Icelandair kündigt 82 Mitarbeitern

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Die Fluggesellschaft Icelandair hat heute 82 Mitarbeitern gekündigt. In einer Mitteilung des Unternehmens heisst es, Mitarbeiter in verschiedenen Bürobereichen und Stützpunkten seien betroffen.
Hauptschwerpunkt liege jetzt darauf, die Effizienz des Betriebs zu steigern, nach einer langen Entwicklungsphase, in der sich das Unternehmen nach der Pandemie schnell wieder aufbauen konnte. Die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens solle nun weiter gestärkt werden. Dazu gehöre auch die Reduzierung von Mitarbeitern.

In der Mitteilung wird Icelandair-Chef Bogi Nils Bogason zitiert, es sei schade, gute Leute gehen zu sehen. Unternehmen in Island stünden jedoch vor einem herausfordernden Betriebsumfeld, gleichzeitig gebe es Unsicherheit darüber, wie sich die Marktbedingungen entwickeln.
„Es gilt daher, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um Kosten zu senken und Erträge zu steigern, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die Leistungsfähigkeit des Unternehmens für die Zukunft zu verbessern.“

Das erste Quartal der Icelandair ist wirtschaftlich schwer gewesen, es gab einen Verlust von 9,7 Mrd ISK zu beklagen, im Vorjahr waren es noch 8,7 Mrd ISK gewesen. Auch der Aktienkurs des Unternehmen ist in den letzten 12 Monaten um 43% gesunken.

Flugverkehr zwischen Keflavík und den Färöerinseln aufgenommen

Nach 20 Jahren Pause bedient Icelandair seit heute wieder eine Linienflugverbindung zwischen Keflavík und den Färöerinseln, berichtet Vísir. Die Flugverbindung findet in Zusammenarbeit mit der Atlantic Airways statt, die bislang zwei bis drei mal pro Woche den Reykjavíker Inlandsflughafen angeflogen hatte.

Wichtige Verbindung zwischen den Inseln
Die ersten Flüge hatten im Jahr 1963 mit kleinen Fokker-Maschinen stattgefunden, später übernahmen die Färinger den Flugverkehr, gründeten Flugfélag Foröyja und dann Atlantic Airways, die seit 2004 Island anflog. Heute landete zur Feierstunde eine Dash8 Q400 aus Island, mit der isländischen Aussenministerin an Bord.
„Das ist natürlich ein grosses, tolles Zusatzangebot, sowohl für die Färöerinseln und seine Bewohner, als auch für uns. Wir haben hier gehört, dass grosses Interesse besteht, vor allem aus den USA, die Färöerinseln in die Reise einzufügen. Das kommt also beiden Ländern zugute,“ sagt Aussenministerin Þórdís Kolbrún Reykfjörð Gylfadóttir.
„Ich finde, das ist ein sehr wichtiger Schritt für die Verbindung zwischen den Färöerinseln und Island. Island hat uns immer schon mit der Welt verbunden. Erst in Europa, die Isländer waren ja die ersten, die zwischen den Färöerinseln und Glasgow, Kopenhagen und Europa geflogen sind,“ freut sich der Aussenminister der Färöerinseln, Høgni Hoydal. Seine Regierung sei über die neue Flugverbindung sehr erfreut.

Keflavík bedient vor allem den US-Markt
Und zum ersten Mal wird nun von Keflavík aus geflogen. Icelandair-Pressesprecher Guðni Sigurðsson erklärt den Grund.
„Wir wollen uns dem Flugplan in Keflavík anbinden. Und da besonders Nordamerika und Grönland. Das ist genau so aufgestellt, dass die Flugzeiten zusammenpassen, und wir sehen schon jetzt eine grosse Nachfrage aus Nordamerika,“ sagt Guðni. Damit bediene man die Färinger, Grönländer, Isländer und die Amerikaner, Flugzeuge seien besser ausgelastet, Flüge rentabler.
Alle 76 Plätze der heutigen ersten Maschine waren ausgebucht, rund die Hälfte der Passagiere kam aus den USA und Kanada.
Guðni betont, man befinde sich nicht im Wettbewerb mit Atlantic Airways, sondern in Zusammenarbeit, wie schon zuvor, man erhöhe jetzt aber die Flugverbindungen, um die Nachfrage aus den USA besser bedienen zu können. Geplant sind tägliche Flüge nach Island.

Fluglotsen streiken weiter

Keflavík airport Icelandair

Islands Fluglotsen haben heute zum dritten Mal seit letzter Woche gestreikt. Die nächste Arbeitsniederlegung ist für Mittwoch angekündigt. Bei den Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft der Fluglotsen und dem isländischen Arbeitgeberverband (SA) geht es nicht weiter. Damit könnte es zu weiteren Streiks und Ausfall von Flügen an den Feiertagen kommen, meint Icelandair-Chef Bogi Nils Bogason. Derweil bereitet das Parlament sich darauf vor, mit einem Streikverbot einzuschreiten.

