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Fleischverkäufe – 11 Kilo Lammfleisch nach Spanien exportiert

Die derzeitige Wirtschaftskrise in der Europäischen Union hat sich stark auf den Export von Lammfleisch in Island ausgewirkt. Im vergangenen Jahr sind nur 11 Kilo Lammfleisch nach Spanien exportiert worden – das Gewicht von etwa vier Lammkeulen. In den Vorjahren waren es noch mehrere hundert Tonnen Fleisch gewesen.

sheep-roundup2007_esaThemenfoto: ESA.

Im Jahr 2012 sind 2457 Tonnen Lammfleisch exportiert worden, nach 3571 Tonnen im Jahr 2010, was ein Minus von 1114 Tonnen ausmacht. Der Exportwert sank von 2,1 Mrd ISK (12,2 Mio. EUR) in 2010 auf 1,8 Mrd. ISK (10,5 Mio. EUR) im letzten Jahr.

Nach Aussage von Sigurður Eyþórsson, dem Vorsitzenden des Isländischen Schafzüchterverbandes haben die hohe Arbeitslosigkeit und der Kaufkraftverlust in Spanien zu dem dramatischen Rückgang der Exporte geführt. Die Exporte nach Großbritannien sind ebenfalls gesunken, berichtete das Morgunblaðið.

Der Durchschnittspreis für ein Kilogramm Lammfleisch ist im letzten Jahr ebenfalls von 736 ISK auf 635 ISK gesunken. Der Preisverfall steht in Relation zum vermehrten Import von neuseeländischem Lammfleisch nach Europa.

Der Export in andere Märkte blieb stabil oder ist angewachsen. Norwegen war im Jahr 2012 mit einem Exportumfang von 600 Mio. ISK der größte Markt für isländisches Lammfleisch, gefolgt von den USA. Die Exporte nach Asien und Russland konnten ausgeweitet werden.

Sigurður sagte dem Morgunblaðið, dass das Freihandelsabkommen mit China zur Verbesserung der Lage beigetragen habe.

In Island selber sind die Fleischverkäufe im vergangenen Jahr angestiegen. Den höchsten Anstieg hatte der Verkauf von Pferdefleisch verzeichnet, er lag mit 682 Tonnen um 36,8 Prozent höher als im Vorjahr.

Von den insgesamt 24,865 Tonnen verkauften Fleischs waren 7800 Tonnen Geflügel, etwa 10,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Lammfleisch ging mit 6659 Tonnen an den Verbraucher, was einen Anstieg um 11,5 Prozent bedeutet. Schweinefleisch lag an dritter Stelle mit 5612 verkauften Tonnen, oder einem Minus von 4,1 Prozent, gefolgt von Rindfleisch mit 4110 Tonnen, und damit 6,6 Prozent höher als im Vorjahr.

Trotz der guten Verkäufe im Inland sollen nach Berichten die Fleischlager für Lammfleisch voll sein.

DT

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