Flusspegel rund um die Katla steigen an Skip to content

Flusspegel rund um die Katla steigen an

Nachdem die Pegel der Flüsse Múlarkvísl und Jökulsá á Sólheimasandi angestiegen waren und im Mýrdalsjökull eine verstärkte Erdbebentätigkeit aufgezeichnet wurde, ist für die Region die erste Gefahrenstufe ausgerufen worden, berichtet ruv.is.

Reisende in der Region werden gebeten, ihre Mobiltelefone unbedingt auf Empfang zu schalten um im Notfall erreichbar zu sein.

Vulkanexperte Magnús Tumi Guðmundsson sagte im Interview mit RÚV, dass man jederzeit mit einer Aktivität im Mýrdalsjökull rechnen müsse. Nun kämen zwei Tatsachen zusammen – der erhöhte Wasserpegel der Flüsse und die Bebentätigkeit. Der Pegelanstieg müsse jedoch nicht zwingend bedeuten, dass die Katla sich rege, er sei auch jahreszeitlich bedingt. Im Sommer laufe das Wasseradersystem des Gletschers zusammen und könne einen verstärkten Wasserfluß nach Osten und Westen auslösen.

Die Küstenwache ist gestern Abend über den Gletscher geflogen um den Zustand der Schmelzwasserseen zu begutachten, schreibt ruv.is. Björn Oddsson vom isländischen Zivilschutz sagte, es gebe keinen Hinweis auf vulkanische Aktivität, vielmehr scheine es sich um Geothermiewasser zu handeln, welches den Seen entweiche. Die Sicht sei zwar durch Wolken behindert gewesen, doch größere Eisberge habe man nicht gesehen.

Der sich unter der Eiskappe des Mýrdalsjökull befindliche Vulkan Katla ist besonders gut überwacht. Sein Erwachen kommt niemals über Nacht, in der jüngeren Geschichte hatte er sich immer mit starken Beben im Vorfeld bemerkbar gemacht.

Bislang wird der Wasserfluss von den Experten als gering bezeichnet. Wegen des Schwefelgeruchs am Múlakvísl sollten Touristen den Fluss meiden. Schwefel reizt die Schleimhäute und Atemwege.

Die Gefahrenstufe wurde vom Zivilschutz ausgerufen, um in Bezug auf Vorsorgemaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung administrativ beweglicher zu sein.

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