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Immer weniger Papageientaucher

Es gibt Anzeichen dafür, dass die isländische Papageientaucherpopulation in diesem Jahr stark gefährdet ist. Der Biologe Erpur Snær Hansen ist gerade von einer Forschungsreise über die Insel zurückgekommen, wo er die Lage der Papageientaucher und anderer Seevögel untersucht hatte. Erpur zufolge steht die Population vor einem Kollaps. „Dies ist das zwölfte Jahr in Folge, dass die Brutzeit auf den Westmännerinseln nicht erfolgreich verläuft,” sagte er visir.is.

Im Jahr 2003 lebten etwa acht Millionen Papageientaucher in Island. Ihre Zahl ist auf etwa fünf Millionen gesunken, was einen Verlust von 37 Prozent bedeutet. Die Internationale Vereinigung für die Bewahrung der Natur (IUCN) hat eine rote Liste der gefährdeten Tierarten zusammengestellt. Mit einem Populationsrückgang von 30 Prozent oder mehr innerhalb eines Jahrzehnts erhält eine Spezies einen Platz in der Roten Liste. „Die jungen Vögel – die, die auch gejagt werden – sind in drei Viertel der Population verschwunden” erklärt Erpur.

Überdies gebe es Wärmeperioden in einem Rhythmus von 70 Jahren. Während dieser wärmeren Perioden kollabiert regelmäßig der Bestand der Kleinstfische, von denen die Papageientaucher sich ernähren. „Zur Zeit herrscht eine solche Warmperiode. Aber auch die Meerestemperatur verändert sich, dies wird allerdings von Menschenhand verursacht.”

Die Lage der Papageientaucher ist nicht überall gleich dramatisch. In den Gewässern Nordislands gibt es immer noch genug Kleinstfisch und der Vogelbestand ist dort nicht so gefährdet wie andernorts.

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