Wanderverein FÍ ist gegen Asphaltierung des Kjölur

Kjölur highlands road

Der isländische Wanderverein Ferðafélag Íslands (FÍ) hat sich strikt gegen Vorhaben ausgesprochen, die Hochlandroute Kjölur (F35) zu asphaltieren. Kjölur führt am Gletscher Hofsjökull vorbei von Nord nach Süd durch Islands unbewohntes Hochland. Fünf Abgeordnete der Unabhängigkeitspartei hatten dem isländischen Parlament Alþingi unlängst einen Vorschlag präsentiert, nach dem die 168 Kilometer lange Piste asphaltiert werden soll. Nach Ansicht des FÍ würde eine Asphaltierung der Piste zu mehr Verkehrsaufkommen führen und sich negativ auf das Hochlanderlebnis der Besucher auswirken, die dort Abgeschiedenheit suchten.

Der Abgeordnete der Unabhängigkeitspartei Njáll Trausti Friðbertsson hatte den Vorschlag zusammen mit vier Parteikollegen unterbreitet. Zur Zeit sind die meisten Hochlandrouten den grössten Teil des Jahres nicht befahrbar, im Winter wegen Schnee und im Frühjahr wegen Tauwetter und Hochwasser. Kjölur gehört zu den beliebtesten Pisten in der Region, weil alle Flüsse überbrückt sind und man nicht zwingend einen 4×4 Geländewagen benötigt.

Ein asphaltierter Kjölur würde bedeuten, dass die Strasse den grössten Teil des Jahres offengehalten werden würde und den Zugang zu der sensiblen Hochlandregion erleichtert. Nach Ansicht der Parlamentarier würde dies der Tourismusindustrie Vorteile bringen, aber auch kleineren Betrieben und Einwohnern auf dem Land.

Der im Jahr 1927 gegründete Wanderclub FÍ ist Islands grösster und ältester Reiseverein. In seinem Kommentar wendet sich der FÍ gegen einen Strassenausbau in der Region, vielmehr sollten die Strassen repariert und als “gute Sommerstrassen” unterhalten werden, “nicht zuletzt im Bezug auf Naturschutz und Sicherheit der Besucher.”
“Die Attraktivität der Region liegt vor allem in der einzigartigen und vielseitigen Natur und nicht zuletzt im Nichtvorhandensein von menschengemachten Strukturen und Menschenmassen.”

 

Verkehrs-Symposium: Sollte das Hochland asphaltiert werden?

Nach einem Symposium zur Zukunft der isländischen Hochlandpisten will die Strassenverwaltung Vegagerðin nun nach einem Vermittler Ausschau halten, um die Interessensverbände mit ihren ausgesprochen unterschiedlichen Haltungen zu konstruktiven Gesprächen an einen Tisch zu bekommen, berichtet Vísir. Die Verbindungswege im Hochland sind Teil des aktuellen Verkehrswegeplans, in dem Weichen für die Zukunft gestellt werden.
Bei dem Symposium war es darum gegangen, ob man die Hochlandpisten asphaltieren soll oder unverändert als ausschliesslich von Geländefahrzeugen benutzbaren Pisten beibehält.

Tief ausgefahrene Schotterwege mit brückenlosen Furten, das ist das Bild, was einem bei dem Begriff Hochlandstrasse spontan in den Sinn kommt. Aber Hochlandstrassen warten bisweilen auch mit bestem Fahrkomfort auf, wie etwa in den Kraftwerksgebieten von Þjórsá und Tungnaá oder im Mývatns- und Möðrudalsöræfi.
Beim Symposium vertrat der Parlamentsabgeordnete Njáll Trausti Friðbertsson die Ansicht, man müsse die Hochlandstrasse Kjölur unbedingt modernisieren, damit sie den grössten Teil des Jahres befahrbar sei. Kjölur verbindet den Norden des Landes mit dem Süden, er beginnt bei Blönduós und endet am in der Gemeinde Bláskógabyggð befindlichen Gullfoss.

