Die Königsdisziplin - T1 Skip to content

Die Königsdisziplin – T1

Heute findet die T1, die Königsdisziplin des Tölts, statt. Diese Prüfung offenbart, ob ein Pferd im Tölt wirklich an den Hilfen steht und geschmeidig dem Reiter folgt. Im ersten Prüfungsteil wird Langsames Tempo Tölt für eine ganze Runde gezeigt, danach folgt ein Prüfungsteil, in welchem auf den langen Seiten Tempo zugelegt wird. Vor der Kurve muss das Tempo für die kurze Seite der Bahn wieder zurückgenommen werden. Im dritten Aufgabenteil wird Starkes Tempo Tölt gezeigt.

Die T1 ist wegen ihrer Spektakularität und ihres außerordentlich hohen Schwierigkeitsgrades Publikumsliebling.

Karly Zingsheim startete heute morgen in dieser schwierigen Prüfung. Sein 12-jähriger Schimmel Dagur, seit Jahren erfolgreich im internationalen Turniersport unterwegs, wirkte müde und glanzlos und zeigte Taktfehler in den Tempoverstärkungen. Zwischen den Prüfungsteilen rollte er sich hinter der Hand des Reiters ein. Mit einer Gesamtnote von 7,90 wird Karly diesmal leider nicht ins Finale einziehen können.

Der ehemalige Zuchtweltmeister Victor frá Diisa zeigte atemberaubendes starkes Tempo Tölt mit großartiger Vorhandbewegung und kam auf eine Gesamtnote von 8,27. Victor ist ein schönes Pferd mit einem athletischen Körper. Die imposant fliegenden Vorderbeine lenken den Blick ab von den Geschehnissen am Pferdemaul. Das Pferd wurde von seiner dänischen Reiterin Isabelle Felsum mit so fordernder Hand im langsamen Tempo zusammengestellt, daß es kein „Anlehnungsproblem“ gab. Zum äußersten gespannt absolvierte es die Übergänge in den geforderten Tempounterschieden fehlerlos, aber ohne jede Leichtigkeit. Selbst im folgenden starken Tempo gab es keinen Moment des Nachgebens aus Reiterhand – auch nicht am Ende der Prüfung.

Noten haben ihren Preis für die Pferde.

stefanie
Stefanie Wilhelm auf Heimir frá Holtsmúla. Foto: Henk Peterse

Eine wunderschöne Leistung erbrachte die Östereicherin Stefanie Wilhelms auf Heimir frá Holtsmúla. Der Hengst war in allem Prüfungsteilen dicht bei seiner jungen Reiterin, folgte ihr in jeder Bewegung und glich einer feuerroten Welle. Davon möchte man mehr sehen!

Auch Gunnar Hoyos war auf Ísbjörn frá Vindási im Einklang unterwegs – die beiden unternahmen ihr T1-Projekt gemeinsam und glänzten durch sauberes Reiten und Ausstrahlung.

Altmeister Hinrik Bragason auf Smyrill frá Hrísum zeigte eine fehlerlose Leistung in höchster Konzentration. Die Übergänge bei den Tempoübergängen waren sauber und ohne große Zügeleinwirkung erwirkt, das starke Tempo Tölt beeindruckend. Das Pferd zeigte nicht ein einziges Mal Unmut mit seinem Reiter. Hier gibt es ein Video von den beiden.

Die zweite Teilnehmerin des isländischen Teams an diesem Morgen war Karin Líndal Marteinsdóttir auf Týr frá Thverá II. Die Reitlehrerin aus Hólar zeigte auf dem imposanten Rappen, daß Hilfengebung nicht grob sein muss. Für Noten über 7 reichte es jedoch nicht.

Hier sieht man ein Video der deutschen Favoritin Frauke Schenzel auf Tigull vom Kronshof.

DT

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