Gletscherschmelze hat Auswirkung auf Vulkane Skip to content

Gletscherschmelze hat Auswirkung auf Vulkane

Geologen glauben, dass die Gletscherschmelze in Island zu einer vermehrten vulkanischen Aktivität führen wird. Dies ist die Schlußfolgerung einer neuen Studie der Geophysikerin Þóra Árnadóttir u.a., die im kommenden Journal of Geophysical Research zu lesen sein wird.

eyfjafj-eruption-glacier_psDer Ausbruch in Eyjafjallajökull. Foto: Páll Stefánsson/Iceland Review.

Die isländischen Gletscher sind in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen, und wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, werden sie in 150 bis 200 Jahren verschwunden sein, schreibt ruv.is.

Das Volumen von Europas größtem Gletscher, dem Vatnajökull, hat sich seit 1890 um mehr als 400 Quadratkilometer verringert. Das ist eine Fläche, die dreimal der des Mýrdalsjökull entspricht. Auch andere Gletscher in Island verlieren an Größe.

Mit Abnahme der Eismassen verringert sich der Druck auf die Erdkruste, was zu einer verstärkten Magmaproduktion im Erdmantel in großer Tiefe führt. Die Magma hat durch den verringerten Druck leichteren Zugang zur Erdoberfläche.

Die Autoren der Studie glauben, dass vor allem die Region unterhalb des Vatnajökull mehr Magmafluss ausgesetzt sein wird, da sie als vulkanisches Zentrum Island angesehen wird. Unter dem Vatnajökull liegt auch der Grímsvötn, Islands aktivster Vulkan.

Der vermehrte Magmafluss unterhalb des Landes könnte eine Magmamenge von 0,2 Kubikkilometern pro Jahr bedeuten. Während der Eruption des Eyjafjallajökull im Jahr 2010 waren 0,3 Kubikkilometer vulkanische Masse an die Erdoberfläche gelangt.

DT

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