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Bald Windräder in Island?

Das staatliche isländische Energieunternehmen Landsvirkjun plant, Windenergie für die Stromherstellung zu nutzen. Eine Arbeitsgruppe wurde kürzlich eingerichtet um herauszufinden, welche Gebiete für Windkraftanlagen geeignet sind. Nach ersten Schlussfolgerungen ist das Tiefland in Südisland das beste Areal für einen solchen Betrieb.

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Sólheimasandur in Südisland. Werden hier bald Windräder gebaut werden? Foto: Páll Stefánsson.

Úlfar Linnet, ein Spezialist für Energieerkundung bei Landsvirkjun und Mitglied der Arbeitsgruppe, sagte gegenüber Fréttabladid, die endgültigen Ergebnisse der Untersuchung seien in etwa einem Jahr zu erwarten.

„Wir führen alle Basisarbeiten durch, die vor Beginn des Betriebes durchgeführt werden müssen“, sagte Linnet. „Ausgedehnte Untersuchungen sind notwendig und es ist wichtig, dass wir erfolgreich sind, denn wir haben bei Null angefangen.“

Grundlagenforschungen bestätigen, dass es genügend stetigen Wind in Island gibt, um seine Energie zu nutzen.

Die generelle Regel ist, dass Windräder bei einer Windkraft von 25 Metern pro Sekunde stehen bleiben. Lennet sagte, solch ein Szenarium sei in Island selten.

Das südisländische Tiefland komme in Betracht, weil der Wind dort beständig ist und Sturmböen selten vorkommen.

Die niedrigsten Windräder im Ausland haben eine Höhe von 70 Metern, etwas so hoch wie die Hallgrímskirche, das Wahrzeichen Reykjavíks. Die höchsten Windräder erreichen 198 Meter, wenn sich die Flügel in ihrer höchsten Position befinden.

Landsvirkjun, dessen Energiepolitik in den letzten Jahren nicht zuletzt wegen des Baus des Kárahnjúkar-Staudamms umstritten war, hatte vergangene Woche ein öffentliches Meeting über seine Zukunftsvorstellungen abgehalten.

Der Geschäftsführer Hördur Arnarson führte dabei aus, die Energiereserven Islands seien begrenzter als allgemein angenommen. Die Gesellschaft werde sich künftig mehr auf den Ertrag aus existierenden Kraftwerken und nicht mehr vorrangig auf den Bau neuer konzentrieren.

Übersetzt und ergänzt von Bernhild Vögel.

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