Krýsuvík: Energiekonzern HS Orka bereitet Probebohrungen im Quellgebiet vor

Krýsuvík - Seltún - hverasvæði - Reykjanes

Der Energiekonzern HS Orka hat grosse Pläne auf der Halbinsel Reykjanes. Dank eines Kredites von 40 Milliarden zu guten Bedingungen kann nicht nur das Kraftwerk Svartsengi wieder aufgebaut, sondern auch ein neues Erdwärmekraftwerk in Krýsuvík in Angriff genommen werden.

HS Orka-Direktor Tóm­as Már Sig­urðsson erklärte mbl.is gegenüber, die Finanzierung decke den laufenden Ausbau und die Renovierung des Svartsengi-Kraftwerks ab und ermögliche dem Unternehmen weiteres Wachstum in den Bereichen Geothermie und Wasserkraft. Die HS Orka ist zu knapp 54% in ausländischer Hand und das einzige isländische Energieunternehmen, das sich ausschliesslich in Privatbesitz befindet. Als nächstes stehen Tomas zufolge Probebohrungen in Krýsuvík und in der Svartsengi-Region auf dem Programm. Auch am Kraftwerk Hvalárvirkjun in den Westfjorden will man weiterarbeiten.

Heisses Wasser für die Hauptstadt
In Krýsuvík ist am Bergzug Sveifluháls oberhalb der heissen Quellen ein 100 MW Erdwärmekraftwerk geplant. Die Notwendigkeit eines Kraftwerkes an diesem Standort wird seit mehreren Jahren diskutiert, nicht zuletzt, weil die stetig wachsende Bevölkerung von Halbinsel und Hauptstadtgebiet zusammen mit dem wachsenden Touristenstrom immer mehr heisses Wasser benötigt. Schon mehrfach hatte man an sehr kalten Wintertagen die Heisswasserzufuhr drosseln müssen, und Hauptstadtschwimmbäder mussten geschlossen werden, um Wasser zu sparen.

Anfang Juni hatte die Stadt Hafnarfjörður mit der HS Orka einen Vertrag über 65 Jahre geschlossen, durch den Probebohrungen in Krýsuvík und die Energienutzung genehmigt wurde. Von der Bürgermeisterin verlautete, man wolle die einzigartige Natur in Krýsuvík dennoch bewahren. Das neue Erdwärmekraftwerk soll bei Inbetriebnahme 50.000 Einwohner mit Strom und heissem Wasser zur Beheizung von Häusern versorgen.

Kraftwerk im geschützten Naturpark
Das Geothermalgebiet Krýsuvík liegt innerhalb des 1974 gegründeten Naturparks Reykjanes und gehört zu den beliebtesten Naherholungsgebieten im Südwesten Islands, immerhin liegt es keine Autostunde entfernt vom Zentrum Reykjaviks. Im Quellgebiet Seltún finden sich heisse Schlammquellen und kochende Wasserlöcher in farbenreichem vulkanischem Gestein. Das weitestgehend unbesiedelte Gebiet ist nicht nur für Tagesbesucher eine Art Island in der Nussschale, von hier aus führen auch beliebte Wanderrouten in alle Himmelsrichtungen. In diesem Artikel aus dem Jahr 2016 sind Bilder des Fotografen Ellert Grétarsson zu sehen, der sich seit Jahren für den Schutz der vulkanischen Landschaft auf der Halbinsel Reykjanes einsetzt.
In einem Facebookbeitrag schrieb der Naturschutzaktivist heute, das Projekt werde mit seinen Kraftwerksgebäuden, Dampfleitungen, Hochspannungsmasten und anderen Bauwerken ausgesprochen negative Auswirkungen auf die Natur und das Aussehen von Krýsuvík haben.

Geschmackvolles Kraftwerksdesign
Die Bürgermeisterin von Hafnarfjörður, Rósa Guðbjartsdóttir, hatte im Juni versprochen, auf Naturschutz achten zu wollen. Die HS Orka entwerfe die zu errichtenden Strukturen so geschmackvoll, dass sie sich in die Umgebung gut einfügten. Man wünsche sich, dass am Ende noch mehr Besucher angelockt werden.

