Hofsjökull nach warmem Sommer um 45 Prozent geschwunden Skip to content
The Glaciological Society's spring trip to Grímsvötn on Vatnajökull glacier.
Photo: Vatnajökull Grímsfjall Grímsvötn Bárðarbunga Kverkfjöll Jöklar Jökull Vísindi.

Hofsjökull nach warmem Sommer um 45 Prozent geschwunden

Die Eisschmelze am Gletscher Hofsjökull ist im gerade vergangenen Sommer ungewöhnlich stark ausgefallen, und dies vor allem am Nordteil des Gletschers, weil es im Norden des Landes sonnig und warm gewesen ist. Die Schmelze lag um 45 Prozent höher als in einem Durchschnittsjahr, berichtet RÚV.

Bei ihrer Herbstfahrt auf den Hofsjökull hatten Experten Messungen im Eis durchgeführt. Die Schneemenge des vergangenen Winters war für den Zeitraum der letzten 30 Jahre normal ausgefallen, die Schneeschmelze hingegen fiel stärker aus.
“Vor allem im Spätsommer und dann besonders am Nordteil des Gletschers. Wir halten es für wahrscheinlich, das dies damit zusammenhängt, wie sonnig es im Nordland nahe des Gletschers gewesen ist,” erklärt der Gletscherexperte Þorsteinn Þorsteinnsson vom isländischen Wetterdienst. “Unsere vorläufigen Ergebnisse weisen darauf hin, dass der Hofsjökull im Vergleich zu Durchschnittsjahren, oder im Zeitraum der vergangenen 30 Jahre um 40 bis 45 Prozent geschwunden ist.”

Im Ganzen betrachtet müsse man damit rechnen, dass der benachbarte Langjökull in seiner jetztigen Form vor dem Ende des Jahrhunderts verschwunden sei, der Hofsjökull möglicherweise zum Ende des nächsten Jahrhunderts. Diese Berechnungen stützen sich auf Messdaten aus den letzten 30 Jahren. Der Vatnajökull sollte demnach länger als Gletscher bestehen bleiben, weil er grösser sei, doch auch dort sei die Eisschmelze in diesem Jahr ungewöhnlich stark ausgefallen.

“Das bedeutet, dass dieser Gletscher, der beispielhaft für diese grossen Gletscher des Hochlandes steht, weiter schwindet. Wir haben dort über 30 Jahre Messungen angefertigt, und nur in fünf von diesen 33 Jahren ist er an Masse gewachsen. Doch nun gab es ein Jahr des Rückgangs, welches eins der grössten Schwundjahre im Gesamtbild war.” sagt Þorsteinn.
Die Messergebnisse sollen auf der Jahreskonferenz der Glaziologen in Oslo in der kommenden Woche vorgestellt werden.

 

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