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Bessere Überwachung für isländische Vulkane

Isländische Vulkane werden im Rahmen eines Forschungsprojektes mit über 100 verschiedenen Überwachungssensoren ausgerüstet sein. Das Projekt hat weltweit Aufmerksamkeit erregt, die ersten Sensoren waren in diesem Sommer gesetzt worden.

eyjafjallajokull-black02_psDer Ausbruch in Eyjafjallajökull. Foto: Páll Stefánsson/Iceland Review.

Die EU hat das Projekt mit 1 Mrd. ISK (6,3 Mio. EUR) finanziell unterstützt. Ziel des Projektes ist es, ein System zu entwickeln, mit welchem die vulkanische Aktivität in Zukunft effizienter überwacht werden kann.

Die GPS Monitore, Seismographen und Sensoren überwachen die Freisetzung von vulkanischen Gasen, Veränderungen im elektrischen Feld, die Ausdehnung von Vulkanen, sowie Klangwellen und sollen auf den Hauptvulkanen des Landes, vor allem auf den aktiven Vulkanen zum Einsatz kommen, berichtet ruv.is.

Einige der Sensoren waren bisher noch nicht in Island im Einsatz gewesen, wie etwa der Klangsensor im Wald Þjórsárdalsskógur.

„Wir studieren alles, die kleinsten Erdbeben und die winzigsten Aktivitäten. Wenn sich Vulkane nur um wenige Millimeter ausdehnen, werden wir versuchen das mitzubekommen, durch die Sensoren im Boden und durch die Satellitenüberwachung, und alles durch ein Modell miteinander verknüpfen, welches den Magmafluß errechnet und das Verhalten des Vulkans aufzeigt,“ sagte Freysteinn Sigmundsson, Geophysiker am Institut für Geowissenschaften der Universität Island.

Man erhofft sich, den Start einer Eruption und ihren Verlauf besser vorhersagen zu können und bessere Ascheflugvorhersagen treffen zu können.

Der Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull im Jahr 2010 zeigte, dass es für solche Vorhersagemodelle Notwendigkeit gibt. Island ist nun zum Versuchsgelände für den Rest der Welt geworden.

Der isländische Wetterdienst wird alle Daten der Sensoren sammeln und als Zentrum des Forschungsprojektes dienen. „Die Hauptarbeit … liegt darin, alle Daten zu sammeln, sie in einen Kontext zu setzen und parallel zu verarbeiten,“ sagte Benedikt G. Ófeigsson vom Wetterdienst.

Das Projekt, eine Weltneuheit, wird vom isländischen Wetterdienst, der Universität Island und 26 weiteren Institutionen aus zehn verschiedenen Ländern durchgeführt.

DT

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