Touristen entkommen brennendem Reisebus

Þingvallavatn

Ein Reisebus mit 25 Passagieren an Bord ist gestern in der Nähe des Sees Þingvallavatn in Flammen aufgegangen. Ein Feuerwehrmann sagte RÚV, der Bus sei bereits komplett ausgebrannt gewesen, als die Feuerwehr endlich vor Ort erschien. Augenzeugen zufolge hatte der Bus angehalten, die 25 Passagiere seien ausgestiegen, und kurz darauf habe der Bus in Flammen gestanden. Verletzt wurde niemand.

Eyjólfur Óli Jónsson von der regionalen Feuerwehr sagte RÚV gegenüber, da der Bus so gut wie ausgebrannt war, habe man sich zunächst auf die umliegende Vegetation konzentriert.
“Es war so gut wie unmöglich, das Feuer mit Wasser zu löschen, ohne den Erdboden neben der Strasse zu verschmutzen. Wir haben daher auf einen Tankwagen gewartet, und uns auf das Feuer konzentriert, das auf die Vegetation übergesprungen war. Als der Tankwagen kam, haben wir das Feuer im Bus mit Schaum gelöscht.” Die Passagiere seien bemerkenswert gefasst gewesen, so Eyjólfur. Sie hätten offenbar aussteigen können, bevor das Feuer richtig ausbrach.

Georg Aspelund Þorkelsson war Augenzeuge in einem anderen Fahrzeug. “Die Passagiere sind ausgestiegen und haben ihr Gepäck an sich genommen, das ist alles sehr schnell passiert. Der Fahrer hat den Bus mitten auf der Strasse zum Stehen gebracht, was die richtige Entscheidung war, denke ich, um zu verhindern, dass das Feuer auf die Vegetation neben der Strasse übergreift. Nach nur kurzer Zeit stand der Bus in Flammen.”
Eine Brandursache ist bislang nicht bekannt.

Touristischer Flaschenhals: Zuwenig Busse für zuviele Reisegruppen

Im isländischen Tourismus wird es an einigen Stellen eng, weil Busse und Busfahrer fehlen, um etwa die vielen hundert Kreuzfahrttouristen vom Hafen in den gebuchten Tagesausflug zu fahren. Darunter leiden Unternehmen, die darauf angewiesen sind, dass die Besucher zu ihnen gebracht werden, wie etwa die Lagune Vök bei Egilsstaðir im Osten des Landes, berichtet RÚV.
In heissen Lagunen baden ist das Highlight des Urlaubs bei vielen ausländischen Touristen, und für die Betreiber von Vök übersteigen die Gästezahlen alle Erwartungen.

Kreuzfahrttouristen sassen fest
Vor einigen Tagen ging die Rechung jedoch nicht auf, denn zwei Kreuzfahrtschiffe legten zur gleichen Zeit im Städtchen Seyðisfjörður an. 4500 Touristen strömten an Land, und im Nu waren sämtliche verfügbaren grossen Reisebusse besetzt. Für den Rest der Gäste ging es dann einfach nicht weiter, denn es gab weder Fahrer noch Taxis oder Pferdekutschen.

Pro Tag besuchen über 1000 Gäste die Lagune Vök, und angesichts der steigenden Gastzahlen wird das Bad ab Ende Juni Tag und Nacht geöffnet haben, damit die Besucher auch nach Mitternacht im warmen Wasser liegen können.
Die Buchungen laufen weitaus besser als erwartet, freut sich Vök-Managerin Aðalheiður Ósk Guðmundsdóttir. Island sei inzwischen bekannt für seine tollen heissen Bäder, und viele Touristen besuchten mehr als eines, weil jedes Bad seinen eigenen Charme besitze.
Das Transportproblem hingegen bleibt, und wird hoffentlich bis zum Hochsommer für alle zufriedenstellend gelöst.