Streikverbot per Beschluss?
Mbl.is zufolge arbeitet man im Ministerium für Infrastruktur an einem parlamentarischen Beschluss, die Streiks auf gesetzlichem Wege zu beenden, falls es bei den Verhandlungen nicht weitergeht. Infrastrukturminister Sigurður Ingi Jóhannsson wollte dies allerdings mbl.is gegenüber nicht bestätigen. Er bezog sich jedoch auf die Verantwortung der Verhandlungsparteien “kurz vor Weihnachten, nach einer Naturkatastrophe, die diese Gesellschaft eine beträchtliche Summe gekostet hat.”

Unterstützung von anderen der Branche
Von der Gewerkschaft des staatlichen Luftverkehrs (Félag flugmálastarfsmanna ríkisins) und dem Verband der Hangarmitarbeiter (Félag hafnarverkamanna) kam eine Mitteilung, in der die Fluglotsen und ihr Recht auf Streiks unterstützt wird.
Die beiden Gewerkschaften betonen, dass das Streikrecht notwendig ist, um eine gerechte Balance zwischen Arbeitern und Unternehmern zu halten.
Der Tarifvertrag der Fluglotsen war am 1. Oktober ausgelaufen. Verhandlungen mit den Arbeitgebern um einen neuen Tarifvertrag gingen nur schleppend voran. Der aktuelle Streik ist der dritte in fünf Jahren. Gewerkschaftschef Arnar Hjálmarsson gab an, das Gehalt der 152 isländischen Fluglotsen sei im Vergleich zu anderen Jobs der Branche in den vergangenen Jahren zurückgegangen.
Der nächste Streik findet am Mittwochmorgen zwischen 4.00 und 10.00 Uhr statt. Für Verhandlungen gibt es derzeit keinen neuen Termin.

 

Icelandair-Nordlichtermaschine bediente Akureyri

Hekla Aurora, die Nordlichtmaschine der Fluglinie Icelandair ist heute ausserplanmässig für Inlandsflüge nach Akureyri eingesetzt worden, nachdem die kldinere Q400 Maschine wegen eines Defektes am Boden bleiben musste, berichtet Vísir.
Ein Flug von Reykjavík nach Akureyri und zurück hatte gecancelt werden müssen, dann stand die Hekla Aurora auf dem Inlandsflughafen. “Wir haben entschieden, diese Maschine zu nutzen, um heute Abend zwei Flüge hin und zurück in einem anbieten zu können, damit alle gebuchten Passagiere ihr Ziel erreichen,” erklärte Icelandair-Pressesprecherin Ásdís Ýr Pétursdóttir. “Sonst nutzen wir unter normalen Bedingungen diese Maschine nicht bei Inlandsflügen.”

Aber da die Hekla Aurora sich gerade am Boden befand, kommen die Passagiere in den Genuss mit Nordlicht in den Abendhimmel zu fliegen. Die Hekla Aurora war in der vergangenen Woche auch genutzt worden, um eine Gruppe von nach Beginn der Kriegshandlungen in Israel festsitzenden Isländer abzuholen. Ein isländischer Passagier hatte angegeben, ihm hätten Tränen in den Agen gestanden, als er das Nordlicht seines Heimatlandes auf dem Flugzeug sah.
Bislang ist nicht bekannt, ob der Defekt der Q400-Maschine sich auch auf Flüge am morgigen Tag auswirken wird.

Flüge zwischen Akureyri und Keflavík
Am Morgen hatte es auch zum ersten Mal nach vier Jahren wieder eine Flugverbindung zwischen Akureyri und dem internationalen Flughafen in Keflavík gegeben. Diese Verbindung wird mit 30. November dreimal pro Woche (Hin- und Rückflug) angeboten, alledings muss der Flug als ganzes, also mit Ziel im Ausland gebucht werden. Die Abflugzeiten in Akureyri orientieren sich an den Abflugzeiten der internationalen Flüge, sodass die Anfahrt aus der Innenstadt Reykjavíks genauso lange dauert wie die “Anfahrt” aus Akureyri.
Nach dieser Probezeit wird entschieden, ob die Flugverbindung über den 30. November hinaus angeboten wird.

