Ärztemangel in Westisland Skip to content

Ärztemangel in Westisland

Der Westen Islands ist aktuell chronisch ärztlich unterbemannt. Das Gesundheitszentrum von Stykkishólmur hatte nach einem Arzt für die orthopädischen Rückenabteilung inseriert, die Bewerbungsfrist war am 31. Dezember abgelaufen, ohne dass eine Bewerbung eingegangen war. Auch die gynäkologische Abteilung in Akranes bleibt weiterhin ohne Frauenarzt, nachdem sich niemand auf die freiwerdende Stelle beworben hatte.

Die Rückenabteilung in Stykkishólmur betreibt 13 Betten und behandelt Patienten aus dem ganzen Land. Pro Jahr besuchen etwa 500 Rückenpatienten die Abteilung, etwa 240 werden mit einer vor allem auf Krankengymnastik basierenden konservativen Therapie behandelt.

Wenn der jetztige Gynäkologe in Akranes in Rente geht, wird es am dortigen Krankenhaus nur noch eine Hebammenbesetzung geben. Kaiserschnitte und andere geburtschirurgische Eingriffe müssen dann, ähnlich wie an den Krankenhäusern von Selfoss und Keflavík, nach Reykjavík überwiesen werden.

Ásgeir Ásgeirsson, der Chef des westisländischen Gesundheitszentrums, sagte RÚV gegenüber, die Lage sei im ganzen Land schwierig. Im vergangenen Jahr war berichtet worden, dass es auf dem Land einen Hausärztemangel gebe. Ásgeir meint, das liege unter anderem daran, dass niemand Interesse habe, sich die Bürde der ständigen Verfügbarkeit aufzuerlegen. Die meisten würden lieber normalen Tagesdienst verrichten. Dennoch gelänge es zumindest, bei den Landärzten Stellen kurzfristig zu besetzen, was natürlich Auswirkungen auf die hausärztliche Behandlung habe.

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