Eruptionsgebiet wurde geräumt Skip to content

Eruptionsgebiet wurde geräumt

Das Eruptionsgebiet in der Holuhraun nördlich des Dyngjujökull ist am Nachmittag gegen 15 Uhr vom Zivilschutz geräumt worden, nachdem eine verstärkte Bebentätigkeit im Umfeld der Holuhraun eingesetzt hatte. Wissenschaftler und Journalisten mussten das Gelände verlassen. Es bestand die Sorge, daß die Eruption größer werden, an einer ganz anderen Stelle einsetzen oder daß die Spalte bis zum Dyngjujökull aufreißen könnte, berichtet ruv.is.

Offensichtlich ist mehr Magma aus der Kammer in den Intrusionsgang gelangt, der sich in den vergangenen Tagen vom Bárðarbunga aus nordostwärts gebildet hatte, als an die Erdoberfläche gelangen konnte. In der Folge war nördlich des Dyngjujökull ein etwa fünf bis sieben Kilometer langer Senkungsgraben entstanden, der an seiner Südspitze bis unter den Gletscher reicht und Befürchtungen einer subglazialen Eruption am Dyngjujökull nährt. Eine solche Eruption würde eine unmittelbar einsetzende Gletscherflut verursachen.

Die Ursache der mittäglichen Beben ist bislang ungeklärt, doch weise alles darauf hin, daß sie aus dem nördlichen Teil des Gletschers oder dem Gletscher selbst stammen, schreibt ruv,is. Denkbar sei, daß Grundwasser durch tiefe Risse im Berg in Kontakt mit der Magma gekommen ist. Zum Abend hin hatte sich die Bebentätigkeit wieder gelegt.

Bislang gibt es keinerlei Hinweise auf eine subglaziale Eruption.

Am Abend hatten Reporter der nationalen Sendeanstalt RÚV noch einmal das Gebiet überflogen und von vielen neuen Rissen in der Erde berichtet. Die Risse verliefen bis zum Dyngjujökull, und es habe den Anschein als ob das ganze Land abgesunken sei, beschrieb die Journalistin Lára Ómarsdóttir ihre Beobachtungen.

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