Zuletzt hatte es ein solches Angebot im Mai 2019 gegeben, damals noch durch die beiden Fluggesellschaften Icelandair und Air Iceland Connect.
Heute sei man jedoch ganz anders organisiert und verkaufe weitaus mehr Paketreisen an Kunden aus aller Welt, so der Geschäftsführer für Marketing und Dienstleistung, Tómas Ingason. Die Morgenmaschine sei vollbesetzt gewesen und auch für die kommenden Wochen sei schon viel gebucht. Am Ende entscheiden Kunden und Tourismusunternehmen im Norden Islands, ob diese Flugverbindung eine Zukunft haben wird.
Für Leute “vom Land” bedeutet ein Auslandsflug in der Regel, dass sie am Vortag anreisen und ein Hotel in Flughafennähe buchen müssen, um den Flug in den frühen Morgenstunden zu bekommen, denn vom Inlandsflughafen zum internationalen Flughafen ist man noch mal 45 Minuten oder länger unterwegs. Ein Umstieg auf dem gleichen Flughafen kann da durchaus Zeit und Geld sparen.

 

Untersuchung zum Hintergrund erkrankter Flugbegleiter wiederaufgenommen

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Beim Untersuchungsausschuss für Verkehrsunfälle sind eine Menge zusätzlicher Informationen zum Fall der erkrankten Flugbegleiterinnen bei Icelandair eingereicht worden, und zwar kurz bevor der Abschlussbericht zur Kommentierung werden sollte. Der Ausschuss hat daher beschlossen, die Angelegenheit erneut zu prüfen, berichtet RÚV.

Ragnar Guðmundsson von der Luftfahrtabteilung wollte sich nicht äussern, woher diese zusätzlichen Informationen stammten. Er gab nur an, dass es sich um die grösste Untersuchung handle, die der Ausschuss jemals unternommen habe, und dass sehr viel Zeit und Resourcen darauf verwendet worden seien. Angesichts der neuen Informationslage werde der Fall erneut geöffnet und aber hintangestellt, damit andere Fälle zuerst abgeschlossen werden könnten.
Icelandair Pressesprecher Guðni Sigurðsson, bestätigte dass die Fluggesellschaft neue Daten eingereicht habe, kurz bevor der Abschlussbericht zur Kommentierung einging. Er wisse auch dass von Boeing und dem Triebwerkhersteller zusätzliche Daten gekommen seien. Das sei in solchen Fällen üblich.

Bei der Untersuchung geht es um die Erkrankung von Flugbegleitern der Flugzeuge vom Typ Boeing 757 und 767 bei Icelandair. Einige der Flugbegleiter seien sehr schwer erkrankt, manche sogar arbeitsunfähig, nachdem sie ernsthafte Vergiftungen erlitten und mit Landzeitfolgen zu kämpfen hätten.
Im September 2019 hatten drei Flugbegleiter auf einem Flug der Icelandair Sauerstoff benötigt, eine von ihnen hatte auf die Intensivstation gebracht werden müssen.

Die Untersuchung dieser Fälle ist ausgesprochen umfangreich. Der Ermittlungsausschuss hatte Informationen zu vergleichbaren Fällen der Jahre zwischen 2011 bis 2020 angefordert. Es handelt sich um acht Fälle, vier davon in einer Boeing 767 und vier in der 757. Bei den Ermittlungen waren auch Blutproben und chemische Proben aus den Flugzeugen gleich nach der Landung genommen worden. Bei den Ermittlungen konzentrierte man sich hauptsächlich auf Triebwerke und deren Instandhaltung

Icelandair begrüsst Fluggäste wieder zuerst auf isländisch

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Flugbegleiter in den Flugzeugen der Luftlinie Icelandair sprechen ihre Gäste jetzt wieder zuerst auf isländisch an, und dann erst auf englisch, wenn sie sich bei Start und Landung zu Wort melden. Erst vor ein paar Jahren hatte man damit begonnen, die Passagiere zuerst auf englisch anzusprechen, berichtet Vísir.

Der Geschäftsführer der Fluglinie, Bogi Niels Bogason, hatte dem Morgunblaðið gegenüber angegeben, dass man die Politik bereits im Frühjahr geändert habe. Nun ist “Verið velkomin heim” (Willkommen daheim) das erste, was die Fluggäste nach der Landung in Island hören.

Die Änderung geht zurück auf eine Initiative von Kultus- und Tourismusministerin Lilja Döff Alfredsdóttir, die sich zu Jahresbeginn mit dem Fluglinienchef getroffen und ihre Unzufriedenheit über die Tatsache, dass Fluggäste nicht in ihrer Landessprache begrüsst würden, Ausdruck verliehen hatte.
Bogi meint, es sei gut, seine Ansicht zu ändern. Die Ministerin sei auch nicht die Einzige gewesen, die sich wegen der Angelegenheit beschwert habe.