Maskenpflicht an der Uniklinik wegen steigender Atemwegsinfektionen

Am Universitätskrankenhaus Landspítali besteht ab heute wieder Maskenpflicht für ambulante Patienten und Besucher, und die Besuchszeiten wurden reduziert. Den Massnahmen zugrunde liegt die zunehmende Belastung der Klinik, sowie steigende Zahlen von Atemwegserkrankungen. Auch viele Pflegekräfte sind erkrankt und fallen aus. Der Chefarzt der Infektionsabteilung, Már Kristjánsson, sagte RÚV gegenüber, dies sei die heftigste Belastung seit der COVID-Pandemie.

Stationäre Patienten müssen keinen Mundnasenschutz tragen, aber alle ambulanten Patienten, sowie deren Begleiter und Besucher sind dazu verpflichtet. Auf Stationen wo eine COVID Gruppeninfektion aufkommt, muss auch das Personal FFP2-Masken im Dienst tragen.

Die Besuchszeiten sind gekürzt worden, jetzt kann man an Wochentagen nur noch zwischen 16.30 und 19.30 Uhr Patienten besuchen, am Wochenende sind Besuche zwischen 14.30 und 19.30 Uhr gestattet. Die Klinik empfiehlt Besuchern, einzeln zu kommen und vor Betreten des Krankenhauses die Hände zu waschen.
Kinder, die ihre Geschwister auf der Kinderstation besuchen möchten, dürfen dies nur in Absprache mit der Stationsleitung, generell kann die Abteilungsleitung Ausnahmen bei den Besuchszeiten gewähren.

 

Zu lange Wartelisten für Elektiveingriffe

Die Wartezeiten für die meisten Elektivoperationen, also chirurgische Eingriffe, die nicht notfallbedingt stattfinden, sind einem gerade veröffentlichten Bericht des Gesundheitsamtes zufolge in Island zu lang. Personen, die eine Knieprothese benötigen, müssen beispielsweise im Durchschnitt 12 Monate auf ihren Eingriff warten. Die COVID-Pandemie hatte dabei erhebliche Auswirkungen auf die Wartelisten.

Im letzten Monat hatte das Gesundheitsamt einen Bericht über die Wartelisten an der Universitätsklinik veröffentlicht. Als Grundlage wurden Daten vom Jahresbeginn herangezogen. In seiner Rolle als übergeordnete Instanz für das Gesundheitswesen sammelt das Gesundheitsamt diese Daten zu Wartelisten zweimal im Jahr.
Laut Bestimmungen sollten 80 Prozent aller Wahleingriffe innerhalb von 90 Tagen durchgeführt werden, berichtet RÚV. In dem Bericht heisst es jedoch, dass dieses Ziel nur bei vier von 18 chirurgischen Eingriffen erreicht wird. (Diese Wartezeit von 90 Tagen ist bei Herzklappenersatz, koronarer Angioplastik und Prostataoperationen akzeptabel.)
Der Grossteil der Patienten auf den Wartelisten, etwa 80 Prozent, hat zulange auf Katheterablationen (eine Verödungstherapie bei Vorhofflimmern), Pupillenplastik, Refluxoperationen, Adipositas-OPs und Knieersatz warten müssen. Die Warteliste für die meisten chirurgischen Eingriffe hat sich verlängert oder ist seit Veröffentlichung des letzten Berichtes gleich geblieben.

Fast ein Jahr Warten auf neues Knie
Mehr als 1700 Patienten warten auf eine Knie- oder Hüftprothese, die Durchschnittsdauer beträgt am Landspítali 49 Wochen. Die Wartezeit für Pupillenplastiken ist auch sehr lang, etwa die Hälfte der 2600 im vergangenen Jahr operierten Patienten hatte sieben Monate gewartet.
Der Bericht verweist darauf, dass die COVID-Pandemie wesentliche Auswirkungen auf die Wartelisten gehabt hat. Es brauche nun besondere Anstrengungen, um die Zahl der Operationen zu erhöhen.
“Frühere Berichte haben gezeigt, dass sich ein Mangel an Personal und Krankenhausbetten negativ auf die Wartelisten im Universitätskrankenhaus ausgewirkt hat. Es gibt Hinweise darauf, dass dies immer noch der Fall ist.“
Anfang der Woche hatte Iceland Review berichtet, dass selbst nach Eröffnung des neuen Krankenhauses in Reykjavík im Jahr 2026 in Island um 2040 herum hunderte von Klinikbetten fehlen werden, wenn keine drastischen Massnahmen ergriffen werden.

