Hvalur-Chef verteidigt misslungenen Tötungsfall

Hvalur, whaling company,

In einem Interview mit dem Abendmagazin Kastljós hat Hvalur-Geschäftsführer Kristján Loftsson einen Vorfall verteidigt, der in der vergangenen Woche zur Stillegung eines seiner beiden Walfangschiffe geführt hatte. Kristján zufolge trug ein mechanisches Versagen Schuld an dem Fehlschuss. Gleichzeitig warf er der Veterinäraufsichtsbehörde (MAST) fehlende Erfahrung und Fehler in der Vorgehensweise vor.

Der Vorfall am 7. September war durch einen Haken verursacht worden, der sich in der Seilwinde verfangen hatte. Dadurch sei der harpunierte Wal am Leben geblieben und habe an den Haken gehangen, und die Besatzung habe weder den Wal heranziehen noch den Haken lösen können. Man habe die Situation nicht anders lösen können, so Kristján. Der angeschossene Wal hatte 30 Minuten mit dem Tod gekämpft, bevor der zweite Schuss zu seinem Tode führte.
Kristján kritisierte auch das Video, das der Aufsichtsführende der Fischereibehörde im Auftrag von MAST von der Jagd aufgenommen hatte. Der Vorfall sei mit Zoom aufgenommen worden, was die tatsächliche Entfernung zwischen Wal und Schiff verfälscht habe. Der Wal sei für eine sofortige Tötung viel zu weit weg gewesen, womit die im Video zu sehenden Aktivitäten nicht die Realtität wiedergäben. Der ganze Vorfall sei falsch interpretiert worden und diene dazu, die gesamte Fischereibranche rufzuschädigen.

Seiner Ansicht nach fehle es bei MAST an Personen mit einem breiten Verständnis für die Fischerei, und das Kollegium bei MAST bestehe  sicher zu 70% aus Büroangestellten und Veterinären und sei eine “Stempelelite”. Ausserdem habe MAST vor der Enscheidung, das Walfangschiff stillzulegen, keine Rücksprache mit der Fischereibehörde gehalten und damit die eigene Regeln missachtet.
Der Vorfall sein ein Unfall gewesen, und überall könnten solche Unglücksfälle passieren. Wenn man mit einem anderen Auto zusammenstosse, verliere man doch auch nicht seinen Führerschein auf Lebenszeit, findet Islands einziger Waljäger.

Auf die Frage, wie er die Chancen für eine Aufhebung des Jagdverbotes für die Hvalur 8 einschätze antwortete Kristján Loftsson, er habe keine Lust, in die Gehirne von MAST-Mitarbeitern hineinzuschauen. Und selbstverständlich werde er eine neue Jagdlizenz beantragen, sobald die alte ausläuft (zum Jahresende). Bislang habe sein Unternehmen 15 Wale erbeutet, das sind etwa 10% der diesjährigen Quote von 160 Finnwalen. Die werde man aber kaum ausschöpfen können. Er gab im Interview finanzielle Verluste zu, verweigerte jedoch die Nennung einer Summe.

Am Nachmittag berichtet Vísir, dass MAST dem Unternehmen in Aussicht gestellt habe, mit der Hvalur 8 wieder auf Jagd zu gehen, wenn zwei Bedingungen erfüllt würden:
Der Schütze müsse auf hoher See eine Schiessübung erfolgreich bestehen, um zu beweisen, dass er mit der Harpune umgehen kann. Ausserdem müssen die Verfahrensregeln unter Berücksichtigung der Einwände beider Regulierungsbehörden, Fischereibehörde und MAST, aktualisiert werden. Die Änderungen sollen von beiden Behörden genehmigt und den Besatzungen der beiden Walfangschiffe angemessen mitgeteilt werden.
Sobald diese Forderungen erfüllt sind, darf die Hvalur 8 wieder zur Jagd auslaufen.

 

Walfangschiffe ausgelaufen, Inspektoren an Bord

Hvalur, whaling ship, harpoon

Islands einziges kommerzielles Walfangunternehmen, Hvalur hf., ist auf dem Weg in die Fanggründe, um dort Finnwale zu jagen. Gestern Nachmittag hatten zwei Antiwalfang-Aktivistinnen ihren 33- Stunden langen Protest in den Mastkörben der Walfangschiffe aufgegeben, die ihre Saison am 1. September hätten beginnen können, nachdem Fischereiministerin Svandís Svavarsdóttir das Fangverbot Ende letzter Woche aufgehoben hatte. Gegen die beiden Demonstrantinnen hat das Unternehmen wegen Hausfriedensbruch Anzeige erstattet.

