Wetterwarnung für Westfjorde und den Norden

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Für die Westfjorde und den Norden des Landes steht eine Wetterwarnung auf dem Programm. Ab heute Abend 20 Uhr gilt die gelbe Warnstufe für die Westfjorde, bei Schnee und Schneeverwehungen und Windgeschwindigkeiten von 13 bis 20 m/s besteht eingeschränkte Sicht und die Fahrtbedingungen verschlechtern sich zusehends.

Ab morgen früh 6.00 Uhr gilt dann die orangefarbene Warnstufe mit Schneesturm aus Nord und Windgeschwindigkeiten bis Orkanstärke. Für das westliche Nordland tritt die gelbe Warnstufe gegen 8.00 Uhr in Kraft.
Das Tiefdruckgebiet erreicht Island aus dem Südwesten, daher muss an den beliebten Stränden der Südküste mit gefährlichem Wellengang gerechnet werden. Heute weht fast überall Wind aus Ost und Südost, er bringt wärmere Temperaturen und sorgt für Regen oder Schneematsch.
Zum Abend hin beruhigt sich die Wetterlage im Süden, im Norden geht es dann erst richtig los, mit steifer Brise aus Nordost und erheblichem Schneefall. Erst in der Nacht zum Freitag darf mit besserem Wetter gerechnet werden.

Aktuelle Wetterwarnungen findet man hier, Informationen zum Strassenzustand gibt es hier. Auf Savetravel.is unter Alerts findet man ebenfalls aktuelle Warnmeldungen

Keine rote Wetterwarnung in 2023

weather warning map

Im gerade vergangenen Jahr hat es keine einzige rote Wetterwarnung in Island gegeben, berichtet RÚV. Ingesamt wurden 311 Wetterwarnungen ausgegeben.

Schaut man sich den Farbcode der Wetterwarnungen beim isländischen Wetterdienst an, muss das Wetter 2023 ausgesprochen ruhig gewesen sein. Von den 311 veröffentlichten Warnungen waren 280 gelbe und nur 31 orangefarbene. Eine rote Warnung war nicht dabei.
Die rote Wetterwarnung ist die höchste Warnstufe, bei der mit schweren Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben zu rechnen ist, bei gelb sind diese Auswirkungen weniger dramatisch, obwohl das Wetter durchaus schlecht sein kann.
Das Titelfoto zeigt einen eher seltenen Warnstufenzustand aus dem Jahr 2022.

Sturmwarnung kam 2023 am häufigsten
Im Jahr 2022 hatte das noch ganz anders ausgesehen, damals gab es insgesamt 456 Warnungen, davon 372 gelbe, 72 orangefarbene und 10 rote Wetterwarnungen. Im Durchschnitt hat es in den vergangenen sechs Jahren um die 380 Warnungen pro Jahr gegeben.
Die meisten Warnungen in 2023 betrafen Wind (181) und Schneesturm (99). Wegen taubedingter Überschwemmungsgefahr wurde 14 mal gewarnt, 13 Warnungen betrafen Starkregen, und vier Warnungen gab es wegen Schneefalls.
Die Warnungen waren übers ganze Land verteilt, für jedes Prognosegebiet hatte es zwischen 25 und 35 Warnungen gegeben. Nur im Hauptstadtgebiet war es mit 15 Wetterwarnungen ziemlich ruhig gewesen, und auch der Osten hatte nur 18 Warnungen erhalten.

Kein Rückschluss auf Klima
Allerdings könne man aus der Zahl der Wetterwarnungen keine Rückschlüsse auf das Wetter allgemein ziehen, so die Meteorologin beim isländischen Wetterdienst, Birta Líf Kristinsdóttir. Das müsste man in weitaus grösserem Zusammenhang untersuchen.
Für eine rote Wetterwarnung braucht es entweder starke Behinderungen des täglichen Lebens, oder gefährliche Bedingungen, die Mensch und Infrastruktur bedrohen. Oft kämen auch mehrere Warnungen in kurzer Folge.
Im Nachrichtenlink findet man Statistiken zu den Wetterwarnungen.

