Blaue Armee kämpft gegen Müll Skip to content

Blaue Armee kämpft gegen Müll

Die Blaue Armee (Blái herinn) ist eine informelle Organisation, gegründet von dem Sporttaucher Tómas J. Knútsson aus Sandgerdi, Südwestisland, der den Müll in Island leid war und nicht wollte, dass Besucher den ganzen Dreck sehen.

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Wilde Müllkippe in Ostisland. Foto: bv.

Knútsson benutzt einen alten blauen Armeelastwagen, der vorne einen Kran und hinten eine Ladefläche hat, um Müll, z.B. schwere Fischnetze, von den Stränden wegzubekommen, berichtete Morgunbladid.

Als Knútsson 1995 von einem Auslandsaufenthalt wieder nach Island zurückkam, gründete er eine Sporttauchschule. Mit seinen Schülern säuberte er Bereiche, wo sie tauchen wollten, und bald darauf war die Blaue Armee gegründet und seine Familienmitglieder in die Arbeit einbezogen.

Innerhalb von 16 Jahren hat die Blaue Armee 875 Tonnen Müll aus der isländischen Landschaft entfernt, hauptsächlich auf der Reykjanes-Halbinsel, aber auch auf den Westmännerinseln im Süden und bei Akranes im Westen. 48.000 Stunden freiwilliger Arbeit wurden bisher in dem Projekt geleistet.

Die Arbeit wird von mehreren Firmen, Vereinigungen und Institutionen gefördert, u.a. von Toyota, Reykjanesbaer, Reykjaneshöfn, Pokasjódur, Althingi, Hitaveita Sudurnesja und der Blauen Lagune.

„Die Gemeinden sind auch sehr bemüht, mir Geld für bestimmte Projekte zu geben“, sagte Knútsson. „Zur Begutachtung des Areals, das ich säubern will, fotografiere ich und schicke die Bilder der Person oder der Gemeinde, die der Besitzer ist, und frage um Erlaubnis oder ob sie es so belassen wollen. Sie sind normalerweise einverstanden.“

„Ich versuche subtil vorzugehen, um das Umweltbewusstsein der Leute zu wecken. Wenn das nichts nutzt und die Leute nicht reagieren, sende ich diese Bilder manchmal an die Zeitungen. Das dient als Ermunterung.“

Die Blaue Armee wird durch Sportvereinigungen und Verbänden wie SEEDS unterstützt, die Arbeiten im Umwelt- und Kulturbereich mit freiwilligen Helfern aus der ganzen Welt organisieren.

Knútsson möchte vielleicht ins Touristik-Geschäft einzusteigen. „Ich denke darüber nach, spezielle Müllspaziergänge für Menschen zu organisieren, die unser Anliegen unterstützen wollen.“

bv

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