Erneut katholische Messe mit zuvielen Besuchern in Landakotskirche Skip to content
Landakotskirkja, Reykjavík Catholic Church
Photo: Golli.

Erneut katholische Messe mit zuvielen Besuchern in Landakotskirche

Zweimal sind in den vergangenen zwei Wochen in der katholischen Landakotskirche die Seuchenpräventionsregeln gebrochen worden, das erste Mal am Heiligen Abend, als sich zuviele Besucher in der Kirche befanden, und zum zweiten Mal gestern, als die herbeigerufene Polizei 51 Messbesucher in der Kirche zählte. Insgesamt sieben Messen und Gebetsstunden in polnischer und englischer Sprache waren für den Tag angesetzt gewesen. In einer der stattgefundenen Messen sollen sich 70 Personen befunden haben.

Wie im Polizeivideo zu sehen ist, wäre es kaum möglich gewesen, den gebotenen Abstand einzuhalten, und nur wenige trugen einen Mund-Nasenschutz. Ausserdem sind zur Zeit nur 10 Personen an einem Ort erlaubt.

Bischof Tencer bat die für die Seuchenschutzregeln verantwortlichen Entscheidungsträger um eine Regeländerung, da nicht alle Lebensbereiche gleich behandelt würden, berichtet RÚV. So gilt etwa in Geschäften die Regel, dass sich pro 10 qm fünf Personen in der Räumlichkeit befinden dürfen, höchstens jedoch 100 Personen insgesamt, wenn sie zwei Meter Abstand zu anderen halten können. Bei Beerdigungen sind 50 Personen gestattet.

“Eigentlich ist es unverständlich, dass nicht überall die gleichen Regeln gelten, wo auch die Bedingungen ähnlich sind. Wir wollen natürlich alle Regeln einhalten, aber keine Sonderregeln, die offenbar nur für die katholische Kirche gelten,” formulierte Sera Jakob Rolland, der Vertreter des Bischofs, RÚV gegenüber.

Der stellvertretende Leiter des Zivilschutzes, Rögnvaldur Ólafsson hatte zuvor angegeben, der Vorfall betrübe ihn. “Jeder weiss, warum wir diese Regeln haben und was wir tun. Wir versuchen eine globale Pandemie zu bekämpfen. Darum haben wir diese Regeln. Wenn Leute das nicht gut finden und glauben, sie müssten sich nicht an die Regeln halten, können sie einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung beim Gesundheitsministerium stellen. Das ist die korrekte Prozedur. Ansonsten sollte sich jeder an diese Regeln halten, und bis auf wenige Ausnahmen tun die Leute das auch,” sagte Rögnvaldur.

Die Vorfälle in der Kirche, sowie die Party im Ásmundarsalur, wo unter etwa 50 Gästen auch Finanzminister Bjarni Benediktsson am Heiligen Abend angetroffen worden war, werden derzeit polizeilich untersucht.

 

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