Die Polizeiaktion gegen die beiden Frauen war von Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert worden, unter anderem, weil die Polizei der einen Frau den Rucksack mit Proviant, Mobiltelefon und warmer Kleideung unter Gewaltanwendung weggenommen hatte.
Der stellvertretende Leiter der Hauptstadtpolizei, Ásgeir Þór Ásgeirsson, hatte angegeben, man habe den Rucksack beschlagnahmt, um die Protestaktion abzukürzen. Die beiden Frauen hätten Nahrung und Wasser haben können, wenn sie vom Mast heruntergekommen wären.

Das Wetter draussen auf hoher See war am Wochenende sehr schlecht gewesen, und Hvalur-Chef Kristján Loftsson sah sich ohnehin gezwungen, im Hafen zu abzuwarten. Auch heute Morgen sah es nicht nach Abfahrt aus, erst gegen Abend wurden die beiden Fangschiffe Hvalur 8 und Hvalur 9 auf dem Weg aus dem Hvalfjörður beobachtet, wo sie zusätzliche Ausrüstungsgegenstände an Bord genommen hatten.
Den neuen Bestimmungen nach, die Fischereiministerin Svandís Svavarsdóttir am vergangenen Freitag veröffentlicht hatte, werden die Walfänger in ihrem Tun jetzt noch intensiver überwacht.
Elín Ragnarsdóttir, die Leiterin der Aufsicht bei der Fischereibehörde, sagte, die neuen Bestimmungen zur Überwachung des Walfangs seien “viel weitreichender und detaillierter” als zuvor. Die Aufsichtspersonen seien verpflichtet, noch viel mehr filmisch zu dokumentieren, vor allem wenn es um das Tierwohl gehe. Elín bestätigte dass die gesamte Jagdsaison auf Video aufgenommen werde.

 

Walfangaktivistinnen im Mastkorb gaben nach 33 Stunden Protest auf

Protest

Die beiden Walfangaktivistinnen, die gestern in die Mastkörbe der beiden Walfangschiffe Hvalur 8 und Hvalur 9 geklettert sind und über Nacht dort ausgeharrt hatten, haben ihren friedlichen Protest nach 33 Stunden aufgegeben, berichtet RÚV.
Bei Vísir ist zu sehen, wie die Polizei den beiden Frauen beim gesicherten Abstieg behilflich ist. Eine der beiden Frauen war seit gestern Morgen ohne Wasser, Proviant und Mobiltelefon gewesen, nachdem ein Polizist ihr den Rucksack weggenommen hatte.

Jegliche Versuche von Land aus, ihr Wasser oder Nahrung zukommen zu lassen, war von den Ordnungshütern unterbunden worden. Es hiess, sie könnten sich Wasser und Essen abholen, wenn sie nach unten kletterten. Am Vormittag wollte ein Krankenwagen vorfahren, doch auch der musste das Gelände verlassen, wie zuvor mit dem Argument, wenn eine der beiden Frauen mediznische Hilfe benötige, müsse sie nur aus dem Mastkorb nach unten klettern. Für den stellvertretenden Leiter der Hauptstadtpolizei, Ásgeir Þór Ásgeirsson, hätten die beiden Frauen keinen bürgerlichen Ungehorsam gezeigt, sondern Hausfriedensbruch begangen.
Die beiden Frauen waren separat in zwei Polizeifahrzeugen weggebracht worden. Ásgeir Þór gab an, man werde sie verhören und dann könnten sie ihrer Wege gehen. Eine dritte Frau, die am Nachmittag festgenommen wurde, weil sie unter der Absperrung hindurch auf das Schiff zugehen wollte, klagte Vísir gegenüber, die Polizei habe unnötige körperliche Gewalt angewandt und ihr blaue Flecken zugefügt.

Die Sprecherin der Walschutzorganisation Hvalavinir, Valgerður Arnadóttir, sagte RÚV gegenüber, mit der unterlassenen Hilfeleistung für die beiden Demonstrantinnen habe ganz klar eine Menschenrechtsverletzung stattgefunden. Von Seiten der Polizei heisst es, ein Bewohner sei nicht verpflichtet, einen Einbrecher mit Wasser und Essen zu versorgen.
Margrét Steinarsdóttir, die Geschäftsführerin des Büros für Menschenrechte, sagte Vísir gegenüber, bei der gewaltsamen Beschlagnahmung des Proviants könne es sich schon um eine Verletzung der Menschenrechte handeln. Auch müse geprüft werden, ob die Polizei nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit gehandelt habe. Ihrer Ansicht nach habe die Polizeiaktion in einer rechtlichen Grauzone stattgefunden und gehöre daher untersucht.

