Deutsche Bank weist Kaupthing-Behauptung zurück Skip to content

Deutsche Bank weist Kaupthing-Behauptung zurück

Ein Sprecher der Deutschen Bank hat Äusserungen des ehemaligen Kaupthing-Vorstandsvorsitzenden Sigurdur Einarsson zurückgewiesen, der in einem Brief von Januar 2009 behauptet hatte, die Bank hätte Kaupthing geraten, Credit Default Swaps (CDS) auf sich selbst zu kaufen. (CDS sind Versicherungen gegen Kreditausfälle, die spekulativ gehandelt werden.)

Das Hauptsitz von Kaupthing in Reykjavík. Copyright: Icelandic Photo Agency.

„Sie kamen zu uns und baten uns, den Handel vorzubereiten. Es war nicht unsere Idee“, sagte ein ungenannter Sprecher der Deutschen Bank in einem Interview mit Morgunbladid am Montag. Dies sei ein üblicher Handelsvorgang gewesen und habe keinen Einfluss auf den Preis von Kaupthings CDS gehabt.

Wie Morgunbladid letzte Woche berichtete, hatte Kaupthing der Trenvis LTD, einer von Kaupthing im August 2008 gegründeten Gesellschaft, die später auf Kevin Stanford, den damals viertgrössten Aktionär von Kaupthing, umgeschrieben wurde, einen Kredit von 41,7 Millionen Euro gewährt, um CDS auf die Bank selbst zu kaufen.

Der Preis der Credit Default Swaps wird als Indikator genutzt, wie vertrauenswürdig ein Unternehmen ist. Im Sommer 2008 war der CDS-Index von Kaupthing auf Grund negativer Presseberichte extrem ungünstig.

„Auf den Vorschlag der Deutschen Bank hin haben wir uns entschieden, zu sehen was passiert, wenn die Bank selbst Credit Default Swaps kauft. Das war nicht einfach, da die Bank keine Credit Default Swaps auf sich selbst kaufen konnte. Daher baten wir vertrauenswürdige Kunden, mit denen uns bereits eine langjährige vertrauensvolle und loyale Geschäftsbeziehung verband, diesen Handel im Auftrag der Bank durchzuführen“, schrieb Einarsson in dem Brief vom Januar, der an Freunde und seine Familie adressiert war.

„Wenn es diese besonderen Umstände nicht gegeben hätte, hätten wir natürlich diesen Handel niemals unternommen. Das Geschäft wurde mit den besten Absichten für die Bank abgewickelt und in völliger Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften“, erklärte Einarsson in dem Brief.

Islands Staatsanwalt für die Untersuchung des Bankenzusammenbruchs untersucht gegenwärtig unter anderem auch diesen Fall.

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter