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525 Personen kandidieren für Konstitutionelles Parlament

Die Gesamtzahl der Kandidaten für das Konstitutionelle Parlament steht fest: Es sind 525, 366 Männer und 159 Frauen. Allerdings könnte die Zahl niedriger ausfallen, nachdem die Überprüfung der eingegangenen Unterlagen abgeschlossen ist.

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Das Althingi Parlament. Foto: Páll Kjartansson.

Thórhallur Vilhjálmsson von der nationalen Meldestelle sagte gegenüber Fréttabladid, es sei noch nicht klar, wie viele ungültige Kandidaturen darunter seien.

Nach Abschluss der Überprüfung wird eine Liste aller Kandidaten veröffentlicht.

Birgir Gudmundsson, Leiter der sozialwissenschaftlichen Abteilung der Universität Akureyri, befürchtete gegenüber Fréttatíminn, das komplizierte Wahlsystem könne potentielle Wähler abschrecken.

„Ich befürchte, es wird nur eine geringe Wahlbeteiligung geben, und die Ergebnisse werden in Frage gestellt”, meinte Gudmundsson, und fügte hinzu, er glaube, die Durchführung der Wahl am 27. November werde sich knifflig gestalten.

„Ich kann nachvollziehen, dass die Meldestellen den Kommunen schon signalisiert haben, dass sie eine höhere Zahl an Wahllokalen als üblich öffnen müssten, weil die Wähler darin viel Zeit benötigten“, sagte er.

Der Wahlzettel wird 25 leere Linien haben, auf denen der Wähler die Nummern der Kandidaten einträgt, für die er stimmt.

„Und wie sollen die Leute eigentlich wählen? Die Menschen haben kaum eine Ahnung, für wen sie stimmen, ausser sie kennen einen Kandidaten, vielleicht einen Cousin oder eine Schwester“, fuhr Gudmundsson fort.

“Da ist kein grosser Anreiz, zur Wahlurne zu schreiten, ausser, man tut es für jemand bestimmten. Ich habe Probleme damit zu verstehen, wie Wahlkampfthemen vermittelt werden sollen” meinte er.

Gudmundsson wies darauf hin, dass, wenn die Wahlbeteiligung nur gering ausfiele, auch die Schlagkraaft des Konstitutionellen Parlamentes nur schwach sein wird.

Dann ist da noch die Frage, wie die Vorschläge vom Parlament behandelt werden, wenn nur 20 bis 40 Prozent der Stimmberechtigten an der Wahl teilgenommen haben.

„Wenn die Wahlbeteiligung bei 60 bis 70 Prozent liegt, ist das ein Sieg, aber ich denke, das ist unrealistisch”, kommentierte Gudmundsson.

Hier lesen Sie mehr über das Konstitutionelle Parlament.

Übersetzung: Gabriele Schneider.

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