MAST bestätigt 16 gefangene Zuchtlachse in Fluss in den Westfjorden

Every fish in the river was weighed and measured.

Einer kürzlich erstellten Studie der Veterinär- und Lebensmittelaufsichstbehörde MAST ist zu entnehmen, dass 16 im Fluss Mjólká gefangene Lachse Zuchtlachse aus industrieller Produktion waren. Offenbar stammten die Lachse aus Meerwasserbecken bei Haganes, wo im August 2021 ein Loch im Netz des Bassins enstanden war, durch das ein Teil der Fische entkommen konnten.

MAST gab an, dass die DNA-Tests zur Sicherheit wiederholt würden, und dass man hoffe, die Herkunft der Fische dadurch besser bestimmen zu können.
Die Gesamtmenge an in der Mjólká gefangenen Lachsen hatte 32 betragen, 16 von ihnen waren echte Wildlachse gewesen.
Die zerlöcherte Zuchtanlage gehört zum Aquakulturunternehmen Arnarlax. In einer Erklärung RÚV gegenüber hatte Karl Steinar Óskarsson, der Leiter der Abteilung für Fischzucht bei MAST, angegeben, dass “wir das immer ernstnehmen, wenn es ein Loch im Zuchtbecken gibt. Krankheiten wurden in den in der Mjólká gefangenen Zuchtlachsen nicht gefunden. Es ist ziemlich klar, dass diese Fische entkommen waren. Sobald wir alle Fakten beisammen haben, werden wir weitere Informationen veröffentlichen.”

Entkommener Zuchtlachs kann für die wilden Lachsbestände gefährlich werden, weil die Aquakulturanlagen als Brutstätten für Krankheiten gelten, die man im Wildlachs nicht findet. Und wenn sich Zuchtlachs mit Wildlachs paart, kann dies zu grossen Problemen im regionalen Ökosystem führen.
Islands Fischzuchtindustrie ist in den vergangenen Jahren massiv angewachsen, um den wachsenden Bedarf decken zu können. Vorfälle wie der oben Genannte kommen bereits seit dem Jahr 208 vor.

 

Gefischter Lachs in den Westfjorden könnte Zuchtlachs sein

fish farming iceland

In den Westfjorden gefangene Lachse stehen im Verdacht, aus industriellen Lachsfarmen entkommende Fische zu sein. Das ist einer Mitteilung der isländischen Veterinäraufsichtsbehörde MAST zu entnehmen. Die Fische waren am 26. August gemeldet worden, daraufhin hatte die Behörde Proben entnommen, um die Herkunft der Lachse bestimmen zu können. Aus den Zuchtbecken entkommene Lachse stellen eine Gefahr für den Bestand der Wildlachse dar, weil Kreuzungen die Überlebenschancen der Wildlachse mindern.

Die isländische Fischzuchtindustrie ist in den vergangenen Jahren stark angewachsen, und kaum ein Fjord in den Westfjorden oder im Osten ist mehr ohne Zuchtanlagen. Die meisten Lachse werden in offenen Meeresbecken gezüchtet, einige wenige Unternehmen produzieren an Land in Meerwasserbecken. In den wenigsten Fällen befinden sich die Unternehmen in isländischer Hand. Die Kayakerin Veiga Grétarsdóttir hatte im vergangenen Jahr Unterwasseraufnahmen von zerrissenen Netzen, erkrankten Fischen und verschmutztem Meeresboden veröffentlicht.

Die Expansion der Industrie hat heftige Kritik von Umweltgruppen und Anwohnern auf sich gezogen. Im Jahr 2019 war dem isländischen Parlament eine Petition mit 18.000 Unterschriften gegen eine neue Zuchtanlage im Meer überreicht worden.
Entkommene Zuchtlachse hat es seit 2018 schon mehrfach gegeben. MAST will mehr Informationen zu dem Fisch veröffentlichen, sobald die DNA bestimmt worden ist.

