Touristen entkommen brennendem Reisebus

Þingvallavatn

Ein Reisebus mit 25 Passagieren an Bord ist gestern in der Nähe des Sees Þingvallavatn in Flammen aufgegangen. Ein Feuerwehrmann sagte RÚV, der Bus sei bereits komplett ausgebrannt gewesen, als die Feuerwehr endlich vor Ort erschien. Augenzeugen zufolge hatte der Bus angehalten, die 25 Passagiere seien ausgestiegen, und kurz darauf habe der Bus in Flammen gestanden. Verletzt wurde niemand.

Eyjólfur Óli Jónsson von der regionalen Feuerwehr sagte RÚV gegenüber, da der Bus so gut wie ausgebrannt war, habe man sich zunächst auf die umliegende Vegetation konzentriert.
“Es war so gut wie unmöglich, das Feuer mit Wasser zu löschen, ohne den Erdboden neben der Strasse zu verschmutzen. Wir haben daher auf einen Tankwagen gewartet, und uns auf das Feuer konzentriert, das auf die Vegetation übergesprungen war. Als der Tankwagen kam, haben wir das Feuer im Bus mit Schaum gelöscht.” Die Passagiere seien bemerkenswert gefasst gewesen, so Eyjólfur. Sie hätten offenbar aussteigen können, bevor das Feuer richtig ausbrach.

Georg Aspelund Þorkelsson war Augenzeuge in einem anderen Fahrzeug. “Die Passagiere sind ausgestiegen und haben ihr Gepäck an sich genommen, das ist alles sehr schnell passiert. Der Fahrer hat den Bus mitten auf der Strasse zum Stehen gebracht, was die richtige Entscheidung war, denke ich, um zu verhindern, dass das Feuer auf die Vegetation neben der Strasse übergreift. Nach nur kurzer Zeit stand der Bus in Flammen.”
Eine Brandursache ist bislang nicht bekannt.

Diebstähle mit altem Trick in Þingvellir

Innerhalb des letzten Monats sind der Nationalparkverwaltung Þingvellir fünf Taschendiebstähle im Besucherzentrum Haki und an anderen Orten in der Schlucht Almannagjá gemeldet worden, überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen, berichtet Vísir. Drei der Vorfälle waren im Februar passiert, zwei weitere am Wochenende und gestern. Zur Zeit errichtet die Nationalparkverwaltung Warnschilder, auf denen Besucher daran erinnert werden, gut auf ihre persönlichen Dinge zu achten.

Der Reiseleiter Jakob Narfi Hjaltason war vergangenen Donnerstag mit einer Gruppe Touristen erst in Þingvellir, später am Geysir unterwegs. In einem Facebookbeitrag berichtete er, dass zwei seiner Gruppenmitglieder an dem Tag bestohlen wurden, einmal in Þingvellir, einmal am Geysir. Insgesamt stahlen die Diebe 1800 Dollar. In beiden Fällen war der Bestohlene gebeten worden, ein Foto des Diebes mit einer normalen Kamera aufzunehmen.

“Die Kamera funktioniert erst mal nicht, und dann kommt der Komplize und hilft mit der Kamera, und währenddessen bestiehlt der dritte Beteiligte das Opfer, das damit beschäftigt ist, darauf zu achten, was mit der Kamera abläuft,” beschreibt Jakob die Vorgehensweise. Das erste Opfer habe den Diebstahl erst nach dem Vorfall am Geysir entdeckt. Nach Angaben der US-Bürger asiatischer Herkunft hätten die Diebe eher nicht wie Isländer ausgesehen, verglichen mit den Isländern, die sie bisher gesehen hätten. In beiden Fällen hatte sich das Geld in einer vor dem Bauch getragenen Gürteltasche mit Reissverschluss befunden. Offenbar, so Jakob, hätten die Diebe gewusst, dass Asiaten oft mit Bargeld unterwegs seien, weil sie Kartenzahlung nicht so oft verwendeten.

In Þingvellir gibt es am Besucherzentrum Sicherheitskameras, diese fehlen jedoch weiter unten an den Wanderwegen, wo Diebstähle am hellichten Tag passierten. Jakob hofft, dass bald auch dort Kameras aufgestellt werden, denn Diebstahl sei leider eine Folge des Tourismus.
Vor einigen Tagen hatte Nationalparkchef Einar E. Sæmundsson angegeben, aufgrund der hohen Kreuzfahrtschiffzahlen in diesem Sommer mit bis zu 10.000 Touristen pro Tag zu rechnen. Umso wichtiger wird es dann, auf seine persönlichen Dinge zu achten.

 

Besucher stürzte in Spalte in Þingvellir

þingvellir national park

Ein Besucher des Nationalparks Þingvellir ist gestern in Lebensgefahr geraten, als er in eine schneebedeckte Schlucht an der Öxará stürzte. Die Person versank komplett im eiskalten Wasser, und konnte nur durch beherztes Eingreifen ihres Mitreisenden und anderer Besucher gerettet werden, berichtet Vísir.
Eine dicke Schneeschicht hatte sich über die Spalte gelegt und gab unter den Schritten der Person nach. Die Schlucht ist nach Angaben des Nationalparks sehr tief. Zum Zeitpunkt des Unfalls betrug die Lufttemperatur um die minus 18 Grad.
Der Besucher konnte zum Aufwärmen ins nahegelegene Auto gebracht werden. Die Nationalparkleitung wurde von dem Unfall unterichtet.

In einer Erklärung des Parks heisst es:
“Es ist klar, dass es im Nationalpark immer gefährlich wird wenn derart viel Schnee gefallen ist wie im letzten Monat. Der Schnee deckt sich über Spalten, von denen es unzählige im Nationalpark gibt, daher können sich solche Gefahren überall verbergen.”
Besucher werden gebeten, sich auf ihren Wanderungen im Park besonders vorsichtig zu bewegen und die Wanderwege nicht zu verlassen.
Die Unfallstelle wurde mit einem roten Strassenkegel gekennzeichnet.