Halal-Schlachtung in Island gestoppt Skip to content

Halal-Schlachtung in Island gestoppt

Das Fleischproduktionsunternehmen Sláturfélag Sudurlands (SS) beendete am Dienstag die Schlachtung von Lämmern nach islamischer Methode. Der Chef von SS Steinthór Skúlason gab an, die Entscheidung basiere auf den Reaktionen der Kunden, nachdem die neuen Praktiken des Unternehmens bekannt geworden waren.

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Isländische Schafe. Foto: Páll Stefánsson.

Skúlason sagte, SS lege Wert darauf, die Meinung seiner Kunden zu respektieren. Die zusätzlichen Kosten, ein Mitglied der islamischen Vereinigung Islands zu engagieren, um die Halal Schlachtung durchzuführen, seien ebenfalls ein Grund gewesen, von der Methode abzusehen. Die Abnahme der nach islamischem Ritus geschlachteten Lämmer sei nicht garantiert gewesen, berichtete ruv.is.

Am Dienstag trafen Vertreter von SS mit potentiellen Käufern aus dem irakischen Kurdistan zusammen, die das Fleisch probieren wollten. Auch mit möglichen Käufern aus Jordanien hat es bereits Verhandlungen gegeben. Sollten da Vereinbarungen getroffen werden können, will SS seine Entscheidung zur Halal-Schlachtung noch einmal überdenken.

In der letzten Schlachtsaison, die im August endete, wurden fast 3000 Tonnen Lamm und Hammelfleisch aus Island exportiert, das sind 30% der Gesamtproduktion des Landes. Man glaubt, dass für Halal-Fleisch ein besserer Preis erzielt werden könnte und hatte das Experiment daher gestartet.

Der Unterstaatssekretär im Agrarministerium Ólafur Fridriksson sagte, dass die Regierung kein besondere Unterstützung für den Fleischexport gewähre. Die Farmer erhalten jedoch spezielle Zahlungen, gleichgültig ob das Fleisch exportiert wird oder nicht.

Übersetzung: Dagmar Trodler.

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