 

Ausbau von landgestützter Lachszucht, Lachssterben im Meer

fish farming iceland

Das Fischereiunternehmen Samherji will seine landgestützte Aquazucht im Öxarfjörður verdoppeln, berichtet RÚV. Die ersten Bauarbeiten sind bereits im Gange, das ganze Projekt soll um die zwei Milliarden Kronen kosten.
Samherji hat grosse Pläne für die landgestützte Fischzucht in Island. In Reykjanes ist die Produktion von 40.000 Tonnen Lachs geplant, im Öxarfjörður gibt es bereits eine Anlage, die nun ausgebaut werden soll. Der momentane Produktionsumfang liegt bei 1600 Tonnen pro Jahr und gehört zu den grössten der Welt, wie Betriebsleiter Freyr Jónsson schätzt. Sobald die Betriebserlaubnis für den Ausbau vorliegt, könnte man 3000 Tonnen pro Jahr herstellen. Ein Spatenstich war im Januar bereits unternommen worden. Die vorhandenen Bassins, fünf an der Zahl, fassen 2000 Kubikmeter Wasser und stammen aus dem Jahr 2017. Nun sind neue Bassins mit 4000 Kubikmeter Fassungsvermögen geplant. Kaum jemand, so Freyr, betreibe so grosse Lachszuchtbassins.
Schon jetzt weiss er, dass dieser neue Betrieb auch Mitarbeiter benötigen wird. Momentan arbeiten 28 Beschäftigte auf der Anlage am Ende der Welt. Die Anwerbung sei gut gelaufen, nun plane man, weitere Arbeiter einzustellen und die Mannschaft zu verdoppeln.

Lachssterben in Meeresbassins
In den Meeresbassins rund um Island sieht die Lage anders aus, beim Unternehmen Arcic Fish im Dýrafjörður waren in den vergangenen Tagen bis zu 2000 Tonnen Lachs verendet, berichtet RÚV. Das Fischschlachtschiff Norwegian Gannet befindet sich bereits auf dem Weg nach Island, um in der kommenden Woche mit der Lachsschlachtung zu beginnen, bevor noch mehr Fische in den Bassins verenden. Sämtliche Lachse haben Schlachtgrösse und Schlachtgewicht erreicht und sind bereit zur Vermarktung.
Einer Mitteilung des Unternehmens zufolge sterben die Fische vor allem durch Stress beim Umgang. Die hohe Todesrate wird sich auf den Umsatz des ersten Quartals und auch auf die angepeilte Jahresproduktion auswirken.

Schlachtung auf norwegischem Schiff
Die begrenzte Schlachtkapazität in den Westfjorden hatte dazu geführt, dass der Lachs nicht früher hatte geschlachtet werden können, eigentlich hätte dies im letzten Jahr stattfinden sollen. Jetzt geht es darum, zu retten was noch zu retten ist, bevor noch mehr Lachse verenden. Die Schlachtung findet auf der Norwegian Gannet an zwei von vier Standorten im Dýrafjörður statt. Geschlachtet werden sollen 2000 Tonnen der insgesamt 10.000 Tonnen Lachs in den Bassins. Verpackt wird der Lachs dann in einer Fischfabrik in Bildudalur im Arnarfjörður, südlich des Dýrarfjörður.

Schnee behindert Fischtransport
Derweil drängen die Gemeinden in den Westfjorden auf rasche Lösungen im Strassenbau, um die Verkehrsinfrastruktur der von Schnee und Lawinen gebeutelten Region zu verbessern. Nicht nur Tunnelbau, sondern vor allem ein besseres Räumdienstangebot brauche es, um dem gestiegenen Verkehrsaufkommen unter anderem durch Schwerlastverkehr begegnen zu können.
Bei einem schweren Schneesturm im Januar hatten mehrere Lastwagen mit gefrorenem Lachs für den Export im Osten des Landes festgehangen und das Containerschiff in Þorlákshöfn im Südland verpasst.

