Dritter Tourist im Hochland tot aufgefunden Skip to content

Dritter Tourist im Hochland tot aufgefunden

By Iceland Review

Der 55-Jährige, der nach einem Trip zum Eruptionsgebiet im südlichen Hochland am Sonntagnacht vermisst worden war, ist ebenfalls tot aufgefunden worden. Die Leiche seiner 43-jährigen Begleiterin war bereits gefunden worden.

Das leere Auto wurde nördlich von Mýrdalsjökull auf der Strasse F 210 gefunden.

Die dritte Vermisste, eine 33-jährige Frau, wurde lebend gefunden. Sie war unterkühlt und erschöpft, befand sich aber sonst in gutem Zustand und konnte bereits aus dem Krankenhaus wieder entlassen werden, berichten Morgunbladid und Fréttabladid.

Die Leute waren am Sonntagabend in einem Honda CRV SUV über Fljótshlíd zum Eruptionsgebiet am Fimmvörduháls-Pass gefahren. Man glaubt, dass sie sich auf dem Heimweg befanden, als sie sich verirrten.

Gegen 1 Uhr nachts hatte der Fahrer Hilfe beim Bergungsteam angefordert. Zu diesem Zeitpunkt befanden sie sich möglicherweise in einem Sumpfgebiet bei der Tröllagjá Kluft in der Nähe des Flusses Gilsá an der Strasse F 261.

Polizei und Bergungsteams suchten das Gebiet über fünf Stunden ab, doch sie fanden keine Spur von den Vermissten, obwohl diese in ständigem Telefonkontakt zur Polizei standen.

Um 6.30 in der Frühe des Ostermontag gab der Mann an, dass es ihm gelungen war, sein festgefahrenes Auto wieder flottzumachen, und dass er eine Piste gefunden habe, von der er glaube dass sie ihn nach Flótshlíd führen würde. Offensichtlich hatte es sich jedoch um einen Weg gehandelt, der die Touristen nur tiefer ins Hochland brachte.

Gegen 2 Uhr in der Nacht des Montag benachrichtigten die Angehörigen der Touristen die Polizei, weil sie von den dreien nichts mehr gehört hatten und besorgt waren, dass sie sich wieder verirrt hatten.

Eine ausgedehnte Suche wurde daraufhin anberaumt. Zu diesem Zeitpunkt waren 270 Helfer an der Suche beteiligt, und ein Hubschrauber der Küstenwache wurde angefordert. Den Hubschrauber benutzte man dann dazu, die Überlebende zum Krankenhaus nach Reykjavík zu bringen und später, um die Leiche der zweiten Frau zu bergen.

Gegen 5 Uhr verschlechterten sich die Flugbedingungen derart, dass der Hubschrauber seine Mitarbeit abbrechen musste. Von da an wurde die Suche in Geländefahrzeugen, Skidoos, auf Telemark-Skiern und zu Fuss fortgesetzt, auch Spürhunde wurden eingesetzt. Das abgesuchte Gebiet ist ein ausgedehntes Lavafeld, auf welchem ein Fortkommen äusserst schwierig ist.

Gestern am frühen Nachmittag wurde dann die 33-Jährige aufgefunden, die den Weg von Emstrur (F 210) in der Nähe des Einhyrningur-Bergs herunterkam. Am späten Nachmittag wurde das verlassene Auto gefunden – der Benzintank war leer. Das Auto befand sich etwa neun Kilometer von dem Ort enfernt, wo man die Überlebende auffand.

Die Leiche der 43-Jährigen wurde etwa 700 Meer vom Auto gefunden. Man setzte die Suche nach dem Mann fort. Seine Leiche wurde gegen 21.30 Uhr fünf Kilometer vom Auto entfernt entdeckt.

Nach Angaben des Fréttabladid war der Benzintank leer gewesen, nachdem die Touristen etwa 30 Kilometer nordöstlich in Richtung Emstrur unterwegs gewesen waren.

Ortskundige sagen, es sei unglaublich, dass die Touristen überhaupt so weit mit einem SUV gekommen seien.

(SUV: Sports Utility Car. Kein Geländewagen, sondern ein PKW mit einem ähnlichen Fahrkomfort wie bei einer Limousine, jedoch mit einer erhöhten Geländegängigkeit sowie mit einer Karosserie, die an das Erscheinungsbild von Geländewagen angelehnt ist. Die Geländetauglichkeit ist unterschiedlich; manche SUVs verfügen, da sie vorwiegend für die Nutzung im Strassenverkehr bestimmt sind, nicht über Allradantrieb.)

In der Region gibt es kein Mobilfunknetz, die Touristen waren nicht für eine Wandertour im winterlichen Hochland ausgerüstet und hatten kaum Ausrüstung und Proviant bei sich.

Am Montagmittag hatte der Mann sich entschieden, zu Fuss Hilfe zu suchen. Die Frauen verliessen das Auto eine nach der anderen am gestrigen Morgen.

Die Namen der beiden Toten sind bisher nicht veröffentlicht worden. Alle drei Touristen sind Isländer gewesen.

Klicken Sie hier um mehr darüber zu lesen.

Übersetzung: Dagmar Trodler.

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