Heringtod kostet den Staat Millionen Skip to content

Heringtod kostet den Staat Millionen

Die Reinigungsarbeiten am Kolgrafafjörður in Westisland werden den Staat 33,6 Mio ISK (205,000 EUR) kosten. Geschätzte 50.000 Tonnen Hering und Schleim aus Fischöl waren nach der Heringskatastrophe am Strand in der Nähe der Farm Eiði vergraben und für eine Landverfüllungsmaßnahme bei Fíflholt in Mýrar verwendet worden, offenbart nun ein Antwortschreiben des Umweltministeriums an ruv.is.

herring_kolgrafafj_03_psFoto: Páll Stefánsson / Iceland Review.

Bevor die Reinigungsaktionen losgegangen waren, hatte die Regierung bereits 6 Mio. für die Überwachung des Fjordes ausgegeben. Insgesamt belaufen sich die Ausgaben daher auf 39,6 Mio. ISK.

Die Überwachung war wegen der Schleim- und Geruchsbelästigung durch den verrottenden Fisch nötig geworden, die die Zustände im Fjord und das Vogelleben bedrohten. Man hatte auch befürchtet, dass die Seeadlerpopulation in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.

Außerdem werde seit letztem Herbst die Heringszüge und der Sauerstoffgehalt im Fjord überwacht. Die isländische Umweltagentur hat zudem einen Notfallplan erstellt, falls sich ein derartiger Vorfall erneut ereignet. Derzeit versucht man, das Risiko zu mindern. Vorschläge und Ideen werden auf Machbarkeit geprüft und durchlaufen derzeit eine Kosten-Nutzen-Analyse.

Fischereiminister Sigurður Ingi Jóhannsson hat dem Parlament einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, welcher einen Forschungsfonds nur für den Heringsbestand vorsieht, um den katastrophalen Fischtod am Kolgrafafjörður wissenschaftlich untersuchen zu können. In dem Gesetzentwurf heißt es, dass die Gesamtkosten des Marineforschungsinstitutes 34 Mio. ISK betragen. Es wird vorgeschlagen, dass das Umweltministerium 3 Mio. ISK davon abdeckt. Der Rest, 31 Mio. ISK, würde dann durch diesen Forschungsfonds finanziert.

Per derzeitig gültigem Gesetz würden nur 13 Mio. ISK pro Jahr zur Verfügung stehen. Um den vollen Betrag abzudecken, muss daher nachgebessert werden. Die Nachbesserung für eine höhere Finanzierung soll nur für das Jahr 2013 gelten.

DT

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