Hvalur-Geschäftsführer Kristján Loftsson kündigte an, die beiden Frauen wegen Hausfriedensbruchs anzuzeigen. Bedingt durch das immer noch schlechte Wetter werden die Walfangschiffe erst morgen auslaufen, sie befinden sich allerdings schon auf dem Weg in den Hvalfjörður, um dort Ausrüstung zu laden

Walfangschiffe losgesegelt, Entscheidung über Walfang steht noch aus

Die Schiffe des Walfangunternehmens Hvalur hf. befinden sich seit heute Morgen auf dem Weg nach Süden, Südwesten und Westen, um für die Suche nach Walen bereit zu stehen, sobald der Monat August zuende ist. Dann nämlich endet die von der Ministerin für Fischerei, Landwirtschaft und Lebensmittel verhängte Zwangspause für die Jagd – es sei denn, Svandís Svavarsdóttir entscheidet vor Freitag dem 1. September, den Walfang auch weiterhin auszusetzen.

Im Juli hatte sie einen Tag vor Beginn der Jagdsaison entschieden, den Walfang auszusetzen, weil erst geklärt werden müsse, ob es möglich sei, Grosswale auf tierfreundliche Weise zu jagen und zu töten. Im Frühsommer waren im Auftrag des Ministeriums angefertigte Dokumentarvideos veröffentlicht worden, in denen zu sehen war, dass Wale bis zu viermal harpuniert werden mussten, manche hatten einen bis zu vierstündigen Todeskampf auszukämpfen, bevor sie verendeten. Ein von einer Harpune schwer verletzter Wal entkam und musste fünf Stunden lang verfolgt werden.
Der Fachrat für Tierwohl hatte in einem Gutachten verlangt, nach tierfreundlicheren Tötungsmöglichkeiten suchen zu lassen. Eine von der Ministerin eingesetzte Arbeitsgruppe hatte sich mit der Fragestellung im Sommer befasst.

Koalitionsfragen beeinflussen nicht die fachliche Entscheidung
Bis heute hat Ministerin Svandís Svavarsdóttir nicht entschieden, ob sie das Jagdverbot auf Grosswale weiter ausdehnt. Die Jagdlizenz des Unternehmens läuft ohnehin mit dieser Saison aus und müsste erneuert werden, doch Svandís hatte schon im Winter angedeutet, dass sie den kommerziellen Walfang nicht mehr für zeitgemäss hält.
Vísir gegenüber gab Svandís an, sie treffe ihre Entscheidung, sobald ihre Mitarbeiter den Bericht über die Tierschutzvorfälle beim Walfang ausgewertet hätten. Dieser von der Arbeitsgruppe angefertigte Bericht sei erst gestern eingegangen. Mit einem Memo sei in den nächsten 24 Stunden zu rechnen.

Svandís’ Entscheidung vom Juli, den Walfang auszusetzen, war auf starke Kritik bei den Koalitionspartnern von Unabhängigkeitspartei und Fortschrittspartei gestossen. Von Parteimitgliedern war zu hören, dass eine Ausweitung des Walfangverbotes schwerwiegende Auswirkungen auf die Zusammenarbeit der Regierungskoalition haben werde. Einige Politiker warfen ihr gar eine Verletzung des Verwaltungsrechtes vor, manche denken sogar über einen Misstrauensantrag gegen die Ministerin nach.
Svandís sagte, dies habe keinen Einfluss auf ihre Entscheidung. “Wie immer in dieser Angelegenheit und anderen Angelegenheiten gründe ich meine Entscheidungen auf fachliche Einschätzung, auf eine rechtliche Basis und auf gute Verwaltungsarbeit. Das werde ich wie schon zuvor auch jetzt tun,” gab die Ministerin an.

Es bleibt für die Wale also weiter spannend. Hvalur-Chef Kristján Loftsson jedenfalls ist schon mal aufs Meer gerudert und hat die Harpunen ausgepackt.
Sollte die Ministerin jedoch entscheiden, das Jagdverbot nicht weiter auszudehnen, ist es trotzdem eher unwahrscheinlich, dass Kristján schon am Wochenende tote Wale an Land zieht, denn die Wettervorhersage sieht ausgesprochen schlechtes Wetter und Sturm voraus.

Walfang: Jobverlust und Vorwürfe wegen Minister-Entscheidung

Páll Stefánsson. Whaling in Iceland, 2010

Auch an Tag zwei nach der Ministerentscheidung, den Walfang in Island bis zum 31. August auszusetzen, befinden sich grosse Teile der Seemannsbranche in Aufruhr. Vor allem im westisländischen Städtchen Akranes war die Empörung gross, dort veröffentlichte der Stadtrat eine Erklärung, in der kritisiert wurde, dass die Entscheidung unverhältnismässig sei, sowie schlechte Politik, weil erst entschieden wurde, um dann zu untersuchen. Überdies reiche die Meinung des Fachrates für Tierschutz nicht aus, um eine solch schicksalhafte Entscheidung zu rechtfertigen, die sich unmittelbar auf das Überleben vieler Haushalte auswirke. Auch die Stadt selbst ist betroffen, geht sie doch nun mehrerer Millionen ISK an Steuereinkünften verlustig. Der Stadtrat hat die Ministerin aufgefordert, ihre Entscheidung zurückzuziehen.
Wie gestern bekannt wurde, hatten durch das Aussetzen des Walfangs um die 200 Personen ihre Arbeit unerwartet verloren, darunter auch Leute, die eine Stellung extra gekündigt hatten, um das ausgesprochen lukrative Walschlachten über den Sommer auszuüben, sowie Studenten, die sich mit diesem Sommerjob ihr Studium finanzieren.  Heute Abend fand eine offene Sitzung von Bürgern, Gewerkschaft und Lokalpolitik statt, zu der auch Ministerin Svandís Svavarsdóttir angereist war.

