Gaswolke bedroht weiterhin den Ostteil Islands Skip to content

Gaswolke bedroht weiterhin den Ostteil Islands

Die Schwefeldioxidbelastung aus Dunstwolken des Eruptionsgebietes in der Holuhraun, die der Wind nach Ostisland herüberträgt, hatte gestern Abend Rekordwerte erreicht. In Reyðarfjörður waren Werte um die 4000 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen worden. Der Alarmgrenzwert der Europäischen Union liegt bei 500 Mikrogramm.

Die Bewohner waren aufgefordert worden, in den Häusern zu bleiben, die Fenster geschlossen zu halten und die Heizung hochzudrehen.

Wetterdienst und Umweltagentur informieren regelmäßig über die aktuellen Schadstoffmessungen. Für den morgigen Tag wird erwartet, daß der drehende Wind die Gaswolke in Richtung Mývatn trägt.

Gestern war Ministerpräsident Sigmundur Davið Gunnlaugsson mit einem Hubschrauber der Küstenwache über das Eruptionsgebiet geflogen, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen, berichtet ruv.is. Am Mittwoch war eine interministerielle Arbeitsgruppe für Naturkatastrophen gebildet worden, um einen finanziellen und organisatorischen Rahmen für den Ernstfall zu schaffen.

Die Caldera der Bárðarbunga ist inzwischen um 25 Meter eingesunken. Am Freitag waren GPS-Messgeräte am Kraterrand aufgestellt worden, um den Prozess besser überwachen zu können. Die Bebentätigkeit im unterirdischen Magmagang hat sich etwas reduziert. In der Bárðarbunga selbst bebt es jedoch weiter mit Spitzenstärken von bis zu 5,0.

Aus der Holuhraun läuft die Lava weiterhin in den Gletscherfluß Jökulsá á Fjöllum. Der Lavastrom hat sich auf inzwischen 24,5 Quadratkilometer ausgebreitet, die Lavamenge wird auf 200 Millionen Kubikmeter geschätzt, heißt es im täglichen Bulletin des Geowissenschaftlichen Instituts der Universität Island.

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