 

Tote Zuchtlachse im Reyðarfjörður sollen Quallen zum Opfer gefallen sein

Eine ungewöhnlich hohe Zahl an Zuchtlachsen ist in den letzten Tagen in den Meeresbecken von Reyðarfjörður verendet. Die Kayakerin Veiga Grétarsdóttir hat auf ihrer Reise um die Insel auch in diesem Fjord Fotos von den Zuchtbecken der Lachsindustrie gemacht. Auf Bildern, die sie vor einigen Tagen aufnahm, sah man hunderte von toten Lachsen in den Becken treiben.

“Das sagt mir, dass diese Industrie nichts im Meer verloren hat, wie die Leute immer meinen. Dass das überhaupt nicht so nachhaltig und umweltfreundlich ist, wie man glauben machen will. Das da ist eine lebende Zeitbombe. Das überlebt nicht im Meer. Das sind hunderte von Fischen, die da tot herumschwimmen. Verrottende Kadaver. Ohne Haut, ekelhaft, kopflos, und je mehr Fotos ich anschaue, desto mehr ekelhafte Dinge entdecke ich,” sagt Veiga, die im August auch verstümmelte und von Parasiten übersäte Zuchtlachse in den Westfjorden fotografiert und auf ihrer Instagramseite veröffentlicht hatte.

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Damals hatte das betreffende Unternehmen das Problem heruntergespielt und kommentiert, es handle sich um einige Fische in schlechtem Zustand, die nicht der Norm im Betrieb entsprächen. DV berichtet, ein Mitarbeiter des Meeresforschungsinstutes habe ausgesagt, da sei wohl ganz offensichtlich in dem betreffenden Zuchtbetrieb etwas danebengegangen.
Jetzt einen Monat später gibt es also neue Fotos der engagierten Kayakerin.

“Ich habe am Freitag aus der Ferne beobachtet, wie Mitarbeiter des Zuchtunternehmens toten Lachs aus dem Becken pumpen, eineinhalb Stunden lang, und wie man auf den Fotos sieht, ist das die erbärmliche Realität. Nach dem Wochenende hatte sich das noch weiter verschlechtert. Ich verstehe nicht, wie irgendwem danach sein kann, Zuchtfisch aus diesen Becken zu essen und solche Produktion zu unterstützen. Wenn der Fisch da verendet, ist ja schon alles mögliche versucht worden, und trotzdem gibt es eine grosse Menge an kopf- und hautlosen, verrottenden Fischen und die ganze Zeit sammelt sich dieser Dreck im Fjord an.”
Die seit Dienstag verstärkt herrschende Algenblüte werde das Fischsterben vermutlich noch ankurbeln.

Unternehmen macht Quallen verantwortlich
Der Geschäftsführer von Laxa Fischzucht, Jens Garðar Helgason, wiegelt ab auf die Frage, ob es normal sei, dass soviele Fische in den Zuchtbecken verenden. “Jetzt kommt die Quallenzeit hier im Osten. Die dauert vom 15. August bis etwa 15. Oktober. Und manchmal schafft es ein Quallenschwarm in den Fjord hinein. Wir reagieren da schnell und hängen ein Tuch um die Zuchtbecken. Aber es kann passieren, dass die Quallen in die Becken gelangen, bevor wir die Tücher aufspannen können, und dann passiert das, was wir auf diesen Fotos sehen. Aber in bestimmten Fällen ist der Fisch nicht ganz tot. Er ist eigentlich nur benebelt oder ohne Bewusstsein. Daher ist nicht jeder Fisch, der da an der Oberfläche schwimmt auch tot,” erklärt Jens Garðar.
Die Algenblüte schade den Zuchtfischen nicht, weil sie sich meist am Fjordgrund befinde und weit weg von den Becken.