 

Bettenmangel trotz neuer Klinik

landspítali hospital

Für das Jahr 2040 ist einer neuen Studie zufolge mit einem eklatanten Mangel an Klinikbetten zu rechnen, obwohl dann das neue Krankenhaus an der Hringbraut in Reykjavík längst in Betrieb genommen sein wird. Der Leiter der neuen Klinik hofft, der Krieg in der Ukraine bringe keine Verzögerungen für den Neubau.
Am 18. März hatte das Gesundheitsministerium eine Studie zur Zukunftsentwicklung der Universitätsklinik (Landspítali) veröffentlicht. Sie basiert auf Daten aus dem Jahr 2019.
Demnach wird der Bedarf für Klinikbetten in Island im Jahr 2040 um 80 Prozent steigen. Verantwortlich dafür sind vor allem demografische Gründe: die zunehmende Alterung der Bevölkerung und ein Anwachsen der Gesamtbevölkerung um 18 Prozent in den kommenden 18 Jahren. Rechnet man diese Zahlen mit ein, hätte das Gesundheitswesen trotz Errichtung der neuen Klinik in 2040 nur die Hälfte der benötigten Betten zur Verfügung, wenn keine weiteren Anstrengungen unternommen werden.
Der Studie nach könnte das Gesundheitswesen den Mangel bewältigen, indem es Landzeitpflege und Grundversorgung vom Landspítali in ein “besser geeignetes Gesundheitsumfeld” verlagere. Die Behörden müssten dann 240 Betten in häuslicher Pflege und Einrichtungen für ältere Menschen und Rehabilitation schaffen.

In einem Interview mit RÚV mahnte der Leiter der Universitätsklinik, Runólfur Pálsson, die Zeit dränge.
“Jeder kennt die derzeitige Situation in Bezug auf Klinikbetten,” meinte Runólfur. “Auch der Personalmangel ist ein wachsender Grund zur Besorgnis. Wir hätten viel früher handeln müssen, die Vorbereitungszeit für den Bau des neuen Krankenhauses ist viel zu lang gewesen.”
Am Pflegenotstand in der Klinik hat sich trotz Abebben der COVID-Welle nur wenig geändert, auch weiterhin fehlt es an Klinikbetten, und jeden Tag warten 30 Patienten in der Notaufnahme auf ein stationäres Bett.
Hinzu kommen Krankheitsfälle beim Pflegepersonal, sei es durch COVID, Grippe oder stressbedingte Krankmeldungen.
Bislang waren die Bauarbeiten an dem neuen Klinikgebäude jedoch nach Plan verlaufen, wie der Leiter der neuen Klinik, Gunnar Svavarsson bestätigte. Verzögerungen könnte es allerdings durch den Krieg in der Ukraine geben, denn derzeit könne kein Stahl aus dem Land importiert werden.

COVD-19: Zweifacher Test für Einreisende könnte zur Pflicht werden

Covid 19 Þríeykið

Islands Chefepidemiologe Þórólfur Guðnason rechnet damit, dass die Seuchenschutzmassnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der COVID-19 Infektion im Land erhalten bleiben, bis ein Impfstoff vorhanden sei, mindestens aber ein paar weitere Monate, berichtet Vísir. Die kommenden Tage würden zeigen, was für Massnahmen er der Gesundheitsministerin als nächstes vorschlagen werde. Unter anderem werde geprüft, ob Einreisende verpflichtet werden, sich zweimal testen zu lassen, mit Absolvierung einer fünftägigen Quarantäne zwischen den Tests. Bislang hatten Einreisende auch wählen können, ob sie sich statt Test in eine 14-tägige Quarantäne begeben.
Die momentanen Massnahmen haben bis 3. November Gültigkeit.