Mit einer Asphaltierung dieser Strassen zeigte sich der Vorsitzende der Naturschutzorganisation Landvernd, Tryggvi Felixson, gar nicht einverstanden. Seiner Meinung nach bringe eine vermehrte Nutzung der Strassen die Zerstörung des Hochlandes mit sich.
“Wir finden nicht, dass das Hochland eine Hauptverkehrsader zwischen den Siedlungsgebieten sein sollte. Dafür sollten wir das vorhandene Verkehrswegenetz nutzen. Aber wir können die Strassen reparieren, die vorhanden sind,” meinte Tryggvi auf Njálls Vorschlag.

Der Gemeindedirektor von Bláskógabyggð, dem südlichen Ende des Kjölurweges, will am liebsten, dass die grossen Hochlandtangenten Kjölur und Sprengisandur ausgebaut werden. “Ich denke, das sollte das Ziel unserer Landsleute sein, dies zu tun. Dann können hier Leute [die Strasse] geniessen, das zieht Leute an. Das ist auch ein Umweltaspekt.” meint Helgi Kjartansson. “Indem man Offroadfahren verhindert, es gibt weniger Abnutzung an den Autos, es geht den Leuten besser und so weiter.”
“Wir müssen das, was das eigentliche Herz des Landes ist, vor der Zerstörung schützen,” konterte der Landvernd-Vorsitzende. “Dabei müssen wir sehr vorsichtig vorgehen. Da gibt es keinen normalen Strassenbau, der da funktioniert.”
Die Asphaltbefürworter kritisierten die waschbrettartige Oberfläche der Pisten und die Staubentwicklung. “So wie der Zustand jetzt ist, geht das einfach nicht,” findet Gemeindedirektor Helgi.

Der Geländewagenclub 4×4 vertrat die Ansicht, dass man die isländische Reisekultur bewahren müsse, indem man die besondere Atmosphäre der Einöde schütze und schwer befahrbare Pisten beibehalte. Das sei wichtig für kommende Generationen.
“Wir finden, dass das zentrale Hochland absolut nicht dem Massentourismus geopfert werden darf. Leider habe ich einen solchen Wunsch festgestellt, [das Hochland] dafür zu nutzen,” kritisierte 4×4 Club-Sprecher Snorri Ingimarsson.

Eine Kategorisierung der Pisten sei dringend nötig, darin waren sich alle Sprecher einig, nicht jedoch in dem Punkt, wieweit die Pisten für den Normalverkehr präpariert werden sollen und wieviele Servicestationen und verkehrsbezogene Gebäude es im Hochland geben sollte.
Der 4×4-Club denkt noch einen Schritt weiter und will den Begriff “Geländewagen” (auf isländisch “jeppi”) schützen lassen, weil allzuviele Fahrzeuge als ‘jeppi’ verkauft und vermietet würden, die keine Eigenschaften eines Geländewagens hätten und für das Hochland ungeeignet seien.

Die Diskussion um einen Ausbau der Hochlandtangenten ist nicht neu. Schon im Jahr 2015 hatte ein Flächenordnungsexperte eine Asphaltierung der Sprengisandroute als wünschenswert bezeichnet, damit das zentrale Hochland nicht private Spielwiese von Geländewagenfahrern und Bergwanderern bleibe. Auch eine Verbindung der beiden Landesteile hielt er für praktisch. In neuerer Zeit waren auch Forderungen lautgeworden, den inländischen Frachtverkehr auf asphaltierte Hochlandstrassen zu verlegen, um die Belastung der Ringstrasse durch den Schwerlastverkehr zu mindern.

 

Hochland soll Europas grösster Nationalpark werden

Das zentrale Hochland in Island soll zum grössten Nationalpark Europas werden, dessen Grenzen dann etwa 30 Prozent des Landes umfassen werden. In der Grössenordnung wird diese geschützte Fläche dann auch der Nationalpark mit der grössten Gesamtfläche eines Landes, nämlich 40.000 Quadratkilometern Parkfläche auf insgesamt 103.000 Quadatkilometern. Ein entsprechender Gesetzentwurf war dem isländischen Parlament am 30. November von Umweltminister Guðmundur Ingi Guðbrandsson vorgelegt worden.