Hvalur-Chef greift Minister und Fachrat an
Hvalur-Chef Kristján Loftsson hat bislang nur der konservativen Tageszeitung Morgunblaðið ein Interview gegeben, wo er angab, die Entscheidung sei wie ein Blitz aus heiterem Himmel gekommen. Er erhob Heimildin zufolge auch schwere Vorwürfe gegen die Ministerin für Fischerei, Landwirtschaft und Lebensmittel: „Was hier vor sich geht, ist, dass ein extremer Kommunist das Lebensmittelministerium kontrolliert und alles außer der Verstaatlichung zu hassen scheint.“

Auch der Fachrat für Tierschutz bekam sein Fett weg. Das Gremium hatte in seinem am 19. Juni veröffentlichten Bericht den Walfang so eingeschätzt, dass es nach heutiger Praktik und aktuellem Wissensstand nicht möglich sei, einen Grosswal im Einklang mit den Gesetzen zum Tierschutz zu töten. Auf diesen Bericht hatte die Ministerin ihre Entscheidung gegründet und verfügt, dass die diesjährige Walfangsaison statt Mitte Juni erst am 31. August beginne.  Der Zeitraum bis dahin solle genutzt werden, um Möglichkeiten zu finden, wie man Wale tierschutzgerecht jagen und töten kann.
Kristján bezeichnete den Bericht als „von Experten verfasst, die keine Erfahrung mit diesen Themen haben“. Er wirft dem Fachrat vor, die Sache noch weiter auf den Kopf zu stellen, und bezeichnete den Fachratsvorsitzenden Henry Alexander Henrysson vom Instituts für Ethik an der Universität Island als erklärten Gegner des Walfangs und daher für unfähig, in der Sache zu urteilen.

Fachrat sollte nur eine Frage beantworten
Henry Alexander weist die Vorwürfe zurück. Der Fachrat habe lediglich die Anfang Mai veröffentlichte Studie zu Überwachungsvideos aus der Walfangsaison 2022 samt damit in Zusammenhang stehende Daten sowie andere Daten zum Walfang prüfen sollen. Der Ministerin habe die Überwachungsstudie nämlich für eine Entscheidung nicht ausgereicht.
„Deshalb hat man den Fachrat gebeten, die Sache intensiv zu prüfen und eine einfache Frage zu beantworten: Ob es möglich ist, sicherzustellen, dass ein Wal auf tierschutzgerechte Art und Weise getötet werden kann,“ erklärt Henry Alexander. „Wir sind nach reiflicher Überlegung zu dem Ergebnis gekommen, nein, es ist nicht möglich, das sicherzustellen.“ Diese Antwort sei an die Veterinäraufsichtsbehörde MAST gegangen, und von da aus an die Ministerin. „Wir fällen keine Entscheidungen, und wir haben keine rechtliche Handhabe.“ betont der Ethiker.
Die Antwort des Fachrates sei gut begründet gewesen, ganz anders als die Debatte der letzten Tage, das Interview mit dem Hvalur-Chef sei da beispielhaft. „Er redet um etwas ganz anderes als unsere Argumentation, aber ich glaube, die sollte er sich eher mal genauer anschauen. In gewisser Weise finde ich, wenn er nach zwei Tagen mit nichts Besserem aufwartet, dann bestätigt er damit nur unser Ergebnis.“

Saisonstart war bis zuletzt ungewiss
Die Walfangsaison 2023 hatte zuletzt einem Kopf-an-Kopf-Rennen geähnelt. Nach Bekanntwerden der Überwachungsvideos, in denen zum Teil stundenlange Todeskämpfe von geschossenen Walen zu sehen waren, hatte die Ministerin angegeben, über keine gesetzliche Handhabe für einen Widerruf der Walfanglizenz zu verfügen. Stattdessen hatte sie die Überwachungsstudie an den Fachrat für Tierschutz weitergeleitet und um eine fachliche Einschätzung gebeten. Diese Einschätzung stand noch aus, selbst als Hvalur hf. in der vergangenen Woche unerwartet eine Betriebsgenehmigung für die Schlachtanlage im Hvalfjörður erhalten hatte, wo zuvor von den Gesundheitsbehörden schwerwiegende Mängel in Sachen Umweltschutz festgestellt worden waren.
Die von der Ministerin angeforderte Einschätzung des Fachrates für Tierschutz wurde am 19. Juni veröffentlicht – einen Tag bevor Kristján Loftsson unbeirrt mit seinen beiden Walfangschiffen in See stechen wollte.

