Nationalpark im Weltkulturerbe aufgenommen

Der isländische Nationalpark Vatnajökull ist heute in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen worden. Die Entscheidung wurde auf einer Sitzung des Ausschusses im aserbaidschanischen Baku getroffen, auf Grundlage dessen, dass der Nationalpark einzigartige Naturdenkmäler umfasse. Damit wurde bestätigt, dass die Natur des Nationalparks und des Naturschutzgebietes einzigartige Bedeutung für die Menschheit hat, wie es in einer Regierungsmitteilung heisst.

Das Gebiet ist weltweit einzigartig durch die Schaffenskraft der Natur, das Zusammenspiel von Feuer und Eis und der geologischen Vielfalt, die daraus resultiert und die an der Oberfläche des Nationalparks sichtbar ist. Das betroffene Gebiet umfasst eine grosse Fläche, etwa 12 Prozent Islands sind damit als einzigartiges Naturdenkmal im Weltkulturerbe der UNESCO festgeschrieben.
Der Vorschlag der isländischen Regierung, den Nationalpark Vatnajökull in das Weltkulturerbe aufzunehmen, war Ende Januar 2018 im Büro des UNESCO-Ausschusses in Paris eingereicht worden. Seit dieser Zeit war der Antrag vom internationalen Naturschutzverband IUCN, der den UNESCO-Ausschuss bei der Bewertung von Weltkulturstatus, Urspünglichkeit, Gesamtheit und Schutzstatus von Orten, die aufgrund ihrer Natur auf der Antragsliste stehen, beratend zur Seite steht, intensiv geprüft und evaluiert worden.

Die Entscheidung des UNESCO-Ausschusses ist nicht nur eine Anerkennung der weltweit einzigartigen Natur des Nationalparks, sondern auch eine Anerkennung der Entscheidung der isländischen Regierung, diesen umfangreichen Nationalpark zu schaffen, sowie eine wichtige Unterstützung bei Schutz und Verwaltung der Region.

Kultusministerin Lilja Afredsdóttir kommentierte:

Das ist ein wertvoller Schritt für uns Isländer, der ohne Zweifel das Gebiet und seinen Ruf voranbringt. Wir tragen Verantwortung für dieses grossartige Land, nicht nur für uns selber – sondern für die Welt und die Zukunft. Ich begrüsse diesen wichtigen Erfolg und danke den vielen, die in den vergangenen Jahren schwer daran gearbeitet haben, dieses Ziel zu erreichen.”

Umweltminister Guðmundur Ingi Guðbrandsson kommentierte:

Die Natur des Gebietes, welches nun auf der Liste des Weltkulturerbes Einzug hält, ist grossartig – mit abenteuerlichen Lavafeldern, schwarzen Sandflächen, seltenen Oasen, einer Weitläufigkeit, die ihres Gleichen sucht, Relikten aus katastrophalen Gletscherläufen und Gletschern, die unglaubliche Geschichten bewahren und gleichzeitig den Klimawandel widerpiegeln. Es ist sehr ungewöhnlich, dass sich ein solch grosser Anteil des Landes auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO befindet. Das wahrlich ein Freundentag.”

In der Liste des Weltkulturerbes befinden sich bestimmte Orte auf der Erde, die einen besonderen internationalen Schutzstatus innehaben und als solche ein gemeinsames Erbe der Menschheit darstellen.

Mit dem Vertrag erkennt der Staat die Notwendigkeit eines Schutzes an, da es das Erbe aller Völker schädigt, wenn ein Teil des kulturellen oder natürlichen Erbes Schaden nimmt oder verschwindet.

Island hat bereits zwei Orte auf der UNESCO-Liste stehen: Þingvellir seit dem Jahr 2004 und die Insel Surtsey seit dem Jahr 2008.