Auch Ideen für einen sogenannten „Resourcenpark“ gibt es für das Gebiet. Während der Vertragslaufzeit erhält die Stadt Hafnarfjörður 300 Millionen ISK durch Pacht und Grundsteuer, ausserdem ein noch auszuhandelnder Prozentsatz aus den Einnahmen. Rosa erklärte, der Vertrag sei finanziell wichtig für die Stadt, noch wichtiger aber sei die für den Bürger produzierte Energie.

 

Reykjanes: Neue Strasse zur Lagune kurz vor Fertigstellung

Die isländische Strassenverwaltung arbeitet derzeit daran, eine neue Strasse zum Kraftwerk Svartsengi zu bauen. Das Kraftwerk und die benachbarte Blaue Lagune sind von einem Schutzwall umringt, die Zufahrt, die in das geschützte Gebiet führte, war allerdings in der letzten Woche bei einem kurzen Lavaausbruch teilweise zerstört worden. Auch die Strasse, die den Küstenwort Grindavík mit der nördlichen Schnellstrasse verbindet, hatte schwere Schäden erlitten.

Über frischer Lava verlegt
Der Strassenbau ist wichtig, weil die Blaue Lagune für Touristen wieder geöffnet ist. Auch wenn es derzeit kaum seismische Aktivität in der Region gibt, deuten Messungen darauf hin dass sich das Land bei Svartsengi erneut hebt. Mit weiteren Lavaausbrüchen ist daher zu rechnen, Experten gehen von Ende Februar oder Anfang März aus. Man hofft, die neue Strasse in der kommenden Woche fertigstellen zu können.

Da die neue Strasse über frischer Lava zu liegen kommt, wird sie entsprechend mit Randmarkierungen, Warnsignalen und Blinklichtern ausgestattet. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 Kilometer pro Stunde. Autofahrer sind angehalten, vorsichtig zu fahren und nicht auszusteigen, weil die Strasse heiss sein könnte. Hitzesensoren zeigten gestern eine Untergrundtemperatur von 50 bis 80 Grad an, der Asphalt ist jedoch kühler.

Lavaströme unvorhersehbar
Die neue Strasse könnte im Fall eines weiteren Ausbruchs den Verkehr sowohl nach Grindavík als auch in die Lagune ermöglichen, sodass das beliebte Touristenbad nicht schliessen muss. Der letzte Ausbruch hatte sich am frühen Morgen und glücklicherweise in einiger Entfernung der Lagune ereignet und rund 150 Touristen hatten evakuiert werden müssen. Der Lavastrom hatte dann gegen Mittag unerwartet seine Richtung geändert und war auf die ungeschützte Lagunenzufahrt hingeflossen, damit war der Fluchtweg abgeschnitten.
Unvorhersehbarkeit hatte sich auch beim vorletzten Ausbruch gezeigt, als sich nicht nur ausserhalb sondern auch innerhalb des Schutzwalls Erdspalten öffneten, und in Grindavík Lava über drei Häuser geströmt war. Die Erdspalten und ein möglicher Hohlraum unter der Ortschaft Grindavík werden derzeit untersucht und mit einer speziellen Drohne kartiert.

 

Reykjanes: Neue Pipeline fertiggestellt, heisses Wasser in Sicht

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Die Einwohner der Halbinsel Reykjanes könnten, wenn alles nach Plan läuft, schon heute Abend wieder heiss duschen, berichtet RÚV. Die Bevölkerung in den Gemeinden zwischen Sandgerði und Vogar hatte tagelang in kalten Häusern und ohne heisses Wasser dagesessen, nachdem am letzten Donnerstag ein kurzer, aber heftiger Lavaausbruch die Hauptwasserleitung aus dem Kraftwerk Svartsengi zerstört hatte. Eine rasch verlegte Ersatzleitung wurde ebenfalls beschädigt, worauf Tag und Nacht daran gearbeitet wurde, eine neue Leitung quer über die noch heisse Lava zu verlegen. Dazu hatte frische Lava bewegt und Schotter darüber verteilt werden müssen. In der Nacht hatten Tanklaster dann rund 1800 Tonnen heisses Wasser an ausgewählten Stellen ins Leitungssystem eingefüllt, um gleichmässigen Druck aufbauen zu können.

