Maskenpflicht an der Uniklinik wegen steigender Atemwegsinfektionen

Am Universitätskrankenhaus Landspítali besteht ab heute wieder Maskenpflicht für ambulante Patienten und Besucher, und die Besuchszeiten wurden reduziert. Den Massnahmen zugrunde liegt die zunehmende Belastung der Klinik, sowie steigende Zahlen von Atemwegserkrankungen. Auch viele Pflegekräfte sind erkrankt und fallen aus. Der Chefarzt der Infektionsabteilung, Már Kristjánsson, sagte RÚV gegenüber, dies sei die heftigste Belastung seit der COVID-Pandemie.

Stationäre Patienten müssen keinen Mundnasenschutz tragen, aber alle ambulanten Patienten, sowie deren Begleiter und Besucher sind dazu verpflichtet. Auf Stationen wo eine COVID Gruppeninfektion aufkommt, muss auch das Personal FFP2-Masken im Dienst tragen.

Die Besuchszeiten sind gekürzt worden, jetzt kann man an Wochentagen nur noch zwischen 16.30 und 19.30 Uhr Patienten besuchen, am Wochenende sind Besuche zwischen 14.30 und 19.30 Uhr gestattet. Die Klinik empfiehlt Besuchern, einzeln zu kommen und vor Betreten des Krankenhauses die Hände zu waschen.
Kinder, die ihre Geschwister auf der Kinderstation besuchen möchten, dürfen dies nur in Absprache mit der Stationsleitung, generell kann die Abteilungsleitung Ausnahmen bei den Besuchszeiten gewähren.

 

Strafkatalog für fehlenden COVID-Test und Maskenignoranz veröffentlicht

Keflavík airport

Alle Passagiere, die keinen negativen COVID-Test an der isländischen Grenze vorweisen können, müssen eine Strafe von 100.000 Kronen entrichten, berichtet RÚV am Abend. Personen, die ein gefälschtes Testergebnis vorlegen, werden wegen Dokumentenfälschung angezeigt.
Diese Informationen veröffentlichte heute die Staatsanwaltschaft. Demnach müssen auch Personen, die versuchen, sich der Probennahme an der Grenze zu entziehen, 100.000 Kronen Strafe zahlen.

Seit letztem Freitag gilt die neue Einreisebestimmung, nach der jeder Passagier einen negativen COVID-Test vorlegen muss, der nicht älter als 72 Stunden sein darf (die Zweifachtestung mit fünf Tage Quarantäne ist auch weiterhin verpflichtend), doch über das Wochenende war den Reisenden ein paar Tage Schonfrist gewährt worden. Ab morgen wird es jedoch ernst, wer dann ohne das Papier erscheint, muss zahlen.

100.000 Kronen kostet es also, wenn kein negatives Testergebnnis vorgelegt wird, wenn man sich dem Test an der Grenze entzieht, und wenn man sich trotz Anweisung nicht in die staatliche Quarantäneeinrichtung begibt. 50.000 bis 250.000 Kronen kostet es, gegen die Isolationsbestimmungen zu verstossen.
Richtig teuer wird es für die Masken- und Abstandsmuffel: wer keine Maske trägt, wo sie vorgeschrieben ist und sich nicht an die Zweimeterregel hält, kann mit einer Strafe von 100.000 bis 500.000 Kronen rechnen.
Ein selbst angefertigtes Testergebnis gilt als Dokumentenfälschung, der Spielraum beträgt da je nach Schwere des Vergehens zwischen einem Jahr und bis zu acht Jahren Gefängnis.

 

Regeln vom 30. Juli werden strenger gefasst

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Islands Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir hat dem Vorschlag von Chefepdemiologen Þórólfur Guðnason zugestimmt, die am 30. Juli veröffentlichten Seuchenschutzmassnahmen in der Öffentlichkeit abzuändern.

Demnach galt bis zum 13. August, dass nicht mehr als 100 Personen an einem Ort zusammen kommen dürfen. Nun dürfen Supermärkte 100 Personen in ihren Räumlichkeiten einlassen, und wenn das Geschäft grösser als 1000 qm misst, darf zusätzlich ein Kunde pro 10 qm eingelassen werden, maximal jedoch 200 Kunden auf einmal.

Bei den öffentlichen Verkehrsmitteln gilt nun die Maskenpflicht bei allen Fahrten, die länger als 30 Minuten dauern. An Bord der Fähre Herjólfur auf die Westmännerinseln herrscht allgemeine Maskenpflicht

Die Regeln für Schwimmbäder und Fitnessstudios müssen noch weiter ausgearbeitet werden. Zur Zeit dürfen nicht mehr als die erlaubte Maximalzahl an Badegästen im Schwimmbad sein. Kinder, die ab dem Jahr 2015 geboren sind, werden bei der Gästezahl nicht mitgerechnet. Ähnliches gilt für Naturbäder. Doch will Þórólfur hier nähere Ausführungen nachreichen.
Manche Bäder haben bereits reagiert. Die öffentlichen heissen Pötte in Hjalteyri, Hauganes und Guðlaug in Akranes etwa wurden geschlossen.

Ausserdem soll es keine zeitlich befristeten Genehmigungen für Veranstaltungen mehr geben, die sich möglicherweise länger als 23 Uhr hinziehen, wie Konzerte, Tanzveranstaltungen, Grossfeuerlager und ähnliches.