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Gestrandeter Tanker zieht Schaulustige an

Das Containerschiff Godafoss, das zur Flotte der isländischen Gesellschaft Eimskip gehört und vergangenen Donnerstag bei Fredrikstad im Südosten Norwegens auf das Riff Kvernskjaer aufgelaufen ist, zog am Wochenende etliche Schaulustige an.

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Ein Containerschiff. Themenfoto: Páll Stefánsson.

Kvernskjaer liegt zwischen den Inseln Asmaloey und Kirkoey in der Nähe der grösseren Insel Hvaler. Die Gemeindeverwaltung von Hvaler erklärte, Strassen und Parkplätze in dem Bereich seien nicht in der Lage, so viel Verkehr aufnehmen, berichtete Morgunbladid.

Nach neuesten Meldungen soll das Schiff morgen weggeschleppt werden.

Die Godafoss war mit etwa 800 Tonnen unraffiniertem Erdöl und 439 Containern beladen, von denen sich 230 an Deck befanden. Das Leck befindet sich in zwei Tanks in der Mitte des Schiffes. Jeder Tank fasst 250 Tonnen Öl. Es wird vermutet, dass ein 50 Meter langes Stück des Kiels beschädigt ist.

Ólafur William Hand, Leiter der PR- und Marketingabteilung von Eimskip, erklärte, es sei nicht so viel Öl aus dem Schiff ausgelaufen, wie ursprünglich befürchtet. 40 Tonnen konnten mit einer schwimmenden Ölsperre gesammelt werden.

Die Menschen sind wegen der Gefährdung des Meeres-Nationalparks Ytre Hvaler besorgt. Auf der anderen Seite des Oslofjordes sind bereits tote Vögel mit veröltem Gefieder aufgetaucht.

Hand erklärte, die Sorge sei verständlich, welche Umweltfolgen das Leck nach sich ziehe, und er hoffe, dass sie gering sein werden. Es sei unwahrscheinlich, dass mehr Öl aus dem Schiff auslaufe, weil Seewasser in die Schifftanks eingedrungen sei.

Das Wetter sei in den vergangenen Tagen klar und kalt gewesen und das halbflüssige Öl sei betonartig geworden. Es befände sich in den Tanks oberhalb des Seewassers.

Bis Montag früh wurden 20 Container geborgen, darunter auch solche, die Sprengstoff enthielten. Die Container werden auf einen Prahm (Schleppkahn) gebracht, der acht Behälter auf einmal tragen kann, bis ein Transportschiff mit einer Kapazität von 106 Containern eingetroffen ist.

Hand sagte, die Bergungsarbeiten erforderten unter diesen Umständen beträchtliche Präzision:

„Die Container sind entweder 20 oder 40 Fuss [6 bzw. 12 m] lang und wiegen bis zu 30 Tonnen. Nach jeder Entnahme eines Containers muss Ballast und Stabilität neu kalkuliert und Seewasser in die Tanks gepumpt werden, um sicherzustellen, dass das Schiff keinen Auftrieb bekommt.“

Er betonte, die vierzehnköpfige Besatzung des Schiffes sei wohlauf und arbeite unter Anweisung des Kapitäns hart an der Rettung des Schiffes.

Hand wollte Meldungen in den norwegischen Medien, der Kapitän habe zugegeben, den Kurs falsch berechnet zu haben, nicht kommentieren. Andere Berichte besagen, das Lotsenboot habe die Godafoss zu früh verlassen.

Nun wurde bekannt, dass das Lotsenschiff die Godafoss verliess, lange bevor sie das gefährliche Riff im Fjord passierte. Nach Aussage des Eimskip-Geschäftsführers Gylfi Sigfússon war dies die Hauptursache des Unfalls.

Eimskip-Schiffe laufen seit 25 Jahren regelmässig Norwegen an, ohne dass bisher ein Unfall passierte. Die Frachter der Gesellschaft kommen einmal pro Woche nach Fredrikstad.

bv

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