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Bläulicher Nebel an der Ausbruchsstelle

Ein bläulicher Nebel oder vielleicht auch ein Gas wurde am Dienstag beobachtet über Gígjökull, der Gletscherzunge am Eyjafjallajökull, wo Lava aus dem Vulkan fliesst. Möglicherweise hängt der Nebel mit der Lava zusammen.

Foto: Páll Stefánsson.

Dampfwolken stiegen in die Luft, sie waren am Dienstag allerdings kleiner als am Vortag. Die Dampfwolken erreichten eine Höhe von 5,8 bis sechs Kilometern ab dem Krater, berichtet mbl.is.

Immer noch versuchen Neugierige, die abgesperrten Gebiete zu betreten.

Der Zivilschutz erinnert die Bevölkerung daran, dass das Gas am Gígjökull gefährlich sein kann. Die Ausbruchsstelle bietet zwar ein spektakuläres Bild, aber ein sicherer Abstand muss unbedingt eingehalten werden.

Die markierten Gebiete auf dieser Karte zeigen die Sperrungen. Der Zivilschutz fordert alle Besucher auf, die Absperrungen zu respektieren.

Ungewiss ist noch, welche Auswirkungen der Ausbruch auf den Gletscher selbst haben wird.

Neue Gletscherspalten haben sich gebildet, und im Südteil gibt es in 50 Meter Tiefe mindestens einen Wasserlauf unter dem Gletscher.

Auf den Radarbildern, die die Küstenwache am Dienstag lieferte, sind die wachsenden Kanäle in Gígjökull deutlich zu erkennen, ausserdem die sich auftürmenden vulkanischen Berge am Kraterrand. Der Krater selbst hat sich auf inzwischen 280 mal 190 Meter geöffnet.

Ein Augenzeuge in Fljótshlíd (an der Strasse F 261 von Hvolsvöllur) hat am Dienstag Lava mehrere hundert Meter über dem Krater hochspritzen sehen.

Der Vulkan ist weiterhin sehr aktiv. Der Ascheausstoss und die Explosionskraft ist in den vergangenen Tagen weiter angestiegen, obwohl die Aktivität nicht mehr so heftig ist wie in den ersten Tagen des Ausbruchs. Dennoch deutet derzeit nichts darauf hin dass sich der Ausbruch dem Ende nähert.

Die Verbindung zwischen dem Hauptkrater von Eyjafjallajökull und Gígjökull könnte bald einbrechen. Dann könnten giftige Gase wie Kohlendioxid oder Schwefelwasserstoffe einen leichteren Weg an der Gletscherzunge herab und auf die Sandbänke im Markarfljót finden.

Die vulkanische Wolke war am Dienstag deutlich zu sehen, weil ihre Farbe dunkler als in den vergangenen Tagen ist. Stöd 2 berichtet, der Grund dafür sei eine grössere Explosionsaktivität, die mehr Asche produziert. In den kommenden Tagen muss daher wieder mit Aschefall gerechnet werden.

Lesen Sie hier mehr zum Ausbruch.

Unsere Sonderausgabe des Iceland Review Magazins mit Fotos und Artikeln zum Vulkanausbruch.

Übersetzung: Dagmar Trodler.

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