Eurovision: Hera Björk gewinnt trotz “Tippfehler” in der SMS-Abstimmung

A screenshot from RÚV. Hera Björk during the Söngvakeppnin final, March 2, 2024

Die Sängerin Hera Björk hat den diesjährigen Gesangswettbewerb Söngvakeppni gewonnen und sich damit die Fahrkarte zum Eurovision SongContest nach Malmö gesichert. Sie siegte mit ihrem Song Scared of Heights am Samstagabend vor dem palästinensischen Wettbewerber Bashar Murad.
Das Finale hinterliess jedoch einen schalen Nachgeschmack, denn seit Samstagabend mehrten sich Hinweise aus der Öffentlichkeit, dass es bei der Abstimmungs-App Merkwürdigkeiten gegeben hatte.

Tippfehler in der App
Von den fünf Finalisten waren Bashar und Hera Björk übriggeblieben. Vor dem Finale hatten Buchmacher den in Island ansässigen Palästinenser Bashar Murad als wahrscheinlichsten Repräsentanten Islands bei ECS gehandelt und Island auf Platz drei ihrer Eurovisions Wettliste plaziert. Nach Bekanntgabe von Heras Sieg rutschte Island auf den 11. Platz.
Schon am Samstag Abend berichteten Zuschauer, dass Stimmen für Bashar an die SMS-Ziffern für Hera Björk geleitet wurde und teilten Screenshots. Vodafone Iceland wies jegliche Verantwortung von sich.
Am Montagnachmittag meldeten sich schliesslich die Organisatoren des Söngvakeppni zu Wort. In einer Stellungnahme geben sie einen Tippfehler bei der Umsetzung des SMS-Votings im Wettbewerbsfinale zu. Der Tippfehler bei der SMS-Übermittlung habe jedoch keinen Einfluss auf die Ergebnisse, die damit unverändert bleiben, so RÚV.
Der Komponist von Bashars Song Wild West hat eine unabhängige Untersuchung gefordert.

Boykottforderungen wegen Israels Teilnahme
Im Vorfeld des Söngvakeppni hatte es in der isländischen Öffentlichkeit Forderungen gegeben, den diesjährigen ESC zu boykottieren, weil Israel trotz seiner kriegerischen Handlungen in Gaza an dem Wettbewerb teilnimmt. Auch aus der isländischen Musikszene waren Rufe nach einem Boykott gekommen. Mehr als 550 Musiker hatten eine Petition unterzeichnet, in der RÚV aufgefordert wurde, den Wettbewerb zu boykottieren, wenn Israel teilnehmen darf.
Unter den Musiker befinden sich bekannte Namen wie Emilíana Torrini, Bríet, Hildur Guðnadóttir, Páll Óskar, und Nanna Bryndís Hilmarsdóttir (Of Monsters and Men). Der isländische Verband der Komponisten und Lyriker hatte ebenfalls eine Erklärung veröffentlicht, in der RÚV aufgefordert wird, dem Wettbewerb fernzubleiben.
RÚV Intendant Stefán Eiríksson hatte zuvor angekündigt, dass der Sender dem Sieger des nationalen Wettbewerbs die Entscheidung überlasse, ob er nach Malmö fährt oder nicht.

Eurovision: die Hälfte aller Isländer ist gegen eine Teilnahme

Eurovision Söngvakeppnin 2020 Daði Freyr Dimma

Etwa die Hälfte aller Isländer ist einer Umfrage zufolge dagegen, dass Island beim Eurovision Song Contest 2024 teilnimmt, wenn Israel ebenfalls antritt, berichtet RÚV.

Die Teilnahme beim Eurovision Song Contest war in den letzten Woche Streitthema gewesen. In der Öffentlichkeit hatte es Kritik dafür gehagelt, dass Israel trotz des Krieges in Gaza an dem Gesangswettbewerb teilnehmen darf. Aus verschiedenen Richtungen war die Forderung gekommen, dass Island sich deshalb aus dem Wettbewerb zurückziehen sollte. Und in der Bevölkerung ist rund die Hälfte aller Befragten dieser Ansicht – nur drei von 10 Befragten finden, Island sollte teilnehmen. Ein Fünftel der Befragten äusserte keine Meinung.

