Vermisstes Flugzeug gefunden, Bergung erst nach dem Sturm möglich

missing plane Þingvellir

Das seit Donnerstagmittag mit vier Man an Bord vermisste Kleinflugzeug ist in der vergangenen Nacht im Südteil des Þingvallavatn gefunden worden, berichtet RÚV. Oddur Árnason, der Leiter der Polizeidirektion Südisland, gab an, das Flugzeugwrack befinde sich auf einer Tiefe von 50 Metern. Es sei mithilfe des Unterwasserradars in Ölfusvatnsvík gefunden worden, ziemlich genau dort, wo gestern ein Ölteppich gesichtet worden sei. Die Polizei hat sich am Mittag mit den an einer Bergung beteiligten Einsatzkräften getroffen, um die nächsten Schritte zu planen.

Eine Bergung des Wracks hingegen ist erst mal nicht in Sicht. Heute ist es windig und es schneit, und in der Nacht zum Montag wird ein schwerer Wintersturm erwartet. Oddur hält das Zeitfenster zwischen den Stürmen für zu kurz.

“Das ist technisch kompliziert, das ist gefährlich für die Bergungskräfte, und das ist ein Projekt, das man zum Teil vorher lösen und da gute Arbeit leisten muss. Wir werden dafür die Experten heranholen, die das am allerbesten können. Das ist vollkommen klar, dass wir ein Zeitfemster benötigen, welches länger als 24 Stunden dauert, möglicherweise zwei Tage, um all das Gerät und die Mannschaft an den Bergungsort zu transportieren, was man braucht, um sowas zu stemmen,” erklärt Oddur. Man werde mit einer Bergung erst beginnen, wenn alles an Ort und Stelle angekommen sei und die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet werden könne.
Das Flugzeug vom Typ Cessna war am Donnerstag in Keflavík zu einem Aussichtsflug abgehoben und kurz darauf vom Radar verschwunden. An Bord hatten sich der isländische Pilot befunden, sowie drei Touristen aus den USA, Grossbritannien und den Niederlanden. Unter schwierigen Wetterbedingungen bei Eis und Schnee hatten sich an die 1000 freiwillige Retter aus dem ganzen Land, Polizisten und Mitglieder der isländischen Küstenwache an der Suche beteiligt.

 

Vermisstes Flugzeug am Þingvallavatn gesucht, 800 Helfer im Einsatz

missing plane Þingvellir

Seit gestern nachmittag wird in Südisland ein Kleinflugzeug mit vier Mann an Bord vermisst. Hunderte Mitglieder der Rettungsteams waren bei Eiseskälte bis kurz nach Mitternacht auf der Suche nach Spuren. Das Flugzeug war um halb elf gestern vormittag vom Flughafen in Keflavík zu einem Panoramaflug gestartet, an Bord hatten sich der isländische Pilot und drei Fluggäste befunden.

Bislang ist bekannt, dass es sich bei dem Piloten um Haraldur Diego handelt, einem ausgesprochen erfahrenen Piloten um die 50, der unter Kollegen einen guten Ruf genoss. Das vermisste Flugzeug ist eine Cessna 172 N mit der Registriernummer TF-ABB. An Bord befanden sich drei Touristen, jeweils aus den USA, Belgien und Holland. Die drei gehören zu einer grösseren Gruppe von Touristen, um die sich zur Zeit das Rote Kreuz kümmert.

Gestern hatten sich über 700 Mitglieder von Rettungsteams aus dem ganzen Land an der Suche beteiligt, nach Angaben von Landsbjörg eine der grössten Suchaktionen der letzten Jahre. Heute morgen ging bei Anbruch der Dämmerung die Suche mit hunderten Helfern weiter. Nachdem zunächt der gesamte Süden bis zum Kleifarvatn hin abgesucht worden war, verengt sich die Suche nun auf den südlichen Teil des Þingvallavatn in der Region von Ölfusvatnsvík. Dort war ein Ölfilm auf der Wasseroberfläche gesichtet worden, Proben des Ölfilms werden derzeit auf ihre Herkunft untersucht. Wie RÚV schreibt, ist der See in Ölfusvatnsvík nicht sehr tief, doch kurz dahinter fällt er bis auf 60 Meter Tiefe ab.
Gesucht wird weiterhin zu Land und Wasser, mit Tauchern und aus der Luft, zusätzlich sind ist ein Sonargerät im Einsatz und ein ferngesteuertes Radarboot, welches den Seeboden abbildet.

Um die Mittagszeit hatte die isländische Polizei Sommerhausbesitzer aus der Region Þingvellir und Grímsnes aufgefordert, Material aus den Überwachungskameras zur Prüfung zur Verfügung zu stellen, weil man sich Hinweise auf das Flugzeug erhofft. Eingegangenes Material wird zur Zeit ausgewertet.
An der Suche sind hunderte von freiwilligen Rettern beteiligt, ausserdem hatten private Piloten ihre Hilfe angeboten. Die Stimmung unter ihnen ist sehr düster, nicht nur weil Haraldur eine Art Urgestein der isländischen Flugbranche ist.
Da für morgen schlectes Wetter vorhergesagt wird, ist noch unklar, ob die Suche am morgigen Samstag fortgesetzt werden kann. Zumindest heute will die Rettungsorganisation Landsbjörg noch soviel Gelände wie nur irgend möglich absuchen.