Behörden verteilten Heizöfchen
Die meisten Häuer in Reykjanes werden mit heissem Geothermalwasser aus dem Kraftwerk Svartsengi beheizt. Seit dem Ausfall der Leitung am Donnerstag hatte eine Art Ausnahmezustand geherrscht, Heizöfchen und Gasöfen standen hoch im Kurs, und für alle, die keine Möglichkeit hatten, sich Heizgeräte zu beschaffen, stellten die Behörden Leihgeräte zur Verfügung. Da das Stromnetz der Halbinsel nicht auf die Beheizung von Häusern ausgelegt war, fiel gleich mehrfach der Strom aus, als die Leute abends ihre Elektroautos luden und warmes Essen zubereiteten.
Mehrere Schulen schlossen ihre Türen, und so mancher Einwohner zog es vor, der Kälte zu entfliehen und sich für ein paar Tage anderswo einzumieten.

Heisses Wasser in Sicht
Nun also sind alle Rohrteile der neuen Leitung an Ort und Stelle miteinander verschweisst, und das heisse Wasser könnte schon heute abend die Haushalte erreichen. Bis alle Heizungssysteme gefüllt sind, könnten allerdings ein paar Tage ins Land gehen, daher bitten die Behörden, auch weiterhin sparsam mit dem Strom umzugehen.
Der Ausbruch vom letzten Donnerstag war der dritte in der Region in nur drei Monaten. Kaum war er vorüber, konnte bereits die nächste Landhebung am Kraftwerk Svartsengi festgestellt werden. Alles deutet darauf hin, dass sich dort wieder Magma ansammelt. Ein nächster Ausbruch ist also nur eine Frage von Tagen oder Wochen.

 

Islands Kraftwerke als Tourismusmagnete

CarbFix Hellisheiðarvirkjun

Ausländische Besucher, die nach Island kommen, zeigen nicht nur grosses Interese an unberührter Natur und kulturellem Leben, auch die Art und Weise, wie Island Energie produziert, weckt die Neugier vieler. Vor allem die Werksausstellungen in Wärmekraftwerken verzeichnen hohe Besucherzahlen, berichtet Fréttablaðið.
Nach Angaben von Hellisheiði-Ausstellungsleiterin Guð­munds­dóttir kommen im Durchschnitt um die 100.000 Besucher pro Jahr in die ganzjährig geöffnete Ausstellung zur Erdwärme. Um die 95 Prozent seien Ausländer, ein Grossteil stamme aus den USA. Erdwärmekraftwerke gebe es zwar auch in anderen Teilen der Welt, doch Island biete einen guten Besucherzugang.

Kraftwerke mit Ausstellungen
Das Hellisheiðikraftwerk befindet sich im Erdwärmegarten zusammen mit den Unternehmen Climeworks und Carbfix, die Kohlenstoff und Schwefel aus dem Kraftwerk saugen und ins Gestein pumpen. Ausserdem produziert VAXA Technologies auf dem Gelände Superfoodalgen.
Aber auch andere Kraftwerke bieten Besichtungsräume, wie etwa Svartengi und das Reykjanesvirkjun auf der Halbinsel Reykjanes, das Tungudalsvirkjun in Ísafjörður und das Fjarðarselsvirkjun in Seyðisfjörður. Im Jahr 2016 hatten einer Umfrage zufolge die Hälfte aller Touristen Interesse an der Besichtigung eines Kraftwerkes bekundet.
Landsvirkjun zeigt den Kraftwerksbetrieb in einer Ausstellung am Ljósafossvirkjun, 10.000 Besucher sind im vergangenen Jahr dort gewesen, 57 Prozent waren ausländische Besucher. Die Ausstellung am Kraflakraftwerk wurde von 11.000 Touristen besucht, hier waren 97 Prozent ausländischer Herkunft.