 

Walfang: Jagdsaison beginnt am Mittwoch, alle Lizenzen liegen vor

Am Mittwoch hat die westisländische Gesundheitsbehörde eine zeitlich befristete Betriebsgenehmigung für das Walfangunternehmen Hvalur hf. ausgestellt. Die Verlängerung der am 1. Mai abgelaufenen Genehmigung gilt bis zum 12. Juli und wurde auf der Grundlage des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit gewährt.
Die diesjährige Jagdsaison beginnt am kommenden Mittwoch.

Tauziehen um Erlaubnis
Am 3. Juni 2022 hatte Hvalur hf. – das einzige Unternehmen in Island, welches kommerziellen Walfang betreibt – bei der Gesundheitsbehörde eine neue Betriebserlaubnis für die Walfangstation an Land beantragt, sowie eine befristete Verlängerung, die bis zum 1. Mai 2023 galt, während die dauerhafte Genehmigung in Arbeit war.  Ein Vorschlag für die dauerhafte Lizenz war am 12. Mai veröffentlicht worden, dort konnten bis zum 9. Juni auch Einwände erhoben werden. Eine Fülle solcher Einwände ist bei der Behörde eingegangen, ihre Bearbeitung ist noch im Gange.
Da die dauerhafte Erlaubnis ausstand, die Saison aber Mitte Juni bginnt, hatte Hvalur-Chef Kristján Loftsson um eine befristete Erlaubnis ersucht, und diese war am Montag und Mittwoch beim zuständigen Ausschuss zur Sprache gekommen.
Im Sitzungsprotokoll heisst es, dass der Ausschuss dem Gesetz zufolge berechtigt ist, den Gültigkeitszeitraum einer Betriebserlaubnis zu verlängern, während eine neue in Arbeit ist. Im letzten Jahr hatte der Ausschuss die befristete Erlaubnis bis zum 1. Mai verlängert, das sind neun Monate, weil man davon ausgegangen war, dass innerhalb dieser Zeit eine dauerhafte Erlaubnis ausgestellt werden kann.

Mängel auf dem Betriebsgelände behoben
“Während des Bearbeitungszeitraums wurden von der Gesundheitsinspektion verschiedene Verbesserungen im Zusammenhang mit der aktuellen Betriebserlaubnis gefordert, insbesondere im Hinblick auf die Vermeidung von Umweltverschmutzung. Nach den Informationen, die der Ausschuss erhalten hat, hat Hvalur daran gearbeitet, diese Mängel zu beheben, wobei die Verbesserungen entweder abgeschlossen sind oder sich in einem fortgeschrittenen Stadium befinden.“
Hvalur hf. will Informationen zufolge diese Verbesserungen bis zum 19. Juni abschliessen. Der Ausschuss hat daher entschieden, die befristete Betriebserlaubnis noch einmal zu verlängern: „Unter Verweis auf den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz des Verwaltungsrechts ist der Ausschuss der Ansicht, dass die Voraussetzungen für eine vorübergehende Verlängerung der Betriebsgenehmigung von Hvalur bis zur Erteilung einer neuen Genehmigung gegeben sind, jedoch niemals länger als bis zum 12. Juli 2023, wenn die gesetzliche Höchstverlängerung erreicht ist.“

Jagdsaison beginnt am Mittwoch
Fiskifréttir berichtete gestern dass der Beginn der Walfangsaison von der Zerteilstation im Hvalfjörður bestätigt worden sei.
Nach Angaben von Betriebsleiter Gunnlaugur Fjólar Gunnlaugsson beginne die Jagd auf Finnwale am kommenden Mittwoch. Alle benötigten Genehmigungen für die Jagd und für die Verarbeitung an Land lägen vor.

Im vergangenen Jahr hatte Hvalur hf. insgesamt 148 Finnwale erbeutet. Videos von Tierschutzbeauftragten der Veterinäraufsichtsbehörde MAST hatten vor zwei Monaten ans Licht gebracht, dass rund ein Drittel aller Wale mehrfach harpuniert werden muss und der Todeskampf der Meeressäuger bis zu zwei Stunden dauert.
Die Jagdlizenz des Unternehmens gilt noch für dieses Jahr, dann läuft sie aus. Die zuständige Ministerin für Fischerei, Landwirtschaft und Lebensmittel, Svandís Svavarsdóttir, hatte angegeben, sie verfüge nach Information ihrer Juristen im Ministerium über keine rechtliche Handhabe, die Lizenz aufgrund der dokumentierten Tierquälereien widerrufen. Ihre Weigerung hatte öffentlichen Protest im In- und Ausland hervorgerufen. Bei Petitionen waren über 250.000 Unterschriften zusammengekommen.
Gestern berichtete Vísir, dass sich die Sea Shepard, das Schiff des Walfanggegners Paul Watson, auf dem Weg nach Island befinde.