Clusterinfektionen und Krisenzustand in der Uniklinik
In der vergangenen Woche war eine neue Clusterinfektion im Reykjavíker Altenheim Landakot in Gang gekommen, ausgehend von der inzwischen 79 Personen in dem Heim infiziert sind (52 Bewohner, 27 Mitarbeiter). Auch in der Rehaklinik Reykjalundir in Mosfellsbær und in dem Altenheim Solvellir in Eyrarbakki sind bei Patienten und Bewohnern COVID-19 Ansteckungen festgestellt worden.
Im Universitätskrankenhaus werden mit Stand von heute 51 Personen stationär behandelt, auf der Intensivstation liegen drei Personen, eine davon am Beatmungsgerät. Bei der ersten Welle hatten 105 Personen wegen COVID-19 stationär aufgenommen werden müssen, diesmal sind es nach Angaben von Klinikdirektor Páll Matthíason 115 Personen.

Seit dem Wochenende arbeitet die Universitätsklinik im Krisenzustand. Alle nicht notwendigen Operationen sind abgesagt worden, und man arbeitet daran, Patienten auf andere Häuser zu verteilen. Gesundheitsamtsleiterin Alma Möller hatte gestern Krankenpflegepersonal im ganzen Land aufgefordert, sich in die Bereitschaftsliste einzutragen.

Grösste Sorge bereite ihm, so Þórólfur heute morgen beim Pressebriefing, die Ausbreitung des Virus im Pflegeheim Landskot, und die Frage, wie er von dort in die Öffentlichkeit gebracht worden sei. “Und ob wir in den kommenden Tagen einen Infektionsanstieg in der Gesellschaft sehen werden.”

Testpflicht steht zur Debatte
Die Infektionszahlen der nächsten Tage bestimmen das weitere Vorgehen an den Landesgrenzen. Gestern wurden 14 Personen positiv an der Grenze getestet, die vierte grosse Personengruppe innerhalb weniger Wochen. Bei einigen wird auf das Ergebnis der Antikörperbestimmung gewartet. Bislang waren alle mit COVID-19 infizierten Gruppen aus Polen eingereist.

Es sei schwierig, eingereiste Personen zu kontrollieren, die sich für die 14-tägige Quarantäne (ohne Test) entschieden, ob sie auch wirklich zuhause blieben. Daher stehe nun die Entscheidung an, ob man die Wahlmöglichkeit streiche und festlege, dass alle Einreisenden sich verpflichtend zweimal testen lassen müssen.
Er halte diese Handhabe für wichtig, vor allem, wenn Leute aus Ländern einreisten, wo viele positiv auf das Virus getestet worden seien. Mit einer Entscheidung ist vor dem 3. November zu rechnen.

 

COVID-Tests in Keflavík sind machbar, aber nicht problemlos

Keflavík airport

Islands Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir zufolge sind die Behörden in der kommenden Woche in der Lage, bekanntzugeben, ob Island tatsächlich im Juni wie geplant seine Grenzen öffnen kann, berichtet RÚV. Die zur Zeit gültige Quarantäneregelung von 14 Tagen für alle Einreisenden soll ab dem 15. Juni erlassen werden, stattdessen soll es einen COVID-Test am Flughafen für alle Passagiere geben. Es besteht jedoch noch Klärungsbedarf unter anderem dazu, wie diese Testung aussehen soll und wie sie finanziert wird.

Test oder Quarantäne
Am 12. Mai hatte Islands Premierministerin Katrín Jakobsdóttir angekündigt, dass Island seine Grenzen spätestens am 15. Juni öffnen würde und allen Einreisenden bei ihrer Ankunft einen COVID-Test anbieten werde, damit sie die 14-tägige Quarantäne nicht absitzen müssen. Reisende sollen ebenfalls die Möglichkeit bekommen, ein aktuelles Attest über einen negativen COVID-Test vorzulegen.
Die Tests, die am Flughafen in Keflavík durchgeführt werden, sollen Berichten nach noch am gleichen Tag in Reykjavík analysiert werden, Ergebnisse sollten wenige Stunden nach Ankunft des Passagiers vorliegen. Personen, deren Test negativ verlief, würden grünes Licht für eine Weiterfahrt erhalten, Reisende mit einem positiven Ergebnis würden sich in Isolierung begeben müssen.
Ausländische Touristen würde ausserdem nahegelegt, die offizielle Tracking App auf ihr Smartphone herunterzuladen, für den Fall dass auf ihrer Reise in Island ein Infektionsfall auftritt.