Hochlandtrip zum Kraftwerk
Nicht alle Kraftwerke sind zugänglich oder haben Ausstellungsräume, trotzdem, so die Pressesprecherin bei Landsvirkjun, Ragnheiður Sverrisdóttir, unternähmen viele Touristen die lange Fahrt ins Hochland, um das Grosskraftwerk Kárahnjúkarvirkjun und die grosse Talsperre Hálslón zu besichtigen. Um die hohe Anzahl der Gäste dort bewältigen zu können, ist Landsvirkjun eine Zusammenarbeit mit den Rangern des Vatnajökull Nationalparks eingegangen, die das Gelände überwachen und zweimal die Woche Führungen anbieten.

Im Sommer 2021 sind pro Tag etwa 90 Autos zum Kraftwerk gefahren. Da auch das Þeistareykjavirkjun im Mývatnssveit von immer mehr Touristen besucht wird, ist dort die Strasse ausgebessert worden, und man rechnet mit mehr Verkehrsaufkommen in dem Gebiet.
Kraftwerksbau zieht wegen Bau und Instandhaltung immer Strassenbau nach sich, und so kommt man auf den “Kraftwerkstrassen” auch in einem normalen PKW auf asphaltierten Strassen relativ weit ins Hochland.

 

Eismassen verstopfen Þjórsá am Urriðafoss

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Auch an der Þjórsá haben sich oberhalb des Wasserfalls Urriðafoss durch die lange Frostperiode grosse Eismassen aufgetürmt. Experten des Stauwerkbetreibers Landsvirkjun schauten sich die Lage gestern an, um besser zu verstehen, welche Auswirkungen die Eismassen auf Wasserkraftwerke haben.
Die Eisschollen sammeln sich bereits seit Mitte Dezember. Nach Ansicht von Andri Gunnarsson, einem Experten für Wasserkraft, ist die derzeitige Kälteperiode ungewöhnlich lang.
“Dann kann der Fluss sich zwischendurch nicht mehr vom Eis befreien, und dann baut sich das auf und bildet Stauungen,” erklärt er. Es gebe durchaus Geschichten von solchen Eisstaus aus alten Zeiten, aber in dem Ausmass wie heute seien sie seit Jahrzehnten nicht mehr vorgekommen.

Eismassen können Kraftwerksbetrieb stören
Ein Verständnis der Eismassen ist wichtig in Bezug auf die drei Wasserkraftwerke, die im unteren Teil der Þjórsá geplant sind. Nicht nur die Eismassen selbst können den Kraftwerkbetrieb stören, sondern auch die Tatsache, dass sie Wasser binden, welches dem Kraftwerk dann fehlt. Vorerst findet man am Urriðafoss ein aussergewöhnliches Naturspektakel vor, denn dort verschwindet der Fluss in einem Loch und ist nicht mehr zu sehen, berichtet Vísir.
Von den drei in der Region geplanten Kraftwerken befinden sich Urriðavirkjun und Holtavirkjun noch in der Wartephase. Hvammsvirkjun wurde vor einigen Jahren in die Nutzphase gesetzt, die isländische Energiebehörde hatte nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen im vergangenen Jahr den Startschuss gegeben und eine Baugenehmigung erteilt.

Zehn Klagen gegen Hvammsvirkjun
Gegen diese Entscheidung haben nun zehn Parteien Klage eingereicht. Angelvereine, Naturschutzverbände, Landwirte und andere Landbesitzer verlangen, dass die Genehmgung zurückgenommen und sämtliche Baumassnahmen gestoppt werden, berichtet Heimildin.
Haupthintergrund der Klagen ist das 20 Jahre alte Umweltgutachten, welches niemals erneuert worden ist. Auch gehen die Kläger davon aus, dass das 720 Gigawattstunden starke Kraftwerk direkt vor den Toren der Gemeinde Skeiða- und Gnúpverjahreppur – das erste Wasserkraftwerk in einem Wohnort in Island – negative Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben am Ort haben wird. Eine Klägerin bezieht sich auch auf die unlauteren Methoden, mit denen Landwirte offenbar genötigt wurden, ihr Land an den Kraftwerksbetreiber zu verkaufen.

