Antibiotikaverbrauch in isländischer Landwirtschaft am niedrigsten im EU-Vergleich Skip to content
Photo: Dagmar Trodler.

Antibiotikaverbrauch in isländischer Landwirtschaft am niedrigsten im EU-Vergleich

Einer in der vergangenen Woche erschienenen Studie der Europäischen Arzneimittelbehörde zufolge ist der Antibiotikaverbrauch der isländischen Landwirtschaft in allen europäischen Ländern am niedrigsten. Nur Norwegen steht noch besser da.

Wie das Bændablaðið schreibt, bestätigt diese Studie einmal mehr die einzigartige Stellung der isländischen Lebensmittelproduktion.
Innerhalb der Europäischen Union benutzt Schweden die wenigsten Antibiotikapräparate, 11,1 mg/CPU, das sind immer noch dreimal mehr Antibiotika als Island.
Der hohe Antibiotikaverbrauch in der Landwirtschaft, und auch in der Humanmedizin, steht in direktem Zusammenhang zur Entstehung multiresistenter Keime, die als grösste Bedrohung für die Menschheit gelten. Infektionen durch multiresistente Keime katapultieren Gesundheitssysteme im Kampf gegen Krankheiten zurück in das vergangene Jahrhundert, hinzu kommen hohe Kosten für die Sozialgemeinschaft, sowie eine hohe Sterberate. Heute sterben in Europa tausende Patienten an den Folgen von Infektionen durch multiresistente Keime.

Als Hauptgrund für den geringen Antibiotikaverbrauch in Island gilt die einzigartig gute Gesundheit des isländischen Viehbestands. Die Kriterien zum Einsatz von Antibiotika sind streng und zielen darauf ab, den Verbrauch noch weiter zu senken.
In der Studie wurde der Antibiotikaverkauf in 31 europäischen Ländern zwischen den Jahren 2010 und 2020 untersucht. Demnach betrug der Gesamtverkauf von Anibiotika in der Lebensmittelproduktion (Agrar und Fischwirtschaft) im Jahr 2019 in den 31 Ländern 5,214,9 Tonen.
Spanien stand mit 1,007,2 Tonnen Antibiotika an der Spitze der Tabelle, gefolgt von Polen mit 840,6 Tonnen, Italien mit 731,3 Tonnen, Deutschland mit 654,5 Tonnen und Frankreich mit 407,4 Tonnen.

Screenshot Bændablaðið

Aus all diese Ländern werden beträchtliche Mengen an landwirtschaftlichen Erzeugnissen nach Island importiert, vor allem Rind- und Schweinefleisch aus Spanien und Deutschland.
Deutschland hingegen ist einer der Hauptabnehmer für PSMG, ein in Island aus dem Blut tragender Stuten hergestelltes Fruchtbarkeitspräparat.

In Island liegt die Menge an verkauften Antibiotika für den Einsatz bei Tieren bei 0,5 Tonnen. Norwegen kaufte 4,7 Tonnen, Schweden 8,6 Tonnen, Finnland 9,4 Tonnen und Dänemark 87,7 Tonnen.

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter

Recommended Posts