80 und 76 Prozent wollen Ausschluss von Israel
Männer sprechen sich eher für eine Teilnahme aus als Frauen. Menschen über 50 sind ebenfalls eher für eine Teilnahme als jüngere Menschen. Bei den politischen Parteien sind es eher die Unterstützer der Unabhängigkeitspartei, die eine Teilnahme befürworten, am meisten dagegen sind Unterstützer der Piratenpartei. Etwa 80 Prozent der Befragten gaben an, sich für eine Teilnahme Islands auszusprechen, wenn Israel vom Wettbewerb ausgeschlossen werde.
Eine gleichlautende Umfrage von Prósent aus dem Dezember 2023 hatte ergeben, dass etwa 76 Prozent der Bevölkerung der Ansicht war, dass Israel vom Eurovision Song Contest ausgeschlossen werden sollte. Und rund 60 Prozent sprach sich dafür aus, dass Island sich aus dem Wettbewerb zurückziehen sollte, wenn Israel teilnehmen dürfe.

Druck aus der Musikerszene
Nicht nur in Island ist der diesjährige ECS ein heisses Eisen. Rund 1000 schwedische Musiker hatten in einem offenen Brief an den Verband der europäischen Sendeanstalten (EBU) darauf gedrängt, Israel von dem Wettbewerb auszuschliessen. Ihrer Ansicht nach verstosse Israels Teilnahme gegen das erklärte Ziel des Song Contest, Frieden und Vereinigung zu unterstüutzen. Trotz des Drucks deutet jedoch kaum etwas darauf hin, dass die EBU sich eines Besseren besinnt. Auch in Finnland, Grossbritannien, Irland und Spanien hatte sich Widerstand geregt.
In Norwegen hatte die Band Gåte den norwegischen Wettbewerb gewonnen und sich für Malmö qualifiziert. Die Bandmitglieder hatten angekündigt, beim ECS teilzunehmen. Sie wollten sich eher dort auf der grossen Bühne zum Krieg in Gaza äussern als den Wettbewerb boykottieren.

 

Eurovision: RÚV trifft Entscheidung zur Teilnahme

Eurovision Söngvakeppnin 2020 Daði Freyr Dimma

Anders als gestern verlautete, wird die staatliche Sendeanstalt RÚV die Verantwortung zur Teilnahme am Eurovision Song Contest nicht auf den Sieger des heimischen Wettbewerbs abwälzen. Radiointendant Stefán Eríksson betonte heute, dass RÚV die letzte Entscheidungsbefugnis habe. In den kommenden Wochen könne sich viel ändern.

RÚV trifft die Teilnahmeentscheidung
„Es ist völlig klar, dass RÚV die Entscheidung über die Teilnahme am Eurovision Song Contest trifft und nicht der einzelne Teilnehmer“, sagt Radiointendant Stefán Eiríksson. Gestern war bekannt gegeben worden, dass die endgültige Entscheidung über eine Teilnahme Islands nach dem Inlandswettbewerb söngvakeppni fallen wird, im Einvernehmen mit dem Sieger. Heute hiess es: „Und dort werden wir uns natürlich auch die Meinung des Künstlers anhören, der den Wettbewerb gewonnen hat.“

Kontroverse über Israels Beteiligung
Nachdem publik wurde, dass Israel am ECS teilnehmen wird, hatte es viele Diskussionen über die Teilnahme Islands gegeben. Nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörden sind in den letzten Monaten mindestens 25.700 Menschen bei Angriffen auf Gaza ums Leben gekommen. Musiker und der Verband der Komponisten und Textdichter hatten RÚV zum Boycott des ECS aufgefordert. Ausserdem war eine Petition mit mehr als 9000 Unterschriften ausgehändigt worden, die Island aufforderte, sich wegen des Gazakrieges für einen Ausschluss Israels einzusetzen.
Bei einer Umfrage aus dem Dezember hatten sich 76 Prozent der Befragten für einen Ausschluss der Israelis vom Song Contest ausgesprochen, und 60 Prozent waren der Ansicht, dass Island seine Teilnahme zurückziehen sollte, wenn Israel teilnimmt.

Keine Brücken abbrennen
Stefán gab heute an, die endgültige Entscheidung werde im Hinblick auf die Lage im März getroffen. Bis dahin könne sich viel ändern. “Und wir wollen keine Brücken hinter uns abbrennen, indem wir jetzt Entscheidungen treffen, etwa auf die Teilnahme zu verzichten, wenn sich die Bedingungen Mitte Februar oder März dann ändern.” sagte Stefán.
Auch in Norwegen war die Teilnahme am ECS ein heisses Eisen gewesen. In Finnland hatten 1300 Musiker vom staatlichem Sender verlangt, sich für einen Boycott der Israelis einzusetzen. Die Finnen wählten dann den gleichen Weg wie Island, sie werden die Vorentscheidung vom ECS trennen und ihre endgültige Entscheidung erst nach Bekanntgabe des nationalen Siegers treffen.