“Das Hochland ist einer der grössten Naturschätze, die wir Isländer gemeinsam besitzen, daher ist es eine logische Massnahme, hier einen Nationalpark zu etablieren,” sagte der Minister. “Es ist ziemlich klar, dass die Gründung des Hochland Nationalparks enorme Vorteile für den isländischen Tourismus mitbringt, und tatsächlich für die nationale Wirtschaft als Ganzes, vor allem während der Erholungsperiode nach der Coronaviruspandemie.”
Guðmundur nannte den vorgeschlagenen Park Islands grössten Beitrag zum Naturschutz. Es sei wichtig, das Hochland für kommende Generationen zu erhalten.

Zusammenlegung bereits geschützer Flächen und mehr
Das zentrale Hochland ist eine der grössten unbewohnten Gegenden in Europa und wichtiges Brutgebiet für Vögel wie etwa die Kurzschnabelgans.
Etwa die Hälfte der vorgeschlagenen Fläche steht bereits unter Schutz, darunter der Nationalpark Vatnajökul, der Gletscher Hofsjökull und die beliebte Wanderregion Landmannalaugar. Der vorgeschlagene Park würde die bereits bestehenden Schutzzonen ausweiten und zusammenlegen, um einen grossen Nationalpark zu bilden, der dann in sechs Verwaltungsbezirke aufgeteilt werden soll. Die Leitung der Bezirke soll Staat und Gemeinden gemeinsam unterliegen, während an der Spitze ein Gremium aus lokalen und staatlichen Vertretern, sowie weiteren interessierten Parteien das Management übernimmt.

Innerhalb der vorgeschlagenen Grenzen des Parks befinden sich derzeit einige Kraftwerksprojekte. Die Gesetzesvorlage möchte diese Flächen als “periphäre Gebiete” ausweisen und aus dem Schutzstatus herausnehmen.
Insgesamt soll der Hochland Nationalpark sich positiv auf die Entwicklung der Regionen auswirken, indem er nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten in den benachbarten Gemeinden wie auch im ganzen Land schafft.
Guðmundur Ingi hatte in diesem Jahr auch schon die Schaffung eines Schutzstatus für das Gebiet des Geysir und für den Wasserfall Goðafoss in die Wege geleitet.

Internetkabel quer durchs Hochland verlegt

Die Verlegung eines Lichtleitkabels quer durch das zentrale Hochland, welches vor drei Jahren in Reykholt im Biskupstungur begonnen worden war, geht gut voran. Wie das Magazin Landinn berichtet, hat die Mannschaft mit ihren schweren Maschinen inzwischen den Skagafjörður erreicht.
Zum vergangenen Sommer hin war man in Hveravellir angekommen, nun geht es auf die letzten Meter, gerade noch rechtzeitig bevor der Winter Einzug hält. Bei Fertigstellung wird dann ein 170 Kilometer langes Lichtleitkabel im Hochlandboden liegen.

Damit soll mehr Sicherheit bei der Internetverbindung zwischen den Landesteilen gewährleistet werden, tagelange Ausfälle nach Schneesturm, wie im vergangenen Winter beim grossen Adventsturm, dürften dann der Vergangenheit angehören.
Überdies hatten verschiedene Interessensgruppen in den letzten beiden Jahren Anstrengungen unternommen, die Wandererhütten und Ausflugslokale entlang des Kjölur für den Tourismus und Reittourismus auszubauen. Im letzten Jahr war in dem Zusammenhang auch eine Stromleitung bis nach Hveravellir verlegt worden, um die bis dahin üblichen Dieselaggragate in den Hütten zu ersetzen.
Eine verbesserte Internetverbindung kommt nicht nur Besuchern, sondern auch Rettungsdiensten und Einsatzkräften im Hochland zugute.
Hier kann man anschauen, wie das Kabel mit geringstmöglicher Bodenzerstörung verlegt wird.

 

Unwetterwarnung, Bauern holen Schafe vorzeitig aus den Bergen

A map of Iceland showing orange alerts in Northeast and east Iceland as well as yellow alerts for northwest Iceland, the eastfjords, southeast Iceland and the central highlands

Der isländische Wetterdienst hat für heute Nacht bis morgen für den Nordosten und Osten des Landes eine orangefarbene Wetterwarnung herausgegeben, Sturm aus Nord bringt Regen und in den Höhenlagen auch Schnee. Für den Nordwesten, die Ostfjorde, den Südwesten und das zentrale Hochland gilt die gelbe Warnstufe. Am Mittag hatte der Zivilschutz auch die Unsicherheitsstufe für den Norden ausgerufen. Diese Alarmstufe erleichtert die Zusammenarbeit der Einsatzkräften im Ernstfall.

