leute ermutigte, ihre Ideen und Meinungen aufzuschreiben.

Danach stimmten die Teilnehmer über Schlagworte und Sätze ab und übermittelten ihre Wahl von wichtigen Ideen und Werten an eine Datenbank, von wo aus die Ergebnisse der Versammlung präsentiert wurden.

Die Beiträge der Teilnehmer werden sortiert.

Fotos von Eygló Svala Arnarsdóttir.

Aus den Werten, die am häufigsten genannt wurden, erstellte man neun Diskussionthemen, die Säulen für die Gesellschaft darstellten: Erziehung, Wirtschaft, Wohlfahrt, Umwelt, Verwaltung, Nachhaltigkeit, Familie, Gleichheit und Andere Themen (später in „Chancen“ umbenannt).

„Im Sinn hatte ich das Ziel, kritische Gedanken und Argumente der Leute zu stärken und zu unterstützen,“ sagte Gunnar Hersveinn, einer der Autoren, die auf freiwilliger Basis für die Volksversammlung arbeiten. Er hofft ebenfalls, dass die Ergebnisse der Versammlung einen positiven Einfluss auf gesellschaftliche Diskussionen haben werden.

Sämtliche Ideen, die während der Volksversammlung zusammengetragen wurden, sollen gespeichert und veröffentlicht werden. Ihre Urheber können natürlich nicht nachvollzogen werden, doch sind alle mit Alter, Geschlecht und Wohnort gekennzeichnet, und können so für Sozialstudien genutzt werden.

Klicken Sie hier um mehr über die Volksversammlung zu lesen.

Übersetzung: Dagmar Trodler.

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