Stefán zufolge warte man nicht auf weitere nordische Länder. Überall in Europa bereite man die nationalen Wettbewerbe vor. Zu diesem Zeitpunkt habe auch  auf internationaler Ebene niemand entschieden, Israel von Kultur- und Sportveranstaltungen auszuschliessen, mit Ausnahme des Eishockey. “Aber wir wissen nicht, was in einigen Wochen oder zwei Monaten passieren wird.”

Sender macht keine Aussenpolitik
Stefán sagt, niemand werde gezwungen, beim Eurovision Song Contest teilzunehmen, wenn er nicht will.
Auf die Kritik, dass sich mit der Entscheidung von RÚV eine staatliche Institution in Angelegenheiten der Aussenpolitik einmische, sagt Stefán, genau das versuche man zu vermeiden. Es sei nicht die Aufgabe der staatlichen Sendeanstalt oder anderen Institutionen in Staatsbesitz, durch Boykotte aussenpolitische Stellung zu beziehen. “Ein solches Ziel wird vom Parlament und der Regierung vorgegeben, wie es etwa im Fall Russlands geschehen ist, nach dem Einmarsch in die Ukraine.” Man treffe jedoch keine selbstständigen Entscheidungen auf dem Gebiet der Aussenpolitik, und schon gar nicht täten dies einzelne Teilnehmer des heimischen Gesangswettbewerbs.

Kein Maulkorb auf der Bühne
Dem isländischen Teilnehmer werde jedoch kein Maulkorb umgebunden. Beim ECS gälten Regeln, die befolgt werden müssten. Innerhalb dieser Regeln könne der Teilnehmer jedoch selbstverständlich die Bühne und seine Stimme benutzen, um seiner Ansicht Ausdruck zu verleihen, so Stefán.

Im Jahr 2019 hatte die für Island antretende Band Hatari die ECS Organisatoren aufgefordert, Israel vom Wettbewerb auszuschliessen. Da dies nicht geschah, hatten die Bandmitglieder während der Punktevergabe für Island eine meterlange Palästinafahne ausgebreitet, die jedoch sehr schnell von Saalordnern entfernt worden war.

Eurovision: Islands Teilnahme wird mit dem heimischen Sieger entschieden

Ungewiss bleibt vorerst, ob Island in diesem Frühjahr am Eurovision Song Contest (ECS) in Schweden teilnehmen wird. Die endgültige Entscheidung über eine Teilnahme wird nach dem Gesangswettbewerb (söngvakeppni) hier zuhause und dann im Einvernehmen mit dem Sieger getroffen, berichtet RÚV.

Wettbewerbe werden getrennt
Zunächst wurde nur beschlossen, die Verbindung zwischen dem heimischen Gesangswettbewerb und Islands Teilnahme am Eurovision Song Contest aufzuheben. Der heimische Wettbewerb findet wie bisher statt, die endgültige Entscheidung über die Teilnahme Islands am ECS wird jedoch erst am Ende und dann im Einvernehmen mit dem Sieger getroffen.
Hinter dieser Entscheidung steht die Kritik, dass Israel trotz des andauernden Gaza-Krieges am Eurovision Song Contest teilnimmt.

Neuer Weg für den Sieger
Intendant Stefán Eiríksson sagte heute im Radiosender Rás 2, die Bewerber für das söngvakeppni seien verständlicherweise besorgt über die Lage in Gaza. Diese Bedenken seien dem Verband der europäischen Radiosender (EBU) übermittelt worden.
Trotz aller Besorgnis habe man angekündigt, dass man am Eurovision Song Contest teilnehmen wolle, aber nicht wisse, was die Zukunft bringe. Die endgültige Entscheidung werde daher nicht jetzt getroffen, sondern erst dann, wenn Mitte März ein isländischer Sieger und Vertreter beim ESC feststeht, und dann mit ihm zusammen.
Ein völlig neuer Weg, sagt söngvakeppni-Leiter Rúnar Freyr Gíslason. Die Teilnehmer, die am Samstag bekannt gegeben werden, hätten dieses Ergebnis aber akzeptieren können.