In der Nacht muss mit Windgeschwindigkeiten von 15 bis 23 m/s gerechnet werden, der Regen soll sich zunehmend in Schnee verwandeln. Bergstrassen könten schon heute Nacht unpassierbar sein.
Auch südlich des Vatnajökull und in den Ostfjorden kann es am Abend gefährlich für Autofahrer werden.

Der nationale Energieversorger Landsnet ist in Alarmbereitschaft, falls wie beim Adventssturm im Dezember 2019 die Überlandleitungen beschädigt werden. Damals hatten hunderte Haushalte im ganzen Norden zum Teil tagelang ohne Strom und Heizung dagesessen. Auch die Strassenverwaltung Vegagerðin hat alles für den Ernstfall – einen plötzlichen Wintereinbruch – vorbereitet.

Schafe vor dem Schneesturm zu Tal bringen
Die Landwirte im Norden und Nordosten machen sich Sorgen um ihr Vieh, welches sich noch auf den Hochlandweiden befindet, und im Schnee landen könnte. Im Fljótsdalur hatten die Bauern gestern schon damit begonnen, ihre Schafe in die Niederungen zu treiben. Nebelbedingt hatte man die Aktion abbrechen müssen, doch heute gelang es, einen Grossteil der Schafe am Snæfell aus 600 Metern Höhe ins Tal zu treiben. Die Bauern gehen davon aus, dass sich der Regen heute Nacht in Schnee verwandelt.

“Wir versuchen vor allem, die Schafen aus den Höhenzügen herunterzuholen. An die heranzukommen, die am weitesten weg sind, und sie näher und tiefer zu holen. Die Wettervorhersage ist schlecht und es gibt guten Grund, dem zuvor zu kommen,” sagt Þorvarður Ingimarsson, der Schafabtriebsleiter im Fljótsdalur.

Es sehe ganz danach aus, dass die Wetterlage für die Schafe gefährlich werden könne, und dass es sehr schwierig werde, die Tiere in diesem Land zusammenzutreiben, wenn der Schnee erst mal gekommen ist. So sei es bequemer, sie schon mal in der Niederung zu haben, bevor das Wetter richtig schlecht werden und alle Gräben sich mit Schnee füllen.

“Bei extrem schlechtem Wetter suchen die Schafe Schutz, und dort schneien sie dann ein. Alle wissen, was dann passiert,” sagt Þorvarður, und bezieht sich auf den legendären Schneesturm im September 2012, als eine Woche vor den regulären Schafabtrieben an die zehntausend Schafe im Norden unter Schneemassen begraben wurden und verendeten. Viele wurden erst Wochen, zum Teil noch Monate später gefunden (und manche da sogar noch lebendig). Zahllose Schafe und Lämmer waren in der langen Zeit unter den gefrorenen Schneewehen von Füchsen lebendig angefressen worden.

Auch im Þeistareykir, im Mývatnssveit und im Húnavatnssýssla hatten sich Schafbesitzer heute morgen auf den Weg gemacht, um ihre Tiere aus den Höhenlagen in die Niederungen zu treiben, dabei erschwerte Nebel die Arbeit beträchtlich.

Route nach Landmannalaugar geöffnet

Die isländische Strassenverwaltung hat die Piste nach Landmannalaugar gestern geöffnet, einen Monat früher als in den vergangenen fünf Jahren, schreibt RÚV.

Landmannalaugar ist ein beliebter touristischer Ort auf der Route Fjallabaksleið, dem “Weg hinter den Bergen”, wo viele Wanderwege durch das Naturschutzgebiet Fjallabak anfangen und enden, unter anderem der Laugavegur, eine der beliebtesten Wanderrouten in Island.

Halldór Hafdal Halldórsson vom isländischen Wanderverein begrüsst die frühe Öffnung der Piste. Das gute Wetter sei dafür verantwortlich, dass man sie so früh für den Verkehr öffnen können. In anderen Jahren sei dies oft nicht vor dem 18. Juni möglich gewesen. Der Schnee sei früh geschmolzen und die Strasse trocken, einen halben Monat früher als die ältesten Ortskundigen sich erinnerten.