Auf die Frage, ob es nicht besser sei, den Lachs in Becken an Land zu züchten, wo es keine Gefahr durch Quallen oder Algenblüte gibt, sagt Jens Garðar, es spiele keine Rolle ob man Landzucht oder Meereszucht betreibe, es gebe überall Herausforderungen. “Wir haben auf dieses Quallenproblem hier im Fjord reagiert, und ich glaube, wir haben das gut in den Griff bekommen. Natürlich gibt es Verluste, aber gemessen an der Zahl der Fische im Fjord ist das kein grosser Anteil. Man muss auch sehen, dass diese Bilder nicht besonders schön sind,” erklärte der Geschäftsführer des Lachszuchtunternehmens RÚV gegenüber.

Grösste Lachszuchtanlage Islands soll in Þorlákshöfn entstehen

In der Region um Þorlákshöfn an der Südküste Islands soll eine so grosse Fischzuchtanlage gebaut werden, dass die Gemeinde Ölfus überlegt, ein neues Energievesorgungsunternehmen zu gründen, um die bevorstehende Nachfrage nach Strom decken zu können, berichtet RÚV.
Vier Projekte im Bereich der Aquazucht sind in Vorbereitung, insgesamt geht es um eine Menge von 80.000 Tonnen Zuchtlachs, mit einem Exportwert von 70 Mrd ISK. Unterschrieben worden waren die Vereinbarungen bereits im vorletzten und letzten Herbst.

Eins der vier Projekte, Laxeldis ehf. ist bereits weit in seiner Entwicklung gekommen. Das Unternehmen hat drei Grundstücke in Þorlákshöfn angemietet und will dort mit einem Produktionsumfang von 20.000 Tonnen Lachs die grösste Landzucht in Island aufbauen.
Dafür braucht es Energie. Etwa 120 Megawattstunden werden benötigt, und der Bürgermeister von Ölfus, Elliði Vignisson, prüft derzeit mit dem Gemeinderat die Gründung eines neuen Energieversorgers, um dem Unternehmen günstigen Strom anbieten zu können.

Auch der Hafen von Þorlákshöfn soll ausgebaut werden, damit Schiffe von der Grösse der neue Norröna und Frachtschiffe von 180 Metern Länge ankern können. Die Gemeinde hofft, damit nicht nur den internationalen Warentransport anzukurbeln und ökologischer zu gestalten, sondern auch, den Tourismus durch die Hafenanbindung ins Südland zu lenken.

Pilotprojekt: Holzmehl als Fischfutter in der Aquakultur

In Grindavík ist derzeit ein Pilotforschungsprojekt des isländischen Marineforschungsinstituts für Matís im Gange: hier werden Zuchtlachse mit einem umgewandelten Abfallprodukt aus der Holzindustrie gefüttert, berichtet mbl.is.
“Natürlich gibt es im Holz nicht viel Protein, welches die Fische verdauen könnten, aber es wird eine Methode entwickelt, bei der Sägespäne aus der Verarbeitung von Laubbäumen in Einfachzucker umgewandelt werden, welche bestimmte Hefepilze dann wiederum in Einzellerprotein umwandeln (single cell protein). Dieses Einzellerprotein hat eine günstige Aminosäurenzusammensetzung, welche der im Fischmehl gleicht,” erklärt Ragnar Jóhannsson, der Bereichsleiter für Aquakultur und Fischaufzucht beim Marineforschungsinstitut Hafro.

Das Projekt läuft über vier Jahre. Es ist Teil des Europaprojektes Sylfeed, welches sich damit befasst, Proteine aus Abfallprodukten der Holzindustrie herzustellen. Hafro füttert derzeit eine ansehnliche Menge an Zuchtfisch mit diesem Futter und misst das Wachstum der Fische und die Futterausnutzung.