 

Heisswasser sparen nach Schaden im Kraftwerk

Seit gestern gibt es in den Bezirken Rangárþing ytra, eystra und Ásahreppur heisses Wasser nur noch durch eine Notversorgung mit niedrigem Druck in den Leitungen, liess der Wasserversorger der Region die Einwohner wissen.
Für Grossverbraucher wurde die Wassermenge eingeschränkt, Wasser sparen gilt jedoch für alle Bewohner des Gebietes während der Reparaturarbeiten, um den Hahn nicht ganz abdrehen zu müssen, heisst es in einer Erklärung des Wasserversorgers.

Man geht davon aus dass es im Wasserkraftwerk Burfell an der Þjórsá zu Stromschlägen gekommen ist, die zu Stromschlägen im Aluminiumwerk Rio Tinto in Straumsvík geführt haben. Das verursachte einen Kurzschluss in der Pumpe, die sich nach dem Ausfall nicht wieder in Gang setzen wollte.
Für die Reparaturarbeiten musste Material, Mannschaft und ein Kran zum Kraftwerk im Þjórsárdalur gebracht werden, um die Pumpe aus dem Loch zu heben, was wegen des Unwetters zunächst nicht möglich war. Eine Ersatzpumpe soll die Reparaturarbeiten dann überbrücken.
Das Unternehmen geht davon aus, dass die Arbeiten am Mittwoch abgeschlossen sein werden. Bis dahin greifen Notfallpläne, wie die Inbetriebnahme einer weiteren Heisswasserquelle in Laugarland, eine Druckminderung in den Leitungen und die dringende Bitte um Wassersparen.

Wassersparen heisst in Island auch, die Fenster zu schliessen und Haustüren nur für notwendige Gänge zu öffnen, denn um die 90 Prozent des heissen Wassers wird für die Beheizung der Häuser benutzt. In diesen Tagen herrschen in dem Gebiet Minustemperaturen von bis zu -8 Grad bei Ostwind.

 

Kerlingarfjöll unter Naturschutz gestellt

Kerlingarfjöll mountains.

Die Gebirgskette Kerlingarfjöll und das umliegende Gebiet sind heute unter Naturschutz gesetzt worden, berichtet mbl.is. Eine entsprechende Urkunde wurde von der heute ausnahmsweise amtierenden Umweltministerin Svandís Svavarsdóttir unterzeichnet.

Die Kerlingarfjöll gehören zu den schönsten Regionen des Landes und stellen ein beliebtes Ausflugsgebiet dar. Im Jahr 2016 war eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Gemeinden Hrunamannahreppur und Skeiða-og Gnúpverjahreppur, sowie der Freunde der Kerlingarfjöll gegründet worden, die den Schutzstatus der Region vorbereitet hatte.

Vier Kraftwerksprojekte in der Schutzkategorie des Energieplanes liegen im Bereich des neuen Naturschutzgebietes: Hverabotn, Neðra-Hveradalir, Kisubotn und Þverfell. Der Umweltminister hatte zuvor gesagt, man strebe an, noch in diesem Jahr sämtliche Gebiete unter Naturschutz zu stellen, wo sich Kraftwerksprojekte in der Schutzkategorie befinden. Der Naturschutz des 344 Quadratkilometer grossen Gebietes rund um die Kerlingarfjöll war jedoch ein umfangreiches Vorhaben gewesen, sodass man erst mal nur diese vier Kraftwerksprojekte im aktuell gültigen Energieplanes bearbeiten konnte.

“Wir sind sehr glücklich an diesem Tag, denn mit dem Schutzstatus ist eine Zeitenwende eingetreten, zum Wohle von Land und Volk,” sagte Hildur Vésteinsdóttir, die Projektleiterin der Abteilung für Naturschutz und Planung bei der Umweltbehörde.

Umweltminister Guðmundur Ingi Guðbrandsson hatte die Unterzeichnung seiner Amtskollegin Svandís überlassen, weil er Vorsitzender der Umweltschutzorganisation Landvernd gewesen war, als die Arbeitsgruppe gebildet wurde. Landvernd hatte unter seinem Vorsitz seinerzeit ein positives Gutachten zum geplanten Schutzstatus eingereicht.