In der Hütte des Wandervereins in Landmannalaugar sind nun zwei Hüttenwärter tätig, insgesamt werden den Sommer über dort sechs oder sieben Personen in Festanstellung arbeiten.

Landmannalaugar ist mit den Jahren immer beliebter geworden und gehört inzwischen zu den Topzielen des Landes. Halldór sieht dafür verschiedene Gründe.

Die Landschaft dort, die Schönheit, die heisse Quelle. Dann ist es natürlich der Startpunkt zum Laugavegur und relativ einfach zu erreichen. Sowohl für Busse, aber auch für kleine Jeeps.”

Für alle anderen Hochlandstrassen und Pisten gilt die Öffnung noch nicht, hier kann man sich bei Vegagerðin und bei der Umweltbehörde über Sperrungen und Öffnungen informieren.

Vorschläge zu infrastrukturellem Ausbau der Kerlingarfjöll

Kerlingarfjöll mountains.

Der Bau von zusätzlicher Infrastruktur und Übernachtungsmöglichkeiten in den Kerlingarfjöll, einem bei Touristen wie Einheimischen beliebten Gebirgszug mit Geothermalgebiet im südlichen Hochland, würde negative Auswirkungen auf die derzeitige Planungspolitik für die Region haben, berichtet RÚV.

Dies stellt das nationale Planungsbüro Skipulagsstofnun in einem Gutachten über vier verschiedene Pläne zum infrastrukturellen Ausbau der Kerlingarfjöll fest. Das Büro ist der Ansicht, dass ein weiterer Ausbau der Region noch mehr Druck auf die dortige Umwelt ausüben und deutlich negative Auswirkungen nach sich ziehen werde.

Die Kerlingarfjöll sind erst kürzlich auf der Roten Liste des Umweltamtes gelandet, in welcher sich Naturregionen befinden, die Gefahr laufen, zerstört zu werden. Bislang sind die Kerlingarfjöll offiziell kein geschützer Ort.

Das Unternehmen Fannborg, welches das touristische Angebot vor Ort betreibt, hatte vier verschiedene Optionen für den Ausbau der Infrastruktur an das Umweltamt geschickt.

Im ersten Vorschlag ging es um die Verbesserung existierender Strukturen, die drei anderen Vorschläge beinhalteten zusätzliche Konstruktionen und weiteren Ausbau.

Im zweiten Vorschlag geht es um einen geringfügigen Ausbau der Bettenzahl für Besucher, er würde damit auch eher geringe Auswirkungen auf die Umwelt in den Kerlingarfjöll haben. Die Übernachtungsmöglichkeiten sollen dem Vorschlag zufolge als Hotelzimmer oder Gästehaus vermarktet werden und nicht länger als Hüttenschlafplätze, die Grösse des Restaurants soll sich verdoppeln.

Vorschlag 3 sieht zwei neue zweistöckige Herbergen nebst zusätzlichen Neubauten neben dem im Jahr 2016 errichteten Gebäude. Fünf ältere Häuser auf dem Gelände, die unter dem Namen Nípur bekannt sind, sollen dafür abgerissen werden.

In Vorschlag 4 sollen fast alle älteren Gebäude auf dem Gelände abgerissen werden, stattdessen soll vom Hauptgebäude aus eine grosse Herberge errichtet werden. Die Bauarbeiten dieser beiden Vorschläge sollen 2023 abgeschlossen sein.

Mit den in Vorschlag 3 und 4 geplanten Bettenzahlen für fast 300 Gäste wäre die Region ohne Beispiel im Hochland und würde zu einem der grössten Übernachtungsbereiche auserhalb der Hauptstadt werden.

Für das Umweltamt beinhalten die dritte und vierte Option nicht nur negative Auswirkungen auf das Naturerlebnis von Besuchern der Region, sondern auch zusätzlichen Druck auf die Umwelt durch die steigende Besucherzahl.

Das Amt empfiehlt, eine Entscheidung derartigen Ausmasses zu verschieben, da es das vorrangige Ziel der Regierung sei, einen Nationalpark im zentralen Hochland zu schaffen.