Testkapazität muss erweitert werden
Die Arbeitsgruppe, die die Grenzöffnung vorbereitet, hat eine Ausarbeitung zu den Massnahmen erstellt, welche derzeit dem Chefepidemiologen Þórólfur Guðnason zur Einsicht vorliegt. Er wird der Gesundheitsministerin seine Anmerkungen zu den Ausführungen übersenden.
Dem Text zufolge stellt eine erhöhte Testkapazität der Universitätklinik ein wichtiger Faktor dar, um das Risiko der Grenzöffnung zu verkleinern.
Die virologische Abteilung der Klinik kann derzeit rund 500 Proben pro Tag analysieren, was etwa der Passagierzahl von zweieinhalb vollen Flugzeugen entspricht. Auch wenn es Pläne gibt, diese Kapazität zu vergrössern, müsste man neue Ausrüstung bestellen, die Laborräumlichkeiten anpassen und zusätzliches Personal einarbeiten. All dies sind zeitintensive Massnahmen. Die Abteilung schätzt, dass es mindestens bis Mitte Juli dauern wird, bis sie in der Lage ist, bis zu 1000 Tests am Tag zu bearbeiten.
Das Genforschungsinstitut deCODE hatte in der jüngeren Vergangenheit die Massentestung der Bevölkerung durchgeführt. Svandís zufolge überlege die Regierung derzeit, das Unternehmen erneut mit ins Boot zu holen, um bei der Bearbeitung der Tests zu helfen und die Gesamtkapazität zu erhöhen. DeCODE-Chef Kári Stefánsson sagte allerdings in einem Interview mit dem Viðskiptablaðið, sein Unternehmen stehe für eine solche Aktion nicht zur Verfügung.

Personalfrage und Ausruhbedarf der Krankenhausmitarbeiter
Der Leiter der Universitätsklinik, Páll Matthíasson, sagte, zusätzlich zur Probenbearbeitung sei auch die Personalausstattung eine Herausforderung. Das Krankenhaus reduziert in den Sommermonaten normalerweise seinen Betrieb, weil viele Angestellten in den Sommerurlaub gehen.
“Fakt ist, dass unser Personal während dieser Epidemie einen fantastischen Job gemacht hat, die Leute sind müde und wir müssen sicherstellen, dass sie diesen Sommer ihren Urlaub nehmen können. Man muss natürlich auch sagen, dass sobald die erste Krankheit aufkommt, auch wenn es keine ernsthafte Krankheit ist, nur eine Infektion, wir sofort reagieren und uns auf vollen Betrieb einstellen müssen, nicht zuletzt während der Zeit der Sommerferien, wenn wir versuchen, unseren Mitarbeitern Zeit zum Ausruhen zu geben.”

Kosten für Test möglicherweise von Reisenden zu zahlen
Der Aufbau einer COVID-Teststation am Flughafen in Keflavík kommt mit einem nicht unerheblichen Preisschild. Die Kosten für einen einzelnen Test werden auf etwa 50.000 ISK (330 EUR) geschätzt und sinken mit steigender Zahl der Tests. Bei 500 Tests pro Tag würde der Preis auf 23.000 ISK (152 EUR) fallen. Es muss jedoch noch entschieden werden, wer für die Kosten aufkommen soll, bislang sieht es danach aus, als ob die Regierung zumindest die ersten Tage bezahlt.
“Diese Kosten gehören ja zum Teil auch zur Ausstattung der virologischen Abteilung, die wir ohnehin übernehmen würden. Ich denke, und wir haben das besprochen und die Premierministerin hat sich dafür ausgesprochen, dass zumindest die ersten Schritte durch den Staat übernommen werden, aber dann denke ich, wäre es nur fair zu erwägen, wenn das ganze am Laufen ist, nach einigen Tagen oder so, dass die Kosten dann von den Passagieren übernommen werden.”

Fluggastscheine, Atteste und Abweisung noch in Arbeit
In den Ausführungen der Arbeitsgruppe ist weiter zu lesen, dass alle Passagiere einen sogenannten Fluggast Aussteigeschein (public health passenger location form) ausfüllen müssen, die Formulare sollen an Bord der Icelandair Maschinen und der Fähre Norröna verteilt werden, ein elektronisches Format ist in Arbeit. Die Daten aus diesen Formularen laufen in die Datenbank des isländischen Rückverfolgungsteams beim Chefepidemiologen und bei der Polizei. Die Arbeitsgruppe kritisiert in ihren Ausführungen, dass die herkömmliche Bearbeitung des Formulars zu langen Wartezeiten bei der Abfertigung führen werde.