Walfang: Verlustgeschäft, aber Dividende in Aussicht

Das Walfangunternehmen Hvalur hf. hat im vergangenen Jahr 900 Millionen ISK Gewinn gemacht, und zwar durch Investition in andere Unternehmen. In der Walfangbranche fuhr Hvalur hf. auch weiterhin Verluste ein, berichtet Heimildin. Das zeigt die Jahresbilanz für die Zeit zwischen dem 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022.

Die Kosten für den Betrieb der Fangschiffe, die Zerteilanlage im Hvalfjörður und den Export der Produkte beliefen sich auf 2.363 Mio ISK, die Kosten für die Gefrierlagerung im Hvalfjörður auf 202 Mio ISK, und die Einnahmen aus dem Verkauf des Walfleisch beliefen sich auf 44 Mio ISK im gleichen Zeitraum. Trotz des Exports wuchsen die Vorräte des Unternehmens um den Gegenwert von 2,260 Mio ISK. Daher ist davon auszugehen, dass ein Grossteil des im letzten Jahr verarbeiteten Walfleischs in den Gefrierhäusern verschwunden ist.

Im genannten Bilanzzeitraum erbeutete Hvalur 148 Finnwale. Der Sommer 2022 war der erste seit 2018, in dem das Unternehmen wieder zur Jagd in See gestochen war. Ausführungen der Jahresbilanz zufolge hatte man in den drei Pausejahren aus den Vorräten verkauft. Nach der Jagd im letzten Jahr stieg der Wert der Vorräte hingegen um die vorgenannten 2,260 Mio ISK.

Kräftige Dividendenausschüttung  vorgeschlagen
Die Unternehmensleitung hat nun vorgeschlagen, eine Milliarde ISK als Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Grösster Aktionnär bei Hvalur hf. ist Geschäftsführer Kristján Loftsson mit 28 Prozent Eigneranteil. Kristjáns Schwester Birna hält über die gemeinsame Holdinggesellschaft der Geschwister, der Fischereikapitalgesellschaft Venus hf., einen Anteil von 21 Prozent.
Bislang ist nicht klar, ob das Unternehmen eine neue Lizenz für die Waljagd erhält, die für diesen Sommer noch gültige Lizenz läuft nach der Saison aus. Überwachungsvideos der Veterinäraufsichtsbehörde MAST hatten kürzlich zutage geführt, dass etwa die Hälfte der erbeuteten Wale nicht sofort verendet und dass manche auch nach mehrfacher Harpunierung einen stundenlangen Todeskampf erleiden müssen.

Heimildin hatte sich im Parlament nach der Stimmung in Sachen Walfanglizenz erkundigt. Dabei hatten sich 40 Prozent der Abgeordneten gegen eine Weiterführung des kommerziellen Walfangs ausgesprochen, und 13 Prozent waren dafür gewesen.

Walfang: Hvalur hf. erhält 2. Fristverlängerung wegen leckem Öltank

Die Gesundheitsbehörde in Westisland hat dem Walfangunternehmen Hvalur hf. eine Fristverlängerung bis nächstes Jahr erteilt, um einen auf blankem Erdboden stehenden Öltank gemäß der Verordnung zur Verhütung von Ölverschmutzungen korrekt aufzustellen. Die Fristverlängerung wurde erteilt, obwohl das Unternehmen ein Jahr Zeit gehabt hatte, um die geforderten Nachbesserungen vorzunehmen, berichtet RÚV.

Vor einem Jahr war der nicht vorschriftsmässig aufgestellte Öltank bereits moniert worden. Einem Brief der Gesundheitsbehörde an das Ministerium für Umwelt und Klima zufolge ist die Frist ein weiteres Mal verlängert worden, und zwar bis Juni 2024. Gesetzliche Bestimmungen erfordern eine Betonplatte mit Schutzvorrichtung, um den Tank ohne Verschmutzungsgefahr befüllen zu können.
Hvalur hf. hingegen gab an, so der Brief des Gesundheitsamtes, man prüfe andere Wege für eine zufriedenstellende Verschmutzungsprävention, da das Giessen einer Betonplatte “eine teure und umfangreiche Unternehmung” darstelle. Am Hungertuch nagt man bei Hvalur hf. jedoch nicht, im letzten Jahr hatte Hvalur-Chef Kristján Loftsson RÚV gegenüber einen Umsatz von 3,5 Mrd ISK erwähnt.
Die Entscheidung der Gesundheitsbehörde, die Frist noch einmal zu verlängern, war am Donnerstag den 1. Juni getroffen worden.

