Reykjanes: Landhebung und Chancen auf neuen Ausbruch

grindavík evacuation

Das Land bei Svartsengi hebt sich weiter, und damit ist die Gefahr auf der Halbinsel Reykjanes alles andere als gebannt. Auch weiterhin muss mit Erdbeben und möglicherweise weiteren Vulkanausbrüchen gerechnet werden. Daher soll in den kommenden Wochen ein Sirenensystem aufgesetzt werden, um die Sicherheit der Bewohner zu erhöhen, berichtet RÚV.

Chancen für neuen Ausbruch steigen täglich
Gestern war offiziell verkündet worden, dass der Ausbruch vom Montag vorüber ist. Auch der isländische Wetterdienst hatte ihn für beendet erklärt. Doch kaum war der Lavastrom versiegt, begann sich das Land um Svartengi herum anzuheben, und zwar rascher als vor dem Ausbruch.
In einer Mitteilung der Wetterbehörde heisst es, dass die Landhebung vor dem Magmaeinschuss am 10. November dadurch gekennzeichnet war, dass sie sich verlangsamte und beruhigt hatte, kurz bevor der Ausbruch losging.

Man geht davon aus dass sich dieser Vorgang wiederholt, und weil sich das Land jetzt schneller hebt, es eher zu einem neuen Ausbruch kommen kann. Die Wetterbehörde ist der Ansicht, dass das Risiko mit jedem einzelnen Tag steigt. Wenn der Prozess im gleichen Tempo wie bisher vor sich geht, dann wäre der gleiche Zustand wie kurz vor dem Ausbruch am Sundhnjúkur in etwa zwei bis drei Wochen erreicht.

Weihnachten in Grindavík erlaubt
Dennoch hatten die Behörden der Bevölkerung von Grindavík erlaubt, sich nicht nur tagsüber in ihren Häusern aufzuhalten, sondern auch dort zu übernachten und die Weihnachtstage dort zu verbringen. Viele haben davon allerdings nicht Gebrauch gemacht. Ewa 400 Personen waren heute in den Ort gefahren, die meisten verbrachten ihre Zeit jedoch eher mit Packen. Nur wenige blieben zuhause. Die allermeisten haben inzwischen eine Unterkunft gefunden, wo sie auch die Weihnachtstage verbringen wollen.