Erste Herausfordererbank in Island eröffnet

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Die erste Herausfordererbank hat in Island ihren Betrieb aufgenommen. Sie führt bereits 7000 Kunden in ihrer Liste, denen sie bessere Zinsen, Konten ohne Kontenführungsgebühr und bessere Devisenbedingungen anbietet. Dafür verzichtet der Kunde auf ein Bankgebäude das er besuchen kann, auf Geldautomaten des Unternehmens. Kreditkarten soll es erst mal nicht geben, dem Kunden stehen Girokonto, Debetkarte und eine Bezahlen-App zur Verfügung.

Haukur Skúlason, einer der Gründer der neuen Sparkasse Indó, sagt, die Philosophie gründe auf einer kleinen Verwaltung und moderner Technik, damit habe man nur einen Bruchteil der Betriebskosten einer normalen Bank. “Wir brauchen nicht hunderte von Leuten und zahllose Abteilungen, Glashallen und sowas. Die Leute müssen nicht dafür bezahlen, ihr Geld benutzen zu dürfen. Das sind die Löhne der Menschen, die sollen sie nutzen können, ohne bei jeder Gelegenheit Gebühren zahlen zu müssen.”

Eine Sparkasse kann man gründen, wenn man über eine Million Euro verfügt und Betriebskosten für mindestens ein Jahr zahlen kann. Das Geld dafür kam unter anderem von Angestellten und Investoren wie den Verkäufern von Siggi Skyr, von Iceland Venture Studio und Uneo.
Die Geldeinlagen werden zunächst bei der isländischen Zentralbank verwahrt, berichtet RÚV.
„Wenn wir dann gewachsen sind und die Bewegungen des Einlagenportfolios kennen, also wie die Menschen die Konten nutzen, können wir uns auch an andere Vermögenswerte wie Kredite an unsere Kunden, Staatspapiere und dergleichen wagen.“ kündigt Haukur an. Viel mehr sei jedoch nicht geplant.