Naturschutzbund klagt und legt Berufung ein
Árni Finnsson, der Vorsitzende des isländischen Naturschutzbundes, sagte, es sei nicht hinnehmbar, dass das Unternehmen gegen geltende Vorschriften verstößt. „Wir werden auf jeden Fall gegen diese Frist Berufung einlegen. „Der Betrieb dieses Unternehmens entspricht in keinster Weise den Gesundheitsvorschriften“, erklärte Árni.

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass die Lebensmittel- und Veterinäraufsichtsbehörde MAST Walfleischproben untersucht und eine grenzwertüberschreitende Keimbelastung gefunden hat. Die während der Sommermonate erlegten Wale werden im Hvalur-Betrieb gleich nach Anlandung unter freiem Himmel zerteilt.
Der Naturschutzbund hat zuvor auch verlangt, dass MAST die Betriebserlaubnis von Hvalur hf. widerruft. Ausserdem hat die Naturschutzorganisation eine Anzeige gegen die Praktiken des Unternehmens eingereicht, und zwar bei der Polizei und der EFTA-Aufsichtsbehörde. Letztere Institution hatte wissen lassen, dass der Fall beschleunigt behandelt werde.

Walfang: Isländischer Naturschutzbund meldet Jagdlizenz an EFTA

whale, hvalur, hvalaskoðun, whale watching

Der isländische Naturschutzbund hat die Jagdlizenz für das Walfangunternehmen Hvalur hf an die Aufsichtsbehörde der EFTA gemeldet. Die Anwältin des Naturschutzbundes ist der Ansicht, dass diese Lizenz gegen geltende Bestimmungen in Europa verstösst und hofft auf eine schnelle Reaktion.
Hvalur hf hält für diese Saison noch eine gültige Jagdlizenz. Die Ministerin für Fischerei, Landwirtschaft und Lebensmittel, Svandís Svavarsdóttir, hatte geäussert, es müsse schon viel passieren, damit diese Lizenz nach der Saison erneuert werde. Die derzeitige Jagdlizenz war im Jahr 2019 vom damaligen Minister Kristján Þór Júlíusson ausgestellt worden. Nachdem vor zwei Wochen brisante Fakten aus den Jagden im letzten Sommer veröffentlicht worden waren, hatte die Ministerin angegeben, ein sofortiger Lizenzentzug sei nicht möglich.

Klage wegen Tatenlosigkeit der Regierung
Nun also soll die EFTA prüfen, ob diese Jagdlizenz europäischen Bestimmungen entspricht. Mit der Meldung protestiert der Naturschutzbund gegen die Tatenlosigkeit der Regierung, die diese Jagd weiter erlaubt, obwohl Daten für eine Verletzung des Tierschutzgesetzes vorliegen, gab die Anwältin des Naturschutzbundes, Védís Eva Guðmundsdóttir, Vísir gegenüber an. Man gehe davon aus, dass die Lizenzerteilung nicht den europäischen Bestimmungen zu Tierwohl und Lebensmittelsicherheit entspreche.
“Ausserdem kommt Island seinen Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen und der EES-Gesetzgebung zur Kohlenstoffemission nicht nach. Wir halten es für offensichtlich, dass mit dieser Jagderlaubnis sowohl Tierwohl als auch Lebensmittelsicherheit und Klimaverpflichtungen gefährdet sind.” Man habe bei der ESA um eine beschleunigte Bearbeitung gebeten, da die Waljagd in wenigen Wochen beginnen soll. “Wenn die Ministerin nicht reagiert, hoffen wir dass die Aufsichtsbehörde der EFTA, die auch Aufsicht über Island führt, schnell reagiert,” so Védís.

Die Walfanglizenz ist damit die zweite der ESA vorliegenden Tierschutzklagen aus Island. Erst in der vergangenen Woche war im Ministerium ein Schreiben eingegangen, wonach die isländische Regierung mit ihrem Regelwerk zur Blutgewinnung aus tragenden Stuten gegen die Richtlinie der EFTA zum Schutz von für wissenschaftliche Zwecke genutzte Tiere verstösst. Im Fall der Blutstuten hat Island zwei Monate Zeit, um auf den Brief zu reagieren.

