Botulismusverdacht in Nordisland Skip to content

Botulismusverdacht in Nordisland

Der Tod von vier Pferden im Skagafjörður Anfang Januar könnte durch eine Botulismusvergiftung verursacht worden sein, schreibt visir.is

heuballen
Foto: Dagmar Trodler/Iceland Review

Botulismus wird durch Sporen der Bakterie Clostridium Botulinum ausgelöst, welche im Boden lebt und sich nur unter Sauerstoffausschluß vermehrt. Tierkadaver, verfaulte Pflanzen und stehende Gewässer stellen damit die größten Gefahrenquellen dar.

Besonders problematisch sind nicht ausreichend silierte Heuballen: ist der Milchsäuregehalt in der Silage nicht hoch genug, können sich anaerobe Bakterien etwa aus toten Mäusen vermehren und den Ballen unsichtbar vergiften.

Die Krankheit ist durch Nervenlähmung charakterisiert, zunächst im Schlundbereich, später in der Verdauuungs- und Skelettmuskulatur, und führt in den meisten Fällen zum Tod. Behandelt werden kann nur symyptomatisch.

Sigríður Björnsdóttir, die Pferdetierärztin der isländischen Veterinärüberwachungsbehörde MAST, sagte gegenüber visir.is, daß im Pathologischen Institut Keldur derzeit Proben untersucht würden. Das nehme Zeit in Anspruch. Währenddessen würden die anderen Pferde auf dem Hof engmaschig überwacht.

Ihrer Ansicht nach sei die Ursache in vergammelten Heuballen zu suchen, auch in früheren Jahren sei solch eine Vergiftung schon vorgekommen.

Sie befürchtet, daß es durch die schwierigen Bedingungen in der Heuernte des letzten Jahres noch mehr verunreinigte Heuballen gebe. Pferde seien für die Botulinumtoxine besonders empfindlich. Die Toxine seien völlig geruchlos und winzige Mengen reichten aus um ein Pferd zu vergiften.

Mehr zur Krankheit lesen Sie hier.

DT

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