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Ertrunkene Pferde geborgen – MAST will ermitteln

Die im Bessastaðatjörn ertrunkenen 12 Pferde sind heute vormittag mit Hilfe von Tauchern und einem Hubschrauber aus dem zugefrorenen See geborgen worden. Die Bergungsaktion dauerte etwa eine halbe Stunde.

In diesem Link sehen Sie ein Video zu der Aktion. Das Video ist nichts für sensible Gemüter.

Das Nachrichtenmagazin kjarninn.is schreibt heute, daß die oberste Veterinärbehörde MAST den Vorfall untersuchen will. Die Tierärztin Sigríður Björnsdóttir sagte kjarninn.is gegenüber, eine eingehende Untersuchung werde im Hinblick auf das Tierwohl unternommen, und ob die Tierschutzvorschriften auf dieser Herbstweide eingehalten wurden.

Im 18. Paragraf des seit dem Spätsommer verifizierten neuen Tierschutzgesetzes heisst es, dass alle draussen gehaltenen Pferde Schutz vor Wind und Wetter geniessen sollen, entweder in Form von natürlichem Schutz wie Waldstücke oder Felsen, oder durch Bauwerke, die dann mindestens 2 Meter hoch sein müssen und Platz für alle Tiere der Herde bieten sollen. Wetterbedingungen, Wetterschutz, Zustand der Weide, sowie Futterverfügbarkeit müssen regelmässig überprüft werden.

Kjarninn zitiert den Vorsitzenden des Reitvereins Sóti sowie den Stallmeister von Íshestar, dass die Weide vor einer Woche kontrolliert worden sei, und da sei noch alles in Ordnung gewesen. MAST will nun ermitteln, ob die Aufsichtspflicht regelkonform erfüllt wurde, schreibt kjarninn.

Das letzte Unwetter ereignete sich am vergangenen Freitag und war vom Wetterdienst angekündigt gewesen.

Der isländische Tierschutzbund Dýraverndarsamband Íslands kommentierte auf seiner facebookseite:

„Wir wissen, dass dies ein schrecklicher Unfall war. Aber wir wissen auch, dass wenn diese Pferde einen Wetterschutz gehabt hätten, es unwahrscheinlich gewesen wäre, dass sie in solch einem Wetter auf das gefrorene Wasser gelaufen wären. Die Zeit ist gekommen, zu begreifen, dass ab dem Herbst ein Wetterschutz für draussen gehaltene Pferde vorhanden sein muss – bedingungslos. Ein solcher Vorfall ist keine Privatsache der Tierbesitzer. Sie betrifft uns alle.“

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