Irischer Premier spricht Walfang an
Der Walfang war auch beim gerade vergangenen Europagipfel in Reykjavík in einem Gespräch zwischen dem irischen Premierminister Leo Vardakar und Premierministerin Katrín Jakobsdóttir thematisiert worden. Vardakar hatte auf die kürzlich veröffentlichte Studie zum langen Todeskampf von Walen hingewiesen, und dass die Ergebnisse Aufsehen und Entsetzen hervorgerufen hätten. Er habe die Waljagd nicht kritisiert, sondern nur angesprochen. Katrín Jakobsdóttir habe ihm gesagt, es sei noch unklar, ob es für die kommenden Jahre eine neue Jagdlizenz geben werden, doch sollte das der Fall sein, dann könnte die Lizenz strengere Voraussetzungen in Bezug auf das Tierwohl enthalten als bisher.
Hvalur-Chef Kristján Loftsson hatte kürzlich wissen lassen, dass sein Unternehmen an neuen Tötungsmethoden arbeite, mit denen die Jagd effizienter werde. Unter anderem teste man eine zusätzlich mit Strom geladene Harpune.

Vardakar zufolge sei die Irische See eine Art Schutzzone für Wale, und dort sei die Zahl der Wale und Delphine in den vergangenen Jahren gestiegen. Dies sei wichtig für den Tourismus und die Biodiversität. Man wolle anderen Ländern nicht vorschreiben, wie sich sich zu verhalten hätten, so Vardakar, man wolle über Zusammenarbeit reden, immerhin teile man das Meer miteinander, damit sei die Biodiversität ein Diskussionsthema für alle.

Walfanglizenz kann nicht eingezogen werden, sagt Ministerin

Die Ministerin für Fischerei, Landwirtschaft und Lebensmitel, Svandís Svavarsdóttir, sagte RÚV gegenüber, es sei nicht möglich, die Jagd auf Wale in der diesjährigen Saison zu stoppen, obwohl im letzten Jahr gesammelte Daten einwandfrei beweisen, dass die Tötungspraktik nicht dem Tierschutzgesetz entspricht. Das einzige Walfangunternehmen im Lande, Hvalur hf., hatte angegeben, zwei Tötungsmethoden zu testen, mit denen die Jagd effizienter wird.

Die Studie war gestern von der isländischen Veterinäraufsichtsbehörde MAST in groben Zügen veröffentlicht worden, und sie zeigte auf, dass etwa ein Drittel aller erlegten Wale nicht sofort verenden. Etwa 14 Wale mussten mehr als einmal mit der Harpune beschossen werden, bei zwei Walen waren vier Schüsse notwendig. Im Durchschnitt dauerte der Todeskampf 11,5 Minuten, in einem Fall kämpfte ein Wal zwei Stunden mit dem Tod. Ein Wal wurde in den Rücken getroffen und musste über fünf Stunden lang verfolgt werden. Der Wal entkam.

Rechtliche Grundlage fehle
Die Ministerin hatte die Ergebnisse als “schockierend” bezeichnet, sie würden förmlich danach rufen, den Walfang in Island erneut zu prüfen. “Ich finde, dass diese Daten darauf hinweisen, dass diese Branche mehr ein Ding der Vergangenheit als der Zukunft ist,” sagte Svandís. Zur Zeit praktiziert nur ein Unternehmen (Hvalur hf.) den Walfang in Island. Nach Angaben der Ministerin sei es jedoch trotz der Ergebnisse nicht möglich, die ausgestellte Jagdlizenz für diese Saison einzuziehen.
“Es braucht eine rechtliche Grundlage, um diese Lizenz einzuziehen. Diese rechtliche Grundlage liegt nicht vor, soweit ich durch mein Ministerium informiert bin,” sagte Svandís. Sie hatte schon zuvor angedeutet, dass die Regierung nach der Saison 2023 keine weiteren Walfanglizenzen ausstellen werde.

Zwei neue Tötungsmethoden im Test
Hvalur-Chef Kristján Loftsson hatte insgesamt 76 Einwände gegen die im letzten Sommer angefertigten Daten erhoben und es damit geschafft, die Veröffentlichung dreimal zu verzögern. Unter anderem wies er die Annahme zurück, dass ein Wal erst dann als tot gilt wenn er sich nicht mehr bewegt. Tiere, so Kristján, könnten sich auch nach dem Tod noch bewegen.
Als Reaktion auf die gestern schliesslich eröffentlichten Ergebnisse gab Hvalur hf an, dass das Unternehmen zwei neue Methoden entwickle, mit denen die Waltötung effizienter werde.
Bei einer Methode kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz, welche die Treffgenauigkeit der Harpunen verbessert. Die andere Methode umfasst den Einsatz von elektrischem Strom in der Harpune, der ausgelöst wird wenn der Wal durch den Harpunenschuss selbst nicht verendet.
Hvalur hf. nutzt Harpunen mit Granatenspitze, um Wale zu erlegen. Diese Harpunen sollen im Idealfall etwa einen Meter tief in den Wal eindringen und dort explodieren. Durch die Explosion werden gefederte Widerhaken in das Fleisch gefeuert. In der MAST-Studie heisst es, zwei Drittel der Tiere verendeten dadurch sofort.