Norwegen und Finnland gehen gleichen Weg
Rúnar und Stefán gaben an, nach Gesprächen mit Kollegen scheine die Forderung, den Eurovision Song Contest wegen der Teilnahme Israels zu boykottieren, offenbar nur hier in Island und in Norwegen gestellt worden zu sein. Auch Finnland wird seinen eigenen Gesangswettbewerb veranstalten und kurz vorher entscheiden, ob der Sieger zum ESC nach Malmö geht oder nicht.
Der Druck auf alle Beteiligten – Organisatoren wie Teilnehmer und Gewinner – sei gross. Doch sei es ja nicht die Sendeanstalt RÚV, die Außenpolitik präge, und damit Islands Teilnahme am Wettbewerb in Frage stelle.

Sieger wird Unterstützung brauchen
Bragi Valdimar Skúlason, der Vorsitzende des Verbands der Komponisten und Songschreiber, wundert sich über die Neuigkeiten. Für ihn sind söngvakeppni und Eurovision ohnehin zwei Paar Schuhe, selbst wenn sie zusammenhängen. Er ist froh, dass der heimische Gesangswettbewerb stattfindet, weil er eine wichtige Bühne sei.
Zum Druck befragt, der nun über allen hänge, äussert er seine Sorge. Es handle sich da um eine Riesenentscheidung, und er hoffe dass RÚV sich gut um den Sieger kümmere. Wer auch immer aus dem Wettbewerb als Siger hervorgehe, er müsse in seiner Entscheidungsfindung unterstützt werden. Das sei eine sehr schwierige Angelegenheit.
Am kommenden Samstag werden alle Teilnehmer und Songs des diesjährigen Söngvakeppni vorgestellt.

 

Daði Freyr sucht Mitsänger für seinen ECS Song Contest Beitrag

Daði Freyr Pétursson wird im Mai den diesjährigen isländischen Beitrag für den Eurovision Song Contest vortragen. Zur Zeit befindet sich der Song im Feinschliff, unter anderem hat Daði in den sozialen Medien nach Sängern für einen Acapella Chor gesucht.

In dem geposteten Video sagt Daði: “Ich bin fast fertig mit dem Lied, aber ich brauche eure Hilfe, weil ich in dem Lied einen grossen Teil von einem Acapella Chor gesungen haben möchte, leider habe ich zur Zeit keinen Zugang zu einem Choir. Also brauche ich euch für diesen Chor.” Dann gibt es ein Beispiel wie er sich den Chor vorstellt. “Es gibt sieben verschiedene Chorabschnitte. Wenn ihr euch selbst aufnehmen könntet, während ihr diese Abschnitte singt und es an [email protected] schicken könntet, wäre das ganz toll, und ich könnte euch in die Aufnahme einfügen.” sagt Daði in dem Video.

Auf seiner Twitter-Seite gibt es weitere Anweisungen und Zugang zu dem Link. Alle potentiellen Sänger müssen ihren Beitrag bis 11. Januar eingesendet haben.
“Vielen Dank. Ich hoffe, ihr möchtet an meinem Eurovisionsbeitrag teilnehmen. Wenn nicht, dann habt einen schönen Tag, und wenn doch, habt einen noch schöneren Tag.”

https://twitter.com/dadimakesmusic/status/1346124764092506114?s=20

Der junge Musiker setzt damit die von ESC geänderten Regeln zu Backgroundstimmen auf das Beste um. Demnach dürfen Backgroundstimmen nun zuvor aufgenommen und beim Wettbewerb mit abgespielt werden. Die Regel gilt nur temporär, und es gibt keine zahlenmässige Beschränkung für die aufgenommenen Chorstimmen.

Daði Freys Hit Think about Things hatte die Vorentscheidung des Söngvakeppni 2020 gewonnen und war einer der Favoriten für den internationalen Wettbewerb gewesen, bis dieser wegen der Pandemie abgesagt wurde. Daði wurde danach gebeten, für den Wettbewerb 2021 ein neues Lied zu schreiben. Rotterdam ist damit sein dritter Versuch, beim European Song Contest aufzutreten, das erste Mal schaffte er es bei der Vorenscheidung in Island nur auf Platz zwei, als Svala mit ihrem Song Paper in den Wettbewerb ging.

Eurovision Songcontest: Daði geht es noch mal an

Daði Freyr Pétursson und seine Band Gagnamagnið wird Island beim nächsten Eurovision Songcontest in Rotterdam im kommenden Mai vertreten. Nach einer Anfrage durch die nationale Sendeanstalt RÚV hatte sich der Musiker bereiterklärt, einen Song zu schreiben. In diesem Jahr hatte Daði die nationale Ausscheidung mit seinem Song Think about Things gewonnen, der Sangeswettbewerb war dann jedoch der COVID-Pandemie zum Opfer gefallen. International wurde der Song auch ohne Eurovision ein Hit.

