Fünf Parlamentarier wollen genetische Spuren des Türkenraub von 1627 untersuchen Skip to content
Photo: Visit Vestmannaeyjar, FB.

Fünf Parlamentarier wollen genetische Spuren des Türkenraub von 1627 untersuchen

Fünf Abgeordnete der Unabhängigkeitspartei sind der Ansicht, dass der Türkenraub des Jahres 1627 in Bezug auf genetische Spuren im isländischen Erbgut näher untersucht gehört. Einen entsprechenden Vorschlag haben sie gestern dem Parlament unterbreitet.

Gedenktag zum 400. Jahrestag
Die Herren Birgir Þórarinsson, Ásmundur Friðriksson, Óli Björn Kárason und Vilhjálmur Árnason, sowie die Parlamentarierin Diljá Mist Einarsdóttir schlagen vor, dass die Premierministerin einen Ausschuss gründet, der im Jahr 2027 zum 400. Jahrestag des Türkenraubes eine Gedenkveranstaltung auf die Beine stellt. Damals waren Piratenschiffe aus Algerien und Marokko in Grindavík, in den Ostfjorden und auf den Westmännerinseln gelandet und hatten rund 400 Einwohner in die Sklaverei verschleppt.
Das isländische Genforschungsinstitut DeCode soll nach genetischen Spuren dieser Piraten suchen. Immerhin sei dies im Fall des Hans Jónatan schon einmal gelungen. Der ehemalige Sklave aus der Karibik war Kaufmann in Djúpivogur gewesen. Die Verwandtschaft seiner Nachkommen war ohne das Genmaterial des Hans Jónatan nachgewiesen worden, und ein Teil von Hans’ Genom hatte rekonstruiert werden können.

Designwettbewerb und Bildungsprojekte
Ausserdem möchten die fünf Volksvertreter, dass auf den Westmännerinseln ein Denkmal für den nach Ansicht der Parlamentarier “weltberühmten” Raub errichtet wird. Zur Enthüllung des Denkmals am 16. Juli 2017 erwarte man dann Vertreter aller am Raub beteiligten Länder, also Dänemark, Holland, Algerien und Marokko. Der Ausschuss solle überdies einen Designwettbewerb für das Denkmal veranstalten, das Siegermodell solle dann käuflich erworben werden. Ausserdem will man einen Fonds schaffen, der Bildungsprojekte über den Türkenraub betreut.
Jeder Parlamentarier kann Vorschläge für einen Parlamentsbeschluss vorlegen. Längst nicht alle Vorschläge schaffen es auf die Tagesordnung.

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