“Volaða land” auf dem Weg zum Oskar

Der Spielfilm Volaða land von Hlynur Pálmasson ist als isländischer Beitrag auf die Auswahlliste in der Kategorie Bester ausländischer Film zur Oskar-Verleihung 2024 gesetzt worden, berichtet RÚV.
Auf der Liste befinden sich Vorschläge aus 88 Ländern, doch nur 15 Kandidaten werden es auf die Nominierungsliste schaffen. Am 23. Januar wird dann die endgültige Liste mit fünf Filmtiteln veröffentlicht.

Volaða land (dt. das elende Land) ist eine Geschichte vom Kampf des Menschen mit der Natur, mit seinem Glauben und seiner tierischen Natur. Gegen Ende des 19. Jahrhundert reist ein junger dänischer Priester nach Island, um dort eine Kirche zu errichten und die Inselbewohner zu fotografieren. Ein eigenwilliger Reiseleiter führt den Priester zusammen mit einer Gruppe Einheimischer auf dem Pferderücken durch das Land. Im Verlauf der Reise verliert der Priester den Bezug zur Wirklichkeit, seinen Plan und auch seine eigene Moral.
Hier gibt es den Trailer.

“Dýrið” ist Islands Beitrag zur Oskar-Verleihung

lamb dýrið noomi rapace

Der isländische Kinofilm “Dýrið” (Lamb) ist von der Jury der Kino- und TV-Akademie als isländischer Beitrag für den Oskar ausgewählt worden. In der Jury sitzen Vertreter der isländischen Filmbranche, sowie Kinobetreiber und Filmkritiker, berichtet RÚV.

Dýrið ist eine Regiearbeit von Valdimar Jóhannsson, der zusammen mit dem Dichter Sjón auch das Drehbuch verfasste. Produziert wurde der Film von Hrönn Kristinsdóttir und Sara Nassim für Go to Sheep, in den Hauptrollen sind Noomi Rapace, Hilmir Snær Guðnason, Björn Hlynur Haraldsson und Ingvar E. Sigurðsson zu sehen.
Der Kinofilm ist international bereits herumgekommen und hat Preise bei Fimfestivals eingeheimst, unter anderem in Cannes und in Sitges. In den USA gilt er bereits jetzt als heimlicher Kassenschlager.

Erzählt wird die Geschichte der Schafbauern María (Noomi Rapace) und Ingvar (Hilmir Snær), die in einem wunderschönen, abgelegenen Tal leben. Als ein geheimnisvolles Wesen im Stall geboren wird, entscheiden sie sich, es zu behalten und wie ein Kind aufzuziehen. Die Hoffnung auf eine neue Familie gibt dem Paar Hoffnung und Glück, jedoch ein Glück, welches sie am Ende zerstört.

Im Urteil der Jury heisst es unter anderem, der Film sei beglückend und die Atmosphäre zauberhaft, an der Grenze von Wirklichkeit, Grauen und Phantasie.
“Das Filmmaterial ist stark, und Annäherung und Herangehensweise besonders originell und kühn. Vom ersten Moment an wird der Betrachter gefangen und wie unter Hypnose durch ein geheimnisvolles und spannendes Abenteuer geleitet, aber die Geschichte ist gleichzeitig eine einfühlsame Studie von menschlichen Natur, von Trauer und Verlust.”

Die 94. Oskar-Verleihung findet am 27. März 2022 statt, Nominierungen werden am 8. Februar 2022 bekanntgegeben.