Landspítali sucht Intensivschwestern und erhält Betten in anderen Kliniken

Islands Universitätsklinik Landpítali verhandelt derzeit mit ausländischen Zeitarbeitsfirmen über die Einstellung von speziell ausgebildeten Intensivfachschwestern. Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir wird zudem mit Privatunternehmen im Gesundheitswesen um Pflegepersonal verhandeln, um dem Pflegenotstand in der Klinik Herr zu werden. Vor allem gehe es der Nachrichtenplattform Fréttavakt á Hringbraut zufolge darum, die Intensivstationen mit Personal zu versorgen. Vorgestern wurden die ersten Pfleger aus der Klinik Ármúli in die Uniklinik geschickt.

Der Leiter der OP- und Intensivabteilung im Landspítali, Ólafur G. Skurlason, sagte Vísir gegenüber, das sei ein guter Schritt, aber lange nicht genug.
“Wir haben jetzt vier Krankenschwestern und Anästhesisten zur Aushilfe bekommen, und das bringt schon ordentlich was, und wir sind für diesen Vertrag sehr dankbar. Wir müssen jedoch zugeben, dass wir in der jetztigen Lage auf den Intensivstationen jeden Tag 100 Mann benötigen, um die Patienten zu versorgen. Wir müssen also weitere Wege suchen, um mehr Personal zu finden.”
Über die Kosten für den Steuerzahler liegen Ólafur keine Informationen vor. Es herrsche ein Mangel an speziell ausgebildetem Pflegepersonal, und man müsse nun halt auch andere Wege finden, um das Problem zu lösen.

“Wir stehen derzeit unter anderem mit Zeitarbeitsfirmen im Ausland und in den nordischen Ländern in Verhandlung, um diese speziell ausgebildeten Intensivfachschwestern zu bekommen, die Erfahrung mit der Tätigkeit in anderen Ländern haben. Schwedische Krankenschwestern etwa sind darin sehr erfahren, aber wir wissen auch, dass andere Länder das gleiche Problem mit ihren Intensivstationen haben und ihr Intensivpersonal halten wollen.

Betten für Landspítali in Reykjalundur
Eine weitere Hilfmassnahme für die überlastete Uniklinik tritt ab heute in Kraft: die Rehaklinik Reykjalundur in Mosfellsbær stellt ihre stationäre Abteilung Miðgarður für Patienten zur Verfügung, die bis zu sechs Wochen eine stationäre Versorgung benötigen. In Miðgarður gibt es 12 bis 14 Betten für pflegebedürftige Patienten, sowie ein Rehabilitationsangebot. Diese Betten stehen dann nicht mehr der Rehaklinik zur Verfügung.
Ein entsprechender Vertrag zwischen den beiden Kliniken gilt bis Ende Februar 2022.
Auch im Selfosser Krankenhaus waren kürzlich 15 Betten für Patienten aus dem Landspítali zur Verfügung gestellt worden. Die Privatklinik Ármúli hatte schon zuvor zeitweise Intensivschwestern zum Landspítali ausgeliehen, um in unterbesetzten Schichten auszuhelfen.