 

Weihnachten beginnt mit Schneesturm und Wetterwarnung

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Für den Westteil des Landes, von Südisland bis hinauf in die Westfjorde und den Nordosten, ist für heute und den morgigen Heiligen Abend eine Wetterwarnung veröffentlicht worden.
Der Süden und Westen mit gelber Warnstufe muss sich auf Schneefall und kräftigen Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 20 m/s einstellen. Schneeverwehungen, Glätte und schlechte Sicht behindern den Verkehr, vor allem unter den Gletschern. Wenn sich die Bedingungen verschlechtern, wird die Ringstrasse nach Vík auch kurzfristig und ohne Vorwarnung gesperrt.

Für die Westfjorde ist die Warnstufe am Abend auf orangefarben erhöht worden, dort ist mit Schneesturm bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 25 m/s zu rechnen. Ausserdem herrscht durch den Neuschnee dort akute Lawinengefahr. Aus Sicherheitsgründen hat sich das Küstenwachschiff Freyja mit 18 Mann Besatzung auf den Weg nach Ísafjörður gemacht, um dort über das Wochenende in Bereitschaft zu ankern, falls es zu Lawinenabgängen kommt.
Die isländische Strassenverwaltung informiert, dass zwischen den Ortschaften der Westfjorde morgen kein Räumdienst unterwegs sein wird, solange es schneit. Am Heiligen Abend sind wetterbedingte Strassensperrungen sehr wahrscheinlich, die Behörde forderte alle auf, zuhause zu bleiben. Die Strasse nach Súðavík ist schon jetzt gesperrt worden.

Wer noch vor Weihnachten unterwegs sein muss, sollte Wettervorhersage und Strassenzustandskarte vorher gründlich studieren und Reisepläne flexibel halten.

 

Gelbe Wetterwarnung für den Westen und Süden

yellow weather warning

Eine gelbe Wetterwarnung ist für den Nordwesten, Westen, Süden und die Westfjorde ab heute bis morgen gültig. Der Westteil der Insel muss mit Sturm und heftigen Schneefällen rechnen, und damit verbunden mit schlechter Sicht. In einigen der Regionen könnte sich die Lage morgen etwas bessern.
Die Windgeschwindigkeit soll 10 bis 18 m/s betragen, in Böen auch 15 bis 23 m/s. Damit verschlechtern sich die Fahrbedingungen, denn nicht nur sammeln sich Schneemassen auf den Strassen, auch die Sicht ist bei Schneefall erschwert.
Morgen früh soll es im Süden und Westen etwas aufklaren, zum Nachmittag hin aber wieder schlechter werden. Mit ruhigerem Wetter ist nicht vor dem Samstag zu rechnen.
Reisende sollten daher unbedingt die Wetter– und Strassenbedingungen prüfen und ihre Reisepläne flexibel halten, weil Strassen auch kurzfristig gesperrt werden können.

456 Schlechtwetterwarnungen im Jahr 2022

A woman walking two young children through the snow

Der isländische Wetterdienst hat im vergangenen Jahr 456 Wetterwarnungen herausgegeben, darunter 372 gelbe Warnungen, 74 orangefarbene und zehn rote Warnungen. Noch niemals seit Beginn des Warnsystems hatte es soviele orangefarbene und rote Warnungen gegeben. Allerdings kommt bei solchen Warnungen das gleich Wetter in mehreren Vorhersagegebieten mehrfach vor.
In einer Zusammenfassung auf der Webseite des Wetterdienstes heisst es, dass die meisten Warnungen den Süen und Südosten betrafeb. Am wenigsten musste im Ostland vor schlechtem Wetter gewarnt werden.

Das Farbwarnsystem des Wetterdienstes mit seinen gelben, orangefarbenen und roten Stufen war im November 2017 eingeführt worden. Wie man hier sieht, schwankte die Häufigkeit der Warnungen von Jahr zu Jahr.

Vedur.is

Die letzte orangefarbene Warnung war vorgestern für den Süden und Westen ausgegeben worden, und erfreulicherweise zeigte sie Wirkung, denn für die Einsatzkräfte gab es diesmal eher wenig zu tun.