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Bedrohte Naturschönheiten

Die isländische Umweltbehörde hat den Zustand der Naturschutzgebiete auf Anfrage des Umweltministeriums aufgelistet. Der Bericht zeigt, einige der schönsten Regionen Islands befinden sich in einer äusserst traurigen Lage.

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Gullfoss. Foto: Páll Stefánsson.

„Die Situation ist ernst, der Eingriff in einige unserer wertvollsten Gebiete ist so stark, dass sie ihren Schutzstatus verlieren und möglicherweise künftig nicht mehr Touristenmagnet sein werden“, sagte die Umweltministerin Svandís Svavarsdóttir zu Fréttabladid.

Es sei dringend notwendig, sofort Schritte zu unternehmen um neun Gebiete zu schützen. Dazu gehört der Wasserfall Gullfoss, der Geysir-Bereich, das Hochland zwischen Fjallabak und Landmannalaugar und der beliebte Wanderweg Laugavegur. Acht andere Gebiete sind auf der Beobachtungsliste der Umweltbehörde.

Svavarsdóttir sagte, es sei wichtig eine Basis zu schaffen, zum Beispiel Einkommensquellen, um besser auf die Schutzzonen aufpassen zu können. „Wenn diese Gebiete noch mehr von ihrer Schutzwürdigkeit verlieren als es gegenwärtig schon der Fall ist, müssen wir den Zugang zu ihnen begrenzen.“

Im RÚV-Nachrichtenmagazin Kastljós wurde das Geysirgebiet besonders erwähnt. Sicherheitsmassnahmen fehlen (im Sommer erlitt ein kleines Mädchen ernsthafte Verbrennungen, nachdem es in den Ablauf der heissen Quelle gefallen war) und die Leute werfen Münzen und sogar Abfall in die Quellen.

Der Bereichsleiter der Umweltbehörde Ólafur Arnar Jónsson sagte, einige Verbesserungen seien schon gemacht worden. So habe man alle Seile um die heissen Quellen herum erneuert und Schilder aufgestellt, die vor dem heissen Wasser warnen. Weitere Verbesserungen seien geplant.

Auf der roten Liste der Umweltbehörde stehen neben Gullfoss und Geysir:

• Vogelparadies Dyrhólaey, eine Halbinsel in der Nähe von Vík, Südisland

• Naturreservat Fjallabak mit Landmannalaugar im südlichen Hochland

• Krater Grábrókargígar im Nordurárdal, Westisland

• ehemalige Mineraliengrube Helgustadanáma bei Eskifjördur, Ostisland

• Thermalgebiet Hveravellir im Hochland

• Naturschutzgebiet Reykjanesfólkvangur, Südwestisland

• Schlucht Surtarbrandsgil, Westfjorde

• Teigarhorn, Ostisland

Bedroht sind die Naturschutzgebiete im Hochland durch wachsende Zahlen von Wander- und Reitergruppen, unkontrolliertes Herumfahren und das Vordringen der Lupinen. In Ost- und Westisland müssen Gesteinsformationen gegen Mineralienjäger geschützt werden.

Acht Naturschutzgebiete gelten als gefährdet und stehen auf der orangen Beobachtungsliste, darunter die Region um den Mývatn in Nordostisland.

Übersetzt und ergänzt von Bernhild Vögel.

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