Fischmehl basiert auf knapper Resource
“Um Fisch und auch andere Tierarten wie Geflügel und Schweine aufzuziehen, braucht es proteinreiches Futter. Ein grosser Teil des Futters heute stammt aus dem Pflanzenreich, oft Sojamehl. Der Lachs kann jedoch nicht allein von Pflanzen leben, er braucht auch Proteine aus dem Tierreich, und da wird Fischmehl benutzt. Fischmehl wird aus pelagischen Fischen gewonnen und ist daher eine begrenzte Resource, zudem gehen pelagische Fische in zunehmendem Masse in den menschlichen Konsum. Das Mehl welches bei diesem Projekt hergestellt wird, kann den wachsenden Bedarf für tierische Proteine in der Aquakultur und anderer Lebensmittelproduktionen decken,” sagt Ragnar weiter. Die Konkurrenz um Proteine steige weltweit an.

Methoden wie diese Futterherstellung sollen die Nahrungssicherheit in Europa gewährleisten, weil es Möglichkeiten gibt, eine grosse Menge dieser Einzellerproteine herzustellen.

So ist das Projekt in Grindavík denn auch ein internationales, denn ausser Matís, dem isländischen Institut für Lebensmittelforschung, sind insgesamt zehn Institutionen an der Versuchsfütterung beteiligt, darunter Arbiom (USA, Frankreich), Norske Skog (Norwegen)m Golbey (Frankreich und der isländische Futtermittelhersteller Laxá.

 

Ein Graben durch den Erdrutsch soll Fluss umleiten

Ein Angelverein will 350.000 Kubikmeter Erdreich ausgraben, um den Fluss Hitará, der vor zwei Jahren durch einen Erdrutsch verschoben worden war, in sein ursprüngliches Bett zu leiten. Wie RÚV berichtet, dürfte das Projekt um die 100 Mio ISK (660.000 EUR) kosten, doch der Hitará Angelverein meint, die Investition sei es wert, weil der Fluss einer der lukrativsten Lachsflüsse im ganzen Land ist.

Im Sommer 2018 hatte eine ungewöhnlich regenreiche Wetterperiode einen riesigen Erdrutsch am Berg Fagraskógarfjall verursacht, der die Hitará komplett stoppte. Der Erdrusch war mit einer Breite von einem Kilometer und einer Länge von 1,5 Kilometern der grösste, der jemals in Island vorgekommen ist.
Die Hitará suchte sich ein neues Bett, doch ein wichtiger Laichort der Lachse befindet sich im alten Flussbett und liegt nun trocken oder ist von Erdreich begraben.

Ólafur Sigvaldsson, der Vorsitzende des Hitará Angelvereins, sagt, das jetzt ausgetrocknete Gebiet stelle etwa 20 Prozent der ehemaligen Hitará dar. Wenn man durch die Massen des Erdrutsches einen Graben von sechs Metern Tiefe und 18 Metern Breite grabe, könne es gelingen, den Fluss in sein altes Bett zurückzuleiten.

Der Verein hat eine Unterstützung von 60 Mio ISK (400.000 EUR) beim Fischzuchtfonds beantragt, erwartet jedoch, dass er die restlichen Kosten selber wird tragen müssen. Ólafur meint, im Vergleich mit dem finanziellen Verlust des Vereins durch den Rückgang des Lachsbestandes amortisiere sich die Investition.

Lachssterben in den Westfjorden hätte verhindert werden können

aquaculture farm iceland

Etwa 570 Tonnen toter Lachs ist aus den offenen Meeresbehältern des Lachszuchtunternehmens Arnarlax in den Westfjorden entfernt worden, berichtet RÚV. Die Lachse waren verendet, als sinkende Meerestemperaturen die Fische gezwungen hatten, weiter nach unten in ihren Netzen zu schwimmen, In der drangvollen Enge hatten sich die Fische an den Netzen gerieben und verletzt, und waren an den Wunden verendet.

Nach Angaben der Veterinärüberwachungsbehörde MAST war dies nicht das erste derartige Vorkommnis bei Arnalax. Zu Beginn des Jahres 2018 waren Lachse in derselben Zuchtanlage im Arnarfjörður verendet, und aus dem gleichen Grund. Es dauert bis zu 4 Wochen, bis die Wunden so schwerwiegend sind, dass der Fisch daran zugrundegeht.

