Neun von elf Lachsen waren nicht wild

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Neu von elf Zuchtlachsen, die in isländischen Flüssen gefangen wurden, stammen aus der Zucht von Arnarlax im Tálknafjrður und Arnarfjörður. Das ist das Ergebnis einer Herkunftsbestimmung, die das Marineforschungsinstitut durchgeführt hat, berichtet RÚV. Nach Angaben des Institutes stammen diese Lachse aus drei Fluchtvorfällen, die Arnarlax gemeldet hatte.

Die Herkunftsbestimmung wurde in Zusammenarbeit mit der Lebensmittel- und Veterinäraufsichtsbehörde MAST und Matís durchgeführt, dabei wurde die genetische Information der gefangenen Fische mit denen von männlichen Zuchtlachsen verglichen, die im Jahr 2015 zur Zucht eingesetzt worden waren.

In einer Studie des isländischen Marineforschungsinstitutes, die im Mai veröffentlicht worden war, ist zu lesen, dass von 12 gefangenen Lachsen sechs aus einem Zuchtbetrieb stammten. Der neusten Erbgutbestimmung nach stammten elf von zwölf Lachsen aus Zuchtbetrieben, von diesen elf könne man neun mit Sicherheit auf einen bestimmten Betrieb zurückverfolgen, eine Probe müsse näher untersucht werden. Ein weiterer Fisch, der in der Breiðdalsá an den Haken gegangen war, wartet ebenfalls auf eine Untersuchung, auch hier besteht der Verdacht, dass er aus einem Zuchtbecken enkommen ist.

Die neun genannten Fische stammen alle aus zwei Zuchtbecken des Unternehmens Arnarlax, eines davon in Laugardalur im Tálknafjörður, das andere im Hringdalur im Arnarfjörður.

“Drei Vorfälle, die zu diesen Orten passen, sind gemeldet worden. Arnarlax meldete einen Vorfall/eine Flucht im Hringdalur im Arnarfjörður am 21. Februar und zwei Vorfälle im Laugardalur im Arnarfjörður, denen einen im Februar, den anderen im Juli diesen Jahres. Es hat den Anschein dass alle Fische aus diesen gemeldeten Fluchten stammen,” heisst es in einer Mitteilung des Marineforschungsinstitutes.

Eine britische Studie der University of East Anglia hatte ergeben, dass Zuchtlachse ebenso fruchtbar sind wie ihre wilden Verwandten und ihre Zuchtmerkmale weitergeben können.