Auch die Verfahrensweise mit Passagieren, die sich nicht an die Regelungen halten, oder krank einreisen wollen, ist noch nicht geklärt. Rechtlich geprüft werden müsse den Ausführungen zufolge, ob und nach welchem Gesetz solche Passagiere wegen Gefährdung der Allgemeinheit zurückgeschickt werden dürfen. Die Vorlage von Gesundheitsattesten bedarf ebenfalls weiterer Klärung.

 

Landspitali bekommt 17 Beatmungsgeräte geschenkt

landspitali national university hospital iceland

Die Universitätsklinik in Reykjavík hat 17 Beatmungsgeräte geschenkt bekommen. Spender der Geräte waren 14 isländische Unternehmen, die ungenannt bleiben möchten, berichtet RÚV.

Ein Teil der Geräte eines deutschen Herstellers sind heute Morgen mit einer Cargomaschine in Island angekommen. Wie Klinikdirektor Páll Matthíasson auf der täglichen Pressekonferenz des Krisenstabs sagte, handle es sich um perfekte Intensivgeräte. Elf sind bereits in der Klinik angekommen, die anderen sechs sollen in der nächsten Woche kommen.

“Mit dieser [Spende] wollen die Unternehmen alles in ihrer Macht Stehende tun, um das isländische Gesundheitswesen in schweren Zeiten zu unterstützen”, sagte Páll. Die Unternehmenssprecher hatten darum gebeten, dass die Namen der spendenden Unternehmen nicht öffentlich genannt werden.

Informationen von RÚV zufolge war die Aktion von langer Hand vorbereitet worden, und es waren persönliche Beziehungen nach China vonnöten gewesen, wo die Geräte produziert wurden, damit sie nicht gestohlen werden, denn die Nachfrage nach solchen Geräten ist unglaublich hoch.
Die Unternehmen hatten auch Schutzkleidung für das Pflegepersonal auf den COVIDStationen gespendet, sowie 140.000 Abstrichpackungen für die COVID-19 Tests.

“Man braucht die Wichtigkeit dieses Geschenks nicht extra zu betonen,” freute sich der Klinikleiter. Das gespendete Material käme allen Kliniken im Lande zugute.

Universitätsklinik braucht 1 Mrd. Kronen zusätzlich für Löhne

Emergency room

Die Universitätsklinik in Reykjavík benötigt etwa eine Milliarde ISK (7,2 Mio EUR) zusätzlich aus dem Staatssäckel, um Löhne auszahlen zu können, die mit Abschluss der Tarifverhandlungen im Frühjahr zugesagt worden waren, berichtet RÚV. Derzeit überlegt der parlamentarische Hauhaltsausschuss, wie man diese Angelegenheit angeht. Klinikvertreter liessen wissen, dass wenn keine Gelder einträfen, man Dienstleistungen beschneiden oder das Krankenhaus mit Defizit betreiben müsse.

Ebba Margrét Magnúsdóttir, die Vorsitzende des Ärzterates, sagte dass die Regierung den finanziellen Bedarf der Klinik zu gering kalkuliert habe, nachdem die Tarifverhandlungen unter Dach und Fach gewesen waren. Informationen der Klinik zufolge werden 500 Millionen Kronen benötigt, um die Gehaltserhöhungen auszahlen zu können, die nach einer Vereinbarung mit den Ärzten im Jahr 2017 ausgelegt worden waren.

Die doppelte Summe wird benötigt, um die Gehaltserhöhungen der gesamten medizinischen Belegschaft zahlen zu können.

Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir sagte, dass auch wenn es langfristig wichtig sei, die Finanzierung des Gesundheitswesens sicherzustellen, dieses besser organisiert werden müsse und schlug vor, dass die neue Gesundheitspolitik der Regierung Teil der Finanzierung werde.

Die Universitätsklinik hat bereits umfangreiche Restrukturierungen hinter sich, um das betriebliche Defizit auszugleichen. Die leitenden Positionen im Krankenhaus sind reduziert worden, die Schichtzulagen von Krankenschwestern und Hebammen wurden gekürzt. Ebba findet jedoch, dass dies Massnahmen seien, die die Klinik nicht hätte ergreifen sollen.

“Die Leute an der Basis haben die Nase voll,” sagte sie.