Das Nachrichtenmagazin Stundin hatte Anfang der Woche berichtet, dass zunächst von 100.000 Tonnen totem Fisch die Rede gewesen war. Drei Tage später waren es 570.000 Tonnen. Dies ist die höchste Zahl an totem Lachs in einem isländischen Unternehmen seit mindestens einem Jahrzehnt. Stundin schreibt auch, dass die Behörde keine unabhängige Erhebung über den Vorfall in der Fischzuchtanlage durchgeführt habe. Vielmehr seien die Zahlen vom Unternehmen Arnarlax selber gekommen.

Wie Arnarlax’ Vorstandsvorsitzender Kjartan Ólafsson angab, machen die toten Fische nur vier Prozent des Gesamtfischbestandes seines Unternehmens aus. Insgesamt schwimmen 4000 Tonnen Lachs in den Behältern. Die Todesfälle hätten seiner Aussage zufolge verhindert werden können, wenn die Fische im Dezember geschlachtet worden wären, bevor das kalte Januarwetter eintraf. Der Verlust liege jedoch nicht über der im Aquafarming üblichen Menge.
“In Norwegen gab es im letzten Jahr eine Algenblüte und die Todesrate lag bei 20 Prozent. Daher denke ich, man kan in dieser Branche mit einer Todesrate von 5 bis 20 Prozent rechnen.” sagte Kjartan RÚV gegenüber. Es müsse auch geprüft werden, wie man am besten Reserven anlege, um einen solchen Verlust ausgleichen zu können.

Zur Zeit ankern zusätzliche Schiffe im Arnarfjörður, ein Schiff von den Westmännerinseln hatten dabei geholfen, die toten Fische aus den Netzen zu holen und abzutransportieren, ein norwegisches Schiff assistiert bei der Schlachtung der Fische.
Der isländische Verband der Flussfischer hatte kritisiert, es sei schwierig sicherzustellen, dass vor allem ausländische Schiffe keine Krankheiten brächten, die den wilden Lachsbestand infizieren.
In einem Interview mit RÚV gab der Fischexperte bei MAST, Gísli Jónsson, zu, dass die Schiffe eine Schwachstelle seien wenn es darum gehe, ein krankheitsfreies Umfeld zu schaffen, obwohl sie eine Risikobegutachtung durchlaufen hätten und über Desinfektionsanlagen an Bord verfügen.

Aquafarming im Eyjafjörður stört Walbeobachtung

iceland whale

Die Walbeobachtungsunternehmen im Eyjafjörður sehen die Pläne für ein geplantes grosses Aquafarmingprojekt im Fjord mit einem eher mulmigen Gefühl im Magen, berichtet RÚV.

Das sind ja nicht nur ein paar Tanks draussen im Fjord, sondern das ist eine Grossindustrie,” sagt Halldór Áskelsson, der Besitzer von Keli Sea Tours. Er kritisierte, wie in der Sache vorgegangen werde.

Ich bin auf die Sitzung des Arbeitsentwicklungsvereins im Eyjafjörður gegangen, und dort war der Tenor so, dass dies im Konsens mit Gemeinschaft und Natur gemacht werden soll, und ich sehe aber nicht, dass die Gemeinschaft da etwas zu sagen hat.”

Seiner Ansicht nach nehme man die natürlichen Resourcen des Fjords und überreiche sie ausländischen Reichen und Grossunternehmen und trample gleichzeitig auf den Interessensparteien im Eyafjörður herum.

Das Unternehmen Akvafuture bereitet derzeit Aquafarming mit einem Umfang von 20.000 Tonnen Zuchtlachs im Fjord vor. Dem Unternehmen zufolge werden die Lachse in geschlossenen Behältern gezüchtet, die Auscheidungen sollen an Land gepumpt und dort zu Blumenerde und Biodiesel verarbeitet werden. Es handle sich um eine umweltfreundliche Fischzucht, in der durch die Verwendung von Tiefenwasser auch keine Lachslaus vorkomme, schreibt RÚV. Das Belastungs- und Gefahrengutachten muss noch fertig gestellt werden, im Jahr 20121 soll der Betrieb dann losgehen.