Die teilnehmenden Länder wurden davon in Kenntnis gesetzt, dass sie die in ihren Ländern gewählten Interpreten zum nächsten Wettbewerb schicken dürfen, es muss jedoch ein neues Lied her. Es darf aber national auch alles neu ausgesucht und gewählt werden.

Daði sagte der Berliner Zeitung gegenüber, er sei bereit, an dem Wettbewerb teilzunehmen, aber nur, wenn er darum gebeten werde. “Bei den Vorausscheidungen teilzunehmen ist sehr viel Arbeit, und zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich keinen Grund, da noch mal durchzugehen. Wenn wir auf direktem Wege zum Songcontest gehen würden, dann könnten wir uns darauf konzentrieren.”

Die Nation will Daði
In einer Erklärung von RÚV sagte Programmdirektor Skarphéðinn Guðmundsson, er sei hocherfreut, dass Daði Freyr die Einladung angenommen habe.
“Daði hat das Söngvakepni 2020 einem Erdrutsch gleich gewonnen und der Zuspruch für Islands Beitrag ist niemals so freundlich gewesen. Wir sind sehr glücklich und stolz, dass wir diesen grossartigen Musiker und seine Leute in den Wettbewerb schicken können, wie wir es beim letzten Mal hatten tun wollen. Wir glauben, die Nation will, dass Daði und Gangamagnið uns bei diesem Wettbewerb vertreten.”
Viele Dinge hätten vor einer Entscheidung berücksichtigt werden müssen, doch sei sie ihrer Meinung nach sei dies das Richtige gewesen. “Durch die beispiellose Situation, dass es keinen Eurovision Songcontest in diesem Jahr gegeben hat. Wir dachten, das sei richtig und fair.”

Zweimal knapp verfehlt
Schon im Jahr 2017 hatte Daði Freyr schon mal Pech auf den letzten Metern gehabt: Sein Song Is this love? lag bei den Fans auf Platz 1, in der Gesamtwertung wurde er jedoch auf Platz 2 verwiesen, hinter Svalas Song Paper.
Daði Freyr freut sich darauf, nun endlich an dem reonmmierten Wettbewerb teilnehmen zu können. “Ich bin sehr gespannt. Ich hatte beim Söngvakeppni 2020 teilgenommen, weil ich versuchen wollte, meinen Freunden in der Band das Erlebnis Eurovision von innen zu ermöglichen. Wir wollten immer schauen, wie weit wir in diesem Wettbewerb gehen können, und wir werden ja sehen, wie wir es dieses Jahr schaffen.”

Den neuen Song hat Daði noch nicht geschrieben, aber er arbeitet an einer ganzen Reihe von Ideen.
“Ich weiss wie das Musikvideo aussehen wird, und ich hab ein paar wichtige Dinge, die ich beim Bühnenauftritt haben will, und dann schreibe ich einen Song drumherum. Ich will versuchen, einen Hit zu schreiben, der zu meiner Performance passt, nicht andersherum. Euro ist eine Liga für sich. Aber es wird ein lustiges Lied, das ist schon mal klar.” Daði ist immer für Spass zu haben. “Die Hauptsache ist, Spass damit zu haben, auch wenn ich denke, es würde den grössten Spass machen wenn wir gewinnen.”

Norwegen und Schweden wählen Daði Freyr zum Eurovision Gewinner

Eurovision Iceland Daði og gagnamagnið

Eurovisionfans in Norwegen und Schweden haben Islands Betrag zum Songcontest 2020 als ihren Favoriten unter den 41 Teilnehmern gewählt, berichtet RÚV. Auch wenn der diesjährige Sangeswettbewerb wegen der weltweiten Coronakrise abgesagt werden musste, haben viele Nationen spezielle TV-Shows ausgestrahlt, wo ein Lieblingssong gewählt wurde.

Wenn COVID-19 dem Songcontest keinen Strich durch die Rechnung gemacht hätte, wäre der Wettbewerb letzte Woche in Rotterdam abgehalten worden. In diesem Jahr wäre er noch spannender gewesen, weil Island Beitrag von Daði Freyr and Gagnamagnið für viele schon im Vorfeld den Sieg errungen hatte.

Die Prozudenten des Songcontest organisierten stattdessen eine Liveshow mit dem Titel Europe: Shine a light, wo alle 41 Songs in Teilen ausgestrahlt wurden.

Daði Freyr sandte einen besonderen Gruss an die Show und bezauberte seine Fans damit aufs Neue.