Angestellte des Naturkundemuseums in Kópavogur fanden kürzlich grosse (2,5 – 3 mm) Wasserflöhe im Teich Bakkatjörn in Seltjarnarnes, einer Nachbargemeinde von Reykjavík. Solche Wasserflöhe wurden vorher noch niemals in Island gesehen.
Ein gefrorener Teich in Island. Foto: Geir Ólafsson.
Der Teich war bedeckt von einer zehn bis 15 Zentimeter dicken Eisschicht, und die Wassertemperatur betrug um 0,5°C. Die Entdeckung war eine so grosse Überraschung, da sich solche Organismen in dieser Jahreszeit normalerweise in Erstarrung befinden, berichtet Morgunbladid.
Die Wasserflöhe sind möglicherweise planktonische Krebstiere der Nordamerikanischen Art Daphnia salina, die eigentlich in Salzwasser leben.
Die Wissenschaftler versuchen nun herauszufinden, wie die Wasserflöhe in den Bakkatjörn gelangt sind und wie sie in so kaltem Wasser überleben können.
Eine Theorie ist die, sie seien von Vögeln mitgebracht worden, die beim Flug in ihre Brutgebiete in Kanada in Island rasteten.
Hier finden Sie Bilder der Wasserflöhe auf den Internetseiten des Naturkundemuseums Kópavogur.
Übersetzung: Gabriele Schneider.