Halldór glaubt, die Aquafarm sei viel grösser als die Leute sich klarmachten. An sechs Stellen auf beiden Seiten des Fjords, vor Svalbarðseyri, Skjaldarvík, Dagverðareyri, Ystu-Vík, Hraná und Hjalteyri, sollen die Fischbehälter im Wasser liegen.

Zwischen Akureyri und Hjalteyri verläuft die Fahrtroute der Walbeobachtungsunternehmen. Sprecher der Walbeobachtungsunternehmen zeigen sich besorgt darüber, dass die Fischzuchtbehälter sich auf ihre Fahrt auswirken. Halldór bezeichnet es als enorme Sichtverschmutzung.

Und zu einer Zeit, wo man den Eyjafjörður als Naturparadies bewirbt, und wo man die Natur des Fjords mit Direktflügen aus dem Ausland verkauft, da stampft man eine der grössten Fischzuchten in der Geschichte Islands mitten in der Natur des Eyjafjörður aus dem Boden. Ich finde, da weiss die rechte Hand nicht genau, was die Linke eigentlich tut,” äusserte sich Halldór RÚV gegenüber.

 

Neun von elf Lachsen waren nicht wild

aquaculture farm iceland

Neu von elf Zuchtlachsen, die in isländischen Flüssen gefangen wurden, stammen aus der Zucht von Arnarlax im Tálknafjrður und Arnarfjörður. Das ist das Ergebnis einer Herkunftsbestimmung, die das Marineforschungsinstitut durchgeführt hat, berichtet RÚV. Nach Angaben des Institutes stammen diese Lachse aus drei Fluchtvorfällen, die Arnarlax gemeldet hatte.

Die Herkunftsbestimmung wurde in Zusammenarbeit mit der Lebensmittel- und Veterinäraufsichtsbehörde MAST und Matís durchgeführt, dabei wurde die genetische Information der gefangenen Fische mit denen von männlichen Zuchtlachsen verglichen, die im Jahr 2015 zur Zucht eingesetzt worden waren.

In einer Studie des isländischen Marineforschungsinstitutes, die im Mai veröffentlicht worden war, ist zu lesen, dass von 12 gefangenen Lachsen sechs aus einem Zuchtbetrieb stammten. Der neusten Erbgutbestimmung nach stammten elf von zwölf Lachsen aus Zuchtbetrieben, von diesen elf könne man neun mit Sicherheit auf einen bestimmten Betrieb zurückverfolgen, eine Probe müsse näher untersucht werden. Ein weiterer Fisch, der in der Breiðdalsá an den Haken gegangen war, wartet ebenfalls auf eine Untersuchung, auch hier besteht der Verdacht, dass er aus einem Zuchtbecken enkommen ist.

Die neun genannten Fische stammen alle aus zwei Zuchtbecken des Unternehmens Arnarlax, eines davon in Laugardalur im Tálknafjörður, das andere im Hringdalur im Arnarfjörður.

“Drei Vorfälle, die zu diesen Orten passen, sind gemeldet worden. Arnarlax meldete einen Vorfall/eine Flucht im Hringdalur im Arnarfjörður am 21. Februar und zwei Vorfälle im Laugardalur im Arnarfjörður, denen einen im Februar, den anderen im Juli diesen Jahres. Es hat den Anschein dass alle Fische aus diesen gemeldeten Fluchten stammen,” heisst es in einer Mitteilung des Marineforschungsinstitutes.

Eine britische Studie der University of East Anglia hatte ergeben, dass Zuchtlachse ebenso fruchtbar sind wie ihre wilden Verwandten und ihre Zuchtmerkmale weitergeben können.