Islands erster Rettungshubschrauber fährt ins Museum

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Der erste Rettungshubschrauber Islands, TF-LIF, ist heute von seinem bisherigen Stützpunkt am Inlandsflughafen von Reykjavík in das Flugzeugmuseum nach Akureyri gebracht worden, berichtet Vísir. Der Hubschrauber wurde mit einem Schwertransporter über die Ringstrasse gefahren und hat mit seinen 16 Metern Länge und vier Metern Höhe sicher so manchen Autofahrer das Staunen gelehrt.

Im vergangenen Jahr war TF-LIF verkauft worden, der neue Besitzer hatte den Hubschrauber entkernt und das Chassis dem Ältestenrat der Küstenwache zur musealen Bewahrung übergeben.

Revolution für die Seenotrettung
TF-LIF war im Jahr 1995 nach Island gekommen und hatte den Betriebsalltag der Küstenwache durch seine Grösse und Vielseitigkeit von Grund auf verändert.  Schon zwei Jahre später bewährte sich der Kauf, als 39 Schiffbrüchige bei der Havarie der Víkartindur, Þorsteinn GK und der Dísafell an Bord genommen werden konnten, heisst es in einem Facebookbeitrag der Küstenwache. Mit den älteren Hubschraubern hatten immer nur acht Personen transportiert werden können.

Die beiden Hubschrauberpiloten Páll Halldórsson und Benóný Ásgrímsson hatten TF-LIF am 23. Juli 1995 von Frankreich nach Island geflogen. Eine Revolution sei der Hubschrauber, und erfülle alle Wünsche, hatte Páll seinerzeit nach dem langen Flug erklärt.

Benóný, Páll und weitere Mitglieder des Ältestenrates waren zugegen, als der Hubschrauber heute Vormitttag auf den Transporter gehievt wurde und seine letzte Reise quer über